Historische Bezeichnung
EIB entstand als früher europäischer Installationsbus für die Gebäudeautomation und bildet einen wichtigen technischen Ursprung des heutigen KNX-Systems.
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KNX/EIB Busleitungen bilden die kabelgebundene Verbindung zwischen Tastern, Sensoren, Aktoren und weiteren Komponenten einer KNX-Installation. In geeigneten KNX-TP-Systemen übertragen sie Busversorgung und Steuertelegramme für Funktionen der Gebäudeautomation. Für die Auswahl sind Systemvorgaben, Leitungsbauart und Verlegebedingungen maßgeblich.
KNX/EIB Kabel verbinden die Teilnehmer eines kabelgebundenen KNX-TP-Systems. Über die KNX-Busleitung werden die Busversorgung und Steuertelegramme zwischen Tastern, Sensoren, Aktoren, Spannungsversorgungen, Schnittstellen und weiteren Komponenten der Gebäudeautomation übertragen.
Für KNX TP werden dafür vorgesehene Twisted-Pair-Busleitungen verwendet. Typische Ausführungen tragen Bezeichnungen wie YCYM beziehungsweise EIB-Y(St)Y 2×2×0,8. Für die Auswahl und Verlegung sind Leitungsaufbau, Schirmung, Mantelmaterial, elektrische Kennwerte, Leitungsweg, Umgebungsbedingungen und die Anforderungen der gesamten KNX-Installation maßgeblich.
EIB steht für European Installation Bus und ist eines der Systeme, aus denen der heutige KNX-Standard hervorging. Die Organisationen hinter EIB, BatiBUS und EHS schlossen sich 1999 zur späteren KNX Association zusammen. Deshalb werden Begriffe wie EIB-Kabel, EIB-Busleitung, KNX-Kabel und KNX/EIB-Leitung bis heute parallel verwendet.
EIB entstand als früher europäischer Installationsbus für die Gebäudeautomation und bildet einen wichtigen technischen Ursprung des heutigen KNX-Systems.
KNX führt die Entwicklung zu einem herstellerübergreifenden Standard fort und unterstützt verschiedene Übertragungsmedien – darunter KNX TP über eine dedizierte Twisted-Pair-Busleitung.
Für die Produktauswahl entscheidend: Nicht allein die Bezeichnung „EIB“, „KNX“ oder die grüne Mantelfarbe bestimmt die Eignung. Maßgeblich sind Leitungsbauart, technische Daten und die Freigabe für die geplante KNX-TP-Installation.
Die Bezeichnung 2×2×0,8 beschreibt den Leiteraufbau einer typischen zweipaarigen KNX/EIB-Busleitung: zwei Adernpaare mit insgesamt vier massiven Kupferleitern. Die letzte Zahl bezeichnet den Leiterdurchmesser von 0,8 mm – nicht einen Leiterquerschnitt von 0,8 mm².
Die vier Leiter sind zu zwei Paaren zusammengefasst. Typisch sind die Farbkombinationen Rot/Schwarz und Weiß/Gelb.
Insgesamt befinden sich vier isolierte massive Kupferleiter innerhalb des gemeinsamen Kabelmantels.
„0,8“ steht für den Leiternenndurchmesser von 0,8 mm. Durchmesser und Leiterquerschnitt sind unterschiedliche Angaben.
Die verdrillte Paarstruktur unterstützt die störungsarme Signalübertragung im KNX-TP-Bussystem.
Aderfarben und grüner Mantel als Orientierung: Bei typischen zweipaarigen KNX-TP-Leitungen werden Rot/Schwarz und Weiß/Gelb verwendet. Ein grüner Außenmantel ist verbreitet und erleichtert die Erkennung auf der Baustelle, ersetzt aber nicht die Prüfung der technischen KNX-Eignung.
Bei KNX TP werden über das vorgesehene Buspaar sowohl die Versorgung der KNX-Teilnehmer als auch Datentelegramme übertragen. Bei typischen zweipaarigen KNX-Busleitungen wird dafür Rot/Schwarz verwendet. Weiß/Gelb steht als zusätzliches Paar für Reserve oder dafür vorgesehene Hilfs- und Zusatzaufgaben zur Verfügung.
Das rot-schwarze Aderpaar führt die vorgesehene KNX-Busspannung zu den Teilnehmern.
Über dasselbe Aderpaar werden die KNX-Telegramme zwischen den Busgeräten übertragen.
Sensoren senden Informationen und Befehle; adressierte Aktoren setzen die projektierte Funktion um.
Weiß/Gelb wird für die eigentliche KNX-TP-Kommunikation üblicherweise nicht benötigt und kann projektabhängig als Reserve dienen.
KNX-Busspannung nicht mit Kabel-Nennspannung verwechseln: KNX-TP-Spannungsversorgungen arbeiten typischerweise mit einer Busspannung von rund 29 bis 30 V DC als Sicherheitskleinspannung. Herstellerangaben wie 250 V beziehungsweise 250/250 V oder eine Prüfspannung von 4 kV beziehen sich dagegen auf die elektrische Auslegung der Busleitung und nicht auf die normale Betriebsspannung des KNX-Busses.
Bei KNX TP ist die zulässige Leitungslänge nicht nur eine Eigenschaft des Kabels, sondern Teil der Systemplanung. Spannungsversorgung, Teilnehmer, Leitungswege und Topologie müssen gemeinsam betrachtet werden.
Für eine KNX-TP-Linie beziehungsweise ein Leitungssegment werden typischerweise bis zu 1000 m Gesamtleitung angesetzt.
Zwischen KNX-Spannungsversorgung und einem Teilnehmer werden typischerweise maximal 350 m berücksichtigt.
Zwischen zwei Busgeräten kann innerhalb der KNX-TP-Planungsgrenzen eine größere Strecke als zur Spannungsversorgung zulässig sein.
Linien-, Baum- und verzweigte Strukturen lassen sich kombinieren. Geschlossene Ringverbindungen sind zu vermeiden.
Planungswerte sind keine reine Kabellängen-Faustregel: Stromaufnahme der Teilnehmer, Dimensionierung der Spannungsversorgung, Linienstruktur und mögliche Koppler beeinflussen die KNX-Planung. Für das konkrete Projekt sind deshalb die KNX-Systemvorgaben und Gerätedaten maßgeblich.
Für eine KNX-TP-Installation sollte eine dafür vorgesehene Busleitung gewählt werden. Neben dem häufig verwendeten Aufbau 2×2×0,8 sind insbesondere die technischen Freigaben der konkreten Leitung und der geplante Verlegeweg entscheidend.
Eine für das Twisted-Pair-Bussystem spezifizierte Leitung auswählen.
Aderaufbau, Schirmung, Mantelmaterial und elektrische Kennwerte prüfen.
Trassenlänge, Topologie und spätere Erweiterungsmöglichkeiten gemeinsam planen.
Putz, Rohr, Kanal und weitere Installationswege gemäß Produktfreigabe planen.
Feuchtigkeit, Außenbereich und Sonneneinstrahlung artikelbezogen bewerten.
KNX-Busleitungen, Ethernet-Datenkabel und Energieleitungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ein ähnlicher Aufbau oder verdrillte Adern bedeuten nicht automatisch, dass die Leitungen gegeneinander austauschbar sind.
Für Busversorgung und Kommunikation zwischen KNX-TP-Teilnehmern innerhalb einer Gebäudeautomationsanlage vorgesehen.
Ethernet-Leitungen sind für Netzwerk- und Datenkommunikation ausgelegt. Für geplante LAN-Installationen befinden sich passende Datenkabel in einer eigenen Kategorie.
NYM, NYY und andere Energieleitungen versorgen elektrische Verbraucher. Eine KNX-Busleitung ersetzt keine Netzleitung für deren Leistungsversorgung.
Für geplante KNX-TP-Installationen eine dafür vorgesehene Busleitung verwenden: Die KNX Association unterscheidet registrierte beziehungsweise zertifizierte KNX-TP-Kabel mit definierten Anforderungen. Ein beliebiges Twisted-Pair- oder Netzwerkkabel sollte deshalb nicht allein wegen seines mechanischen Aufbaus als gleichwertiger Ersatz eingeplant werden.
Geeignete KNX/EIB-Busleitungen können innerhalb ihrer Produktfreigabe auf unterschiedlichen Installationswegen fest verlegt werden. Entscheidend ist deshalb immer die konkrete Leitungsbauart – nicht allein die Bezeichnung „KNX-Kabel“.
Entsprechend freigegebene YCYM-Busleitungen können auf, im oder unter Putz fest verlegt werden.
Die zulässige Verlegeart ergibt sich aus den technischen Angaben der jeweiligen Leitung.
KNX-Busleitungen lassen sich in geeigneten Installationsrohren oder Kabelkanälen führen.
Rohrdurchmesser, Länge, Anzahl der Bögen und vorhandene Belegung sollten frühzeitig berücksichtigt werden.
Bestimmte YCYM-Ausführungen sind für trockene, feuchte und nasse Räume vorgesehen. „Nass“ bedeutet dabei nicht automatisch, dass die Leitung dauerhaft im Wasser liegen darf.
Maßgeblich bleibt die Produktfreigabe der konkreten Busleitung.
Bestimmte YCYM-Bauarten können im Freien eingesetzt werden, wenn die dafür genannten Bedingungen eingehalten werden.
Häufig ist insbesondere Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung erforderlich. Für eine direkte Erdverlegung sind typische YCYM-KNX-Leitungen nicht vorgesehen.
Bei dafür vorgesehenen KNX-TP-Busleitungen kann eine benachbarte oder gemeinsame Leitungsführung mit Netzleitungen zulässig sein. Entscheidend sind jedoch der Isolationsaufbau der konkreten Busleitung und die Anforderungen der gesamten Elektroinstallation.
Prüfspannung, Isolationsaufbau und die Freigaben der konkreten KNX-Leitung gehören zur Beurteilung des zulässigen Verlegewegs.
Schirmung oder grüne Mantelfarbe allein reichen dafür nicht als Auswahlkriterium.
Auch bei einer geeigneten Busleitung müssen die Anforderungen an Leitungsführung, Anschlussstellen, Dosen, Verteiler und Betriebsmittel eingehalten werden.
Herstellerangaben der eingesetzten Leitung und Komponenten bleiben maßgeblich.
Die Busleitung bildet die kabelgebundene Verbindung zwischen den KNX-TP-Teilnehmern. Für eine vollständige KNX-Anlage werden zusätzlich passende Sensoren, Aktoren, Spannungsversorgungen, Koppler und Schnittstellen benötigt.
Je nach Projekt gehören beispielsweise Tastsensoren, Präsenzmelder, Schalt- und Jalousieaktoren, KNX-Spannungsversorgungen, Koppler, IP-Schnittstellen, Raumcontroller und weitere Systemgeräte zur Installation.
Passende Komponenten verschiedener Hersteller befinden sich in der Voltking-Kategorie KNX Gebäudeautomation & Smart Home Systeme .
Wird die Busleitung durch ein Installationsrohr geführt, beeinflussen Rohrdurchmesser, Leitungslänge, Biegeradien und vorhandene Rohrbelegung den Kabelzug.
Lange Strecken und mehrere enge Bögen erhöhen die Reibung und erschweren das kontrollierte Einziehen der Busleitung.
Auch spätere Erweiterungen profitieren von ausreichend freiem Rohrquerschnitt.
Einziehsystem, Zugverbindung und gegebenenfalls geeignetes Kabelgleitmittel sollten zum Leitungsaufbau und Rohrverlauf passen.
Hohe Zugkräfte oder zu enge Biegeradien sollten vermieden werden.
Ausführliche Hinweise zu Einziehband, Glasfaserstäben, Rohrdurchmesser, Bögen, Kabelabrollern und Kabelgleitmittel stehen im Voltking-Ratgeber Kabel einziehen mit Runpotec .
Einziehbänder, Glasfaserstäbe, Kabelabroller und Zubehör für Installationsrohre und Leitungswege.
Kabelzug-Werkzeuge ansehenRohrdurchmesser, Bögen, Einziehsysteme, Abrolltechnik und Kabelgleitmittel richtig einordnen.
Kabelzieh-Ratgeber lesenWeitere Inhalte zu Kabelauswahl, Leitungswegen, Erdkabeln und Verbindungstechnik.
Wissenswelt entdeckenBei KNX ist die Verkabelung Teil der Systemarchitektur. Leitungswege, Linienstruktur, Spannungsversorgung, Teilnehmer und mögliche spätere Erweiterungen sollten deshalb gemeinsam geplant werden.
Installation, Prüfung und Inbetriebnahme einer KNX-Anlage erfordern elektrotechnische Fachkenntnisse sowie eine fachgerechte KNX-Projektierung.
Sensoren, Aktoren, Spannungsversorgungen, Schnittstellen und weitere KNX-Systemkomponenten.
KNX System ansehenWeitere Leitungsarten für Elektroinstallation, Kommunikation und Stromversorgung.
Kabel & Leitungen ansehenInstallationsrohre, Dosen und weiteres Material für Leitungswege und Anschlüsse.
Elektroinstallation ansehenAntworten auf wichtige Fragen zu KNX-Busleitungen, EIB, KNX TP, 2×2×0,8, Busspannung, Leitungslänge, Verlegung und Gebäudeautomation.
Ein KNX/EIB Kabel ist eine für die Buskommunikation in einer KNX-TP-Installation vorgesehene Leitung. Über das Buspaar werden KNX-Teilnehmer miteinander verbunden; bei KNX TP werden Busversorgung und Datentelegramme gemeinsam übertragen.
EIB steht für European Installation Bus und ist eines der Systeme, aus denen der heutige KNX-Standard hervorging. Die Organisationen hinter EIB, BatiBUS und EHS schlossen sich 1999 zusammen. Deshalb wird die historische Bezeichnung EIB bei Busleitungen bis heute häufig weiterverwendet.
Die Bezeichnung beschreibt zwei Adernpaare mit insgesamt vier Leitern. Die Angabe 0,8 bezeichnet den Leiternenndurchmesser von 0,8 mm und nicht einen Leiterquerschnitt von 0,8 mm².
Bei typischen zweipaarigen KNX/EIB-Busleitungen werden Rot/Schwarz und Weiß/Gelb verwendet. Rot/Schwarz dient dem eigentlichen KNX-TP-Bus; Weiß/Gelb steht als zusätzliches Aderpaar für Reserve oder dafür vorgesehene Hilfs- und Zusatzaufgaben zur Verfügung.
KNX-TP-Spannungsversorgungen arbeiten typischerweise mit einer Busspannung von rund 29 bis 30 V DC als Sicherheitskleinspannung. Über das rot-schwarze Buspaar werden sowohl diese Busversorgung als auch Datentelegramme übertragen.
Bei typischen KNX/EIB-Busleitungen wird Rot/Schwarz für den eigentlichen KNX-TP-Bus genutzt. Weiß/Gelb wird für die Buskommunikation üblicherweise nicht benötigt und kann je nach Systemplanung als Reserve oder für dafür zulässige weitere Aufgaben dienen.
Für eine KNX-TP-Linie werden typischerweise bis zu 1000 m Gesamtleitung berücksichtigt. Als weitere Planungsgrenzen gelten etwa 350 m zwischen Spannungsversorgung und Teilnehmer sowie bis zu 700 m zwischen zwei Busgeräten. Die konkrete Planung muss zusätzlich Stromaufnahme, Spannungsversorgung und Topologie berücksichtigen.
Angaben wie 250 beziehungsweise 250/250 V beschreiben die elektrische Auslegung der Leitung; 4 kV bezeichnet eine Prüfspannung bestimmter Busleitungen. Diese Werte sind nicht mit der normalen KNX-Busspannung von rund 29 bis 30 V DC zu verwechseln.
Nein. Grün ist eine verbreitete Mantelfarbe für KNX/EIB-Busleitungen, die Farbe allein bestätigt aber keine Eignung für KNX TP. Entscheidend sind Leitungsbauart, technische Daten und die entsprechende Produktfreigabe.
Ein Ethernet-Netzwerkkabel kann nicht allein wegen seiner verdrillten Adern als gleichwertige KNX-TP-Busleitung eingeplant werden. Für eine fachgerecht geplante KNX-Installation sollte eine dafür vorgesehene beziehungsweise entsprechend registrierte oder spezifizierte Busleitung verwendet werden.
Geeignete KNX/EIB-Busleitungen können innerhalb ihrer Produktfreigabe auf, im und unter Putz sowie in Installationsrohren oder Kabelkanälen fest verlegt werden. Maßgeblich sind die technischen Angaben der konkreten Leitung.
Bei dafür vorgesehenen KNX/EIB-Busleitungen kann eine benachbarte oder gemeinsame Leitungsführung mit Netzleitungen zulässig sein. Entscheidend sind der Isolationsaufbau der konkreten Leitung und die Anforderungen der gesamten Elektroinstallation, insbesondere an Leitungsführung und Anschlussbereiche.
Bestimmte KNX/EIB-Busleitungen können innerhalb ihrer Produktfreigabe im Freien verlegt werden. Bei typischen YCYM-Ausführungen ist dabei häufig Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung erforderlich. Für die direkte Erdverlegung sind solche Leitungen in der Regel nicht vorgesehen.
Nein. Eine KNX-TP-Busleitung dient dem Bussystem und ist keine Netzleitung zur Versorgung von 230- oder 400-V-Verbrauchern. Sie überträgt innerhalb des KNX-Busses jedoch sowohl Datentelegramme als auch die vorgesehene Bus-Kleinspannung für KNX-Teilnehmer.
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