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Netzwerk

Netzwerktechnik

Netzwerk für LAN, Glasfaser und Multimedia

Netzwerkkabel, Netzwerkdosen, Keystonemodule, Switches und Glasfaser-Komponenten für den Aufbau einer festen Datenverbindung. Dazu kommen passende Lösungen für Antenne, HDMI und weitere Multimedia-Anschlüsse.

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Netzwerktechnik für LAN, Glasfaser und Multimedia

Eine strukturierte Netzwerkverkabelung schafft stabile Datenverbindungen in Wohngebäuden, Büros und gewerblich genutzten Immobilien. Zum Aufbau gehören Netzwerkkabel, Datenkabel, Netzwerkdosen, RJ45-Anschlüsse, Keystonemodule, Patchfelder und Switches.

Neben der klassischen LAN-Verkabelung mit Kupferleitungen umfasst die Netzwerktechnik auch Glasfaser- und FTTH-Komponenten sowie Anschlüsse für Antenne, Koaxialkabel und HDMI. Die Auswahl richtet sich nach Datenrate, Leitungslänge, Installationsart und den anzuschließenden Geräten.

Netzwerktechnik nach Einsatzbereich

Daten & LAN

Netzwerkkabel, Datenkabel, RJ45-Netzwerkdosen, Keystonemodule, Patchfelder, Switches und Werkzeug für feste LAN-Verbindungen in Haus, Büro und Gewerbe.

Glasfaser & FTTH

FTTH-Anschlusssets, Hausanschlussboxen, Glasfaser-Keystonemodule, Pigtails und Spleißkassetten für Glasfaseranschlüsse und Gebäudenetze.

Multimedia

Antennendosen, Koaxialkabel und HDMI-Komponenten für Fernsehen, Radio, Satellit sowie digitale Bild- und Tonsignale.

LAN-Verkabelung für Haus, Büro und Gewerbe

Eine kabelgebundene LAN-Verbindung eignet sich für Computer, Fernseher, Netzwerkspeicher, Drucker, Access Points, Netzwerkkameras und Smart-Home-Komponenten. Im Vergleich zu WLAN wird die Datenübertragung weniger durch Wände, Decken oder benachbarte Funknetze beeinflusst.

Bei einer strukturierten Netzwerkverkabelung werden die Leitungen sternförmig von den einzelnen Netzwerkdosen zu einem zentralen Netzwerkschrank oder Multimediafeld geführt. Dort enden sie auf einem Patchpanel und werden über Patchkabel mit einem Netzwerk-Switch verbunden.

Netzwerkkabel: Cat.6A, Cat.7, Simplex und Duplex

Netzwerkkabel unterscheiden sich durch Kategorie, Schirmung, Leiteraufbau und Bauform. Für feste Installationen werden häufig Cat.7-Verlegekabel eingesetzt. Sie bieten hohe Übertragungsreserven und werden meist mit Cat.6A-Netzwerkdosen, Cat.6A-Keystonemodulen oder einem passenden Patchpanel verbunden.

  • Cat.6: für klassische Gigabit-Ethernet-Verbindungen
  • Cat.6A: für Übertragungsraten bis 10 Gigabit pro Sekunde
  • Cat.7: stark geschirmtes Verlegekabel mit hohen Leistungsreserven
  • Simplex: eine Datenleitung für einen Netzwerkanschluss
  • Duplex: zwei Datenleitungen für eine doppelte Netzwerkdose

Verlegekabel besitzen massive Leiter und sind für die feste Installation in Wand, Decke, Kabelkanal oder Leerrohr vorgesehen. Patchkabel sind flexibel und verbinden Netzwerkdose, Patchpanel, Switch und Endgerät miteinander.

Cat.7-Verlegekabel mit RJ45-Anschlüssen kombinieren

Cat.7-Verlegekabel werden häufig mit geschirmten Cat.6A-RJ45-Netzwerkdosen und Cat.6A-Keystonemodulen kombiniert. Entscheidend ist, dass Leiterdurchmesser, Kabelaufbau und Anschlussbereich der Komponenten zueinander passen.

Netzwerkdosen und RJ45-Anschlüsse

Netzwerkdosen schaffen feste RJ45-Anschlüsse an Arbeitsplätzen, Fernsehplätzen oder anderen Positionen, an denen Geräte dauerhaft mit dem Netzwerk verbunden werden. Sie werden häufig unterputz eingebaut und mit einer passenden Zentralplatte sowie einem Abdeckrahmen kombiniert.

Eine Netzwerkdose mit einer RJ45-Buchse benötigt eine Datenleitung. Bei einer doppelten Netzwerkdose werden normalerweise zwei getrennte Leitungen angeschlossen. Dafür eignet sich ein Duplex-Verlegekabel oder die Verlegung von zwei Simplex-Kabeln.

Passende Ausführungen sind unter Netzwerkdosen LAN zusammengefasst.

Keystonemodule und Netzwerk-Switches

Keystonemodule

Keystonemodule sind kompakte Anschlussmodule für Netzwerkdosen, Patchpanels, Geräteträger und Bodentanks. Durch das einheitliche Format lassen sich Netzwerkanschlüsse flexibel zusammenstellen und bei Bedarf austauschen.

Bei RJ45-Keystonemodulen müssen Kabelkategorie, Schirmung, Leiterdurchmesser und Anschlussart berücksichtigt werden.

Passende Ausführungen sind unter Keystonemodule LAN zu finden.

Netzwerk-Switches

Ein Switch verbindet mehrere kabelgebundene Geräte innerhalb eines lokalen Netzwerks. Wichtige Auswahlkriterien sind die Anzahl der Ports, die unterstützte Datenrate und mögliche Zusatzfunktionen.

PoE-fähige Switches können geeignete Access Points, Netzwerkkameras oder VoIP-Telefone zusätzlich über das Datenkabel mit Strom versorgen.

Patchpanel und Netzwerkschrank

Das Patchpanel bildet den zentralen Abschluss der fest verlegten Netzwerkkabel. Die einzelnen Leitungen werden dort aufgelegt und anschließend über kurze Patchkabel mit dem Netzwerk-Switch verbunden. Dadurch bleiben die Anschlüsse übersichtlich und können bei Bedarf neu zugeordnet werden.

Netzwerkschrank, Patchpanel, Switch, Router und weitere Komponenten sollten auf die Anzahl der geplanten Netzwerkanschlüsse abgestimmt werden. Freie Ports und ausreichender Platz erleichtern spätere Erweiterungen.

Glasfasertechnik für FTTH und Gebäudenetze

Glasfaserleitungen übertragen Daten mithilfe von Lichtsignalen. Sie ermöglichen hohe Datenraten über große Entfernungen und sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen. Bei einem FTTH-Anschluss wird die Glasfaserleitung bis in das Gebäude oder direkt bis zur Wohneinheit geführt.

Für den Aufbau und die Weiterführung eines Glasfaseranschlusses werden unter anderem Hausanschlussboxen, FTTH-Anschlusssets, Glasfaser-Keystonemodule, Pigtails und Spleißkassetten benötigt. Fasertyp, Steckverbinder und Kupplungen müssen technisch aufeinander abgestimmt sein.

FTTH und Hausanschluss

Die Hausanschlussbox bildet den Übergabepunkt der Glasfaserleitung im Gebäude. Von dort wird die Verbindung zur Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose oder zu weiteren Komponenten der Gebäudeverkabelung geführt.

Pigtails und Spleißtechnik

Ein Pigtail besitzt an einem Ende einen vormontierten Glasfaserstecker. Das offene Faserende wird mit der Gebäudefaser verspleißt und anschließend geschützt in einer Spleißkassette abgelegt.

Multimedia-Verkabelung für Antenne und HDMI

Neben LAN und Glasfaser gehören auch Antennen- und Multimedia-Anschlüsse zur festen Gebäudeverkabelung. Antennendosen verteilen TV-, Radio- oder Satellitensignale über Koaxialleitungen.

Abhängig vom Aufbau der Anlage kommen Durchgangsdosen, Enddosen oder Stichleitungsdosen zum Einsatz. HDMI-Anschlusslösungen ermöglichen die feste Weiterleitung digitaler Bild- und Tonsignale, beispielsweise in Wohnräumen, Besprechungsräumen oder Präsentationsbereichen.

Koaxialkabel für TV, Radio und Satellit

Koaxialkabel bestehen aus Innenleiter, Isolation, Schirmung und Außenmantel. Für Antennen- und Satellitenanlagen werden üblicherweise Leitungen mit einem Wellenwiderstand von 75 Ohm eingesetzt. Die Schirmung schützt das Signal vor äußeren Störungen.

Weitere Auswahlkriterien sind Kabeldurchmesser, Dämpfung, Schirmungsmaß, Brandklasse und der vorgesehene Einsatzort. Für Außenbereiche und Feuchträume müssen dafür geeignete Kabelausführungen verwendet werden.

Worauf es bei der Planung eines Netzwerks ankommt

Netzwerkanschlüsse sollten bei Neubau und Sanierung frühzeitig eingeplant werden. Sinnvolle Positionen befinden sich insbesondere an Arbeitsplätzen, Fernsehplätzen, Access-Point-Standorten, Netzwerkkameras und im Technikraum.

Zusätzliche Leerrohre, freie Anschlüsse und ein ausreichend großer Netzwerkschrank erleichtern spätere Erweiterungen. Auch die Anzahl der benötigten Leitungen sollte nicht nur nach dem aktuellen Bedarf geplant werden.

  • Netzwerkleitungen sternförmig zum zentralen Verteiler führen
  • Daten- und Stromleitungen fachgerecht voneinander trennen
  • ausreichend große Leerrohre und Kabelwege vorsehen
  • Leitungen und Netzwerkanschlüsse eindeutig beschriften
  • die Kabelkategorie über die gesamte Übertragungsstrecke berücksichtigen
  • Netzwerkdosen und Patchpanel nach der Installation prüfen

Netzwerkverkabelung im Neubau und bei der Sanierung

Im Neubau können Netzwerkleitungen direkt in Leerrohren oder vorgesehenen Kabelwegen verlegt werden. Dadurch lassen sich Netzwerkdosen an allen relevanten Positionen einplanen und zentrale Komponenten übersichtlich im Technikraum unterbringen.

Bei einer Sanierung hängt die Umsetzung von den vorhandenen Installationswegen ab. Kabelkanäle, Sockelleistenkanäle, vorhandene Leerrohre oder nachträglich geschaffene Leitungswege ermöglichen auch in Bestandsgebäuden eine feste LAN-Verkabelung.

Häufige Fragen zur Netzwerktechnik

Was gehört zu einer vollständigen LAN-Installation?
Was ist der Unterschied zwischen Cat.6A und Cat.7?
Kann ein Cat.7-Kabel an eine RJ45-Netzwerkdose angeschlossen werden?
Wird für eine doppelte Netzwerkdose ein Duplex-Kabel benötigt?
Was ist der Unterschied zwischen Verlegekabel und Patchkabel?
Wann ist Glasfaser statt Kupfer sinnvoll?
Was bedeutet FTTH?
Dürfen Netzwerk- und Stromkabel gemeinsam verlegt werden?