Installationsleitung
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J-Y(ST)Y Fernmeldeleitungen sind für feste Leitungswege in geeigneten Telefon-, Kommunikations-, Türsprech- und Signalanlagen vorgesehen. Sie verbinden Anschlussstellen, Sprechstellen oder Verteiler innerhalb der Gebäudeinstallation. Welche Telefonleitung zur Anwendung passt, richtet sich nach dem jeweiligen System und den Anforderungen des Leitungswegs.
Telefonkabel und Fernmeldekabel werden für feste Leitungswege in geeigneten Fernsprech-, Kommunikations-, Mess- und Signalanlagen eingesetzt. Eine verbreitete Bauart ist J-Y(ST)Y – eine geschirmte Fernmelde-Installationsleitung mit massiven Kupferleitern und PVC-Außenmantel.
Bei J-Y(ST)Y sind Ausführungen wie 2×2×0,6 und 2×2×0,8 verbreitet. Die letzte Zahl bezeichnet dabei den Leiternenndurchmesser in Millimetern und nicht den Leiterquerschnitt in mm². Für die Auswahl sind vor allem angeschlossenes System, Anzahl der Adernpaare, Leiterdurchmesser, Leitungslänge, Schleifenwiderstand, Schirmung und der vorgesehene Installationsweg maßgeblich.
Die Typenbezeichnung beschreibt den grundsätzlichen Leitungsaufbau und grenzt J-Y(ST)Y von Netzwerk-, Bus- und Energieleitungen ab.
„J“ kennzeichnet eine Installationsleitung innerhalb der Fernmeldeleitungs-Kurzzeichen.
Das erste „Y“ kennzeichnet PVC als Isolationswerkstoff der einzelnen Leiter.
„(ST)“ kennzeichnet den statischen Gesamtschirm, typischerweise aus aluminiumkaschierter Folie mit Beidraht zur Schirmkontaktierung.
Das zweite „Y“ beschreibt den PVC-Außenmantel der Fernmeldeleitung.
Die Bezeichnungen 2×2×0,6 und 2×2×0,8 beschreiben den Aufbau typischer J-Y(ST)Y Telefon- und Fernmeldeleitungen. Die letzte Zahl ist dabei eine Durchmesserangabe in Millimetern und keine Querschnittsangabe in mm².
Die Leitung besitzt zwei zusammengehörige Adernpaare mit insgesamt vier Einzeladern.
J-Y(ST)Y wird typischerweise mit blanken, eindrähtigen Kupferleitern aufgebaut.
Die Zahl bezeichnet den Nenn-Durchmesser des massiven Kupferleiters.
Der größere Kupferleiter weist gegenüber 0,6 mm einen niedrigeren Leiterwiderstand auf.
Wichtig: 0,8 mm ist nicht 0,8 mm². Bei J-Y(ST)Y steht die letzte Zahl für den Leiternenndurchmesser. 0,6 mm und 0,8 mm beschreiben also zwei unterschiedliche Leiterdurchmesser; daraus lässt sich keine Aussage wie „flexibel“ oder „starr“ ableiten.
Bei zweipaarigen J-Y(ST)Y-Installationsleitungen werden die vier Adern typischerweise als Sternvierer gekennzeichnet. Die Farbkombination hilft dabei, die zusammengehörigen Leiter eindeutig zuzuordnen.
Rot und Schwarz bilden bei der typischen 2×2-Ausführung das erste zusammengehörige Adernpaar.
Weiß und Gelb bilden bei der typischen 2×2-Ausführung das zweite zusammengehörige Adernpaar.
Die Aderfarbe kennzeichnet die Zuordnung innerhalb der Leitung. Welche elektrische Funktion ein Adernpaar in einer Telefon-, Türkommunikations- oder Signalanlage übernimmt, richtet sich nach dem jeweiligen System und dessen Anschlussplan.
Welcher Leiterdurchmesser zur Installation passt, richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Kommunikations- oder Signalsystems. Die größere Ausführung ist nicht automatisch für jede Anlage nötig.
J-Y(ST)Y mit 0,6-mm-Leitern besitzt einen kleineren metallischen Leiterquerschnitt als die entsprechende 0,8-mm-Ausführung.
Ob diese Leitung zum vorgesehenen System und Leitungsweg passt, ergibt sich aus den technischen Vorgaben der Installation.
Der größere Leiterdurchmesser reduziert den elektrischen Leiter- beziehungsweise Schleifenwiderstand gegenüber 0,6 mm.
Das kann insbesondere bei längeren Leitungswegen oder Systemen mit vorgegebenem maximalem Schleifenwiderstand relevant sein.
Schleifenwiderstand macht den Unterschied greifbar: Bei typischen J-Y(ST)Y-Daten werden für 0,6-mm-Leiter maximal etwa 130 Ω/km und für 0,8-mm-Leiter etwa 73,2 Ω/km bei 20 °C angegeben. Maßgeblich bleiben die technischen Daten der konkreten Leitung sowie die Systemvorgaben zu Leitungslänge und zulässigem Schleifenwiderstand.
Das angeschlossene System gibt die wesentlichen Anforderungen vor. Die Leitungswahl sollte deshalb nicht nur nach einem bekannten Typencode erfolgen.
Telefon-, Türkommunikations- oder Signalanwendung zuerst bestimmen.
0,6 oder 0,8 mm passend zu den Systemvorgaben auswählen.
Leitungsweg und zulässigen Schleifenwiderstand mit einbeziehen.
Störumgebung, Leitungsführung und Schirmanschluss gemeinsam planen.
Innenbereich, Feuchtraum und geschützten Außenbereich produktbezogen prüfen.
J-Y(ST)Y wird mit blanken, eindrähtigen Kupferleitern aufgebaut. Häufige Leiternenndurchmesser sind beispielsweise 0,6 und 0,8 mm.
Eine kunststoffkaschierte Aluminiumfolie mit Beidraht bildet den statischen Gesamtschirm der Fernmeldeleitung.
Bei typischen J-Y(ST)Y-Leitungen wird eine maximale Betriebsspannung von 300 V angegeben. Diese Angabe beschreibt die elektrische Auslegung der Fernmeldeleitung und ist keine Freigabe als Netz- oder Energieleitung für die Leistungsversorgung von 230-V-Verbrauchern.
J-Y(ST)Y ist für feste Leitungswege vorgesehen, beispielsweise auf und unter Putz sowie innerhalb dafür geeigneter Installationswege.
Die Leitung wird nicht nur für klassische Telefonanschlüsse eingesetzt. Entscheidend ist immer, dass das jeweilige Kommunikations- oder Signalsystem diese Leitungsart vorsieht.
Für geeignete klassische Fernsprech- und Kommunikationsinstallationen.
Je nach System für Ruf-, Audio-, Steuer- und weitere Kommunikationssignale.
Für dafür vorgesehene niederfrequente Mess- und Signalübertragungsaufgaben.
Für geeignete Kommunikations-, Ruf- und Nebenstellenanwendungen.
J-Y(ST)Y kann bei verschiedenen Türkommunikationssystemen als mögliche Leitungsart vorgesehen sein. Welche Aderzahl, welcher Leiterdurchmesser und welche maximale Strecke zulässig sind, richtet sich immer nach dem konkreten System.
Audio-, Video- und Bussysteme können unterschiedliche Anforderungen an Verkabelung, Teilnehmerzahl, Leitungslänge und Versorgung stellen.
Passende Innenstationen, Außenstationen und Systemkomponenten befinden sich unter Türkommunikation & Türsprechanlagen .
Ähnliche Leiteranordnungen bedeuten nicht, dass unterschiedliche Kommunikationsleitungen technisch gegeneinander austauschbar sind.
Für geeignete Fernsprech-, Kommunikations-, Mess- und Signalanwendungen.
Für strukturierte Ethernet-Netzwerke werden entsprechend kategorisierte Netzwerkleitungen und passende Anschlusskomponenten verwendet.
LAN-Datenkabel ansehenFür KNX TP ist eine dafür vorgesehene Busleitung die passende Produktgruppe.
KNX/EIB Kabel ansehenJ-Y(ST)Y nicht als allgemeinen Ersatz für moderne LAN- oder KNX-Leitungen einplanen. Maßgeblich ist immer die Freigabe des jeweiligen Übertragungssystems.
J-Y(ST)Y ist grundsätzlich für feste Leitungswege vorgesehen. Welche Bereiche zulässig sind, hängt von der konkreten Kabelausführung, dem Mantelwerkstoff und den jeweiligen Produktangaben ab.
Bei Rohr- und Kanalwegen sollten Kabeldurchmesser, Rohrbelegung, Biegeradien und Richtungswechsel bereits vor dem Einziehen berücksichtigt werden.
Bei längeren Strecken oder mehreren Bögen können Einziehband, Glasfaserstäbe, geeignete Abrolltechnik und bei Bedarf Kabelgleitmittel den Kabelzug unterstützen.
Weitere Hinweise stehen im Voltking-Ratgeber Kabel einziehen mit Runpotec . Passende Systeme befinden sich unter Kabelzug- und Installationswerkzeuge .
Ob J-Y(ST)Y für eine bestimmte Telefon-, Türkommunikations- oder Signalanlage geeignet ist, hängt nicht allein von Leiterdurchmesser und Leitungslänge ab.
Zulässiger Schleifenwiderstand, Versorgung, Leitungsstruktur, Schirmung und Herstellerangaben des angeschlossenen Systems müssen gemeinsam berücksichtigt werden.
Audio- und Video-Türsprechanlagen, Innenstationen, Außenstationen und Systemkomponenten.
Türkommunikation ansehenNetzwerkkabel und Verlegekabel für strukturierte Ethernet-Installationen.
LAN-Datenkabel ansehenSpeziell vorgesehene Busleitungen für KNX-TP-Gebäudeautomation.
KNX/EIB Kabel ansehenWeitere Inhalte zu Kabelauswahl, Leitungswegen und Installation.
Wissenswelt entdeckenAntworten auf zentrale Fragen zu J-Y(ST)Y, 2×2×0,6 und 2×2×0,8, Aderfarben, Schirmung, Schleifenwiderstand, Verlegung, Türkommunikation und LAN.
J-Y(ST)Y ist eine geschirmte Fernmelde-Installationsleitung mit massiven Kupferleitern. Sie wird für geeignete Fernsprech-, Kommunikations-, Mess- und Signalübertragungsaufgaben eingesetzt.
2×2 bezeichnet zwei Adernpaare mit insgesamt vier Leitern. Die Angabe 0,8 steht für den Leiternenndurchmesser von 0,8 mm und nicht für 0,8 mm² Leiterquerschnitt.
Bei typischen zweipaarigen J-Y(ST)Y-Installationsleitungen werden Rot/Schwarz und Weiß/Gelb als zusammengehörige Adernpaare verwendet. Die Farben dienen der Leiterzuordnung; die konkrete elektrische Funktion richtet sich nach dem angeschlossenen Kommunikations- oder Signalsystem.
Der Unterschied liegt im Leiternenndurchmesser. Typische J-Y(ST)Y-Daten nennen bei 20 °C einen maximalen Schleifenwiderstand von etwa 130 Ω/km für 0,6 mm und 73,2 Ω/km für 0,8 mm. Welche Ausführung benötigt wird, hängt trotzdem von Leitungslänge, zulässigem Schleifenwiderstand und den Vorgaben des Systems ab.
(ST) kennzeichnet den statischen Schirm der Leitung. Bei den typischen J-Y(ST)Y-Ausführungen besteht er aus einer kunststoffkaschierten Aluminiumfolie mit Beidraht und reduziert elektromagnetische Störeinflüsse.
Bei typischen J-Y(ST)Y-Leitungen bezeichnet 300 V die maximale Betriebsspannung der Fernmeldeleitung. Die Angabe darf nicht mit einer Freigabe als 230-V-Netz- oder Energieleitung verwechselt werden; J-Y(ST)Y ist für Kommunikations-, Mess- und Signalaufgaben vorgesehen.
Das ist bei vielen dafür ausgelegten Türkommunikationssystemen möglich. Erforderliche Leitungseigenschaften und maximale Strecke richten sich jedoch nach den Vorgaben des jeweiligen Systems.
J-Y(ST)Y ist eine Fernmelde- beziehungsweise Signalleitung und kein allgemeiner Ersatz für moderne Ethernet-Verlegekabel. Für strukturierte LAN-Netzwerke sollten entsprechend kategorisierte Netzwerkleitungen und passende Anschlusskomponenten verwendet werden.
Geeignete J-Y(ST)Y-Ausführungen können für feste Verlegung auf oder unter Putz sowie in trockenen und feuchten Räumen vorgesehen sein. Maßgeblich sind die Produktangaben der konkreten Leitung und die Anforderungen der Gesamtinstallation.
Eine feste Außenverlegung am Gebäude kann bei entsprechend freigegebenen J-Y(ST)Y-Ausführungen möglich sein. Dabei sind insbesondere UV- und Sonneneinstrahlung sowie die konkrete Produktfreigabe zu beachten. Für die direkte Erdverlegung ist J-Y(ST)Y in der üblichen Installationsausführung nicht vorgesehen.
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