Normenbezeichnung
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NYM-J Mantelleitung für die feste Verlegung in Wohnbau, Renovierung und klassischer Elektroinstallation. Im Sortiment stehen 3-adrige und 5-adrige Installationskabel in mehreren Querschnitten wie 1,5 mm², 2,5 mm², 4 mm², 6 mm² und 10 mm² sowie in verschiedenen Ringlängen für passende Strom- und Installationsaufgaben.
NYM-Mantelleitungen gehören zu den klassischen Leitungen für die feste Elektroinstallation in Gebäuden. Häufig werden sie auch als NYM-Kabel, NYM-Installationskabel, Installationsleitung, Elektrokabel oder Stromkabel gesucht. Innerhalb der vorgesehenen Einsatzbedingungen können NYM-Leitungen beispielsweise auf, über, im und unter Putz sowie im Mauerwerk und in geeignetem Beton verlegt werden.
Bezeichnungen wie NYM-J 3×1,5, 3×2,5, 5×1,5 oder 5×2,5 kombinieren Leitungsart, Aderzahl und Leiterquerschnitt. Sie legen jedoch weder den Verwendungszweck noch die zulässige Strombelastung eines Stromkreises pauschal fest. Für die Auswahl sind unter anderem Aderzahl, Querschnitt, Absicherung, Leitungslänge, Verlegeart, Spannungsfall und Installationsumgebung gemeinsam zu betrachten.
NYM-J kennzeichnet die Ausführung mit grün-gelbem Schutzleiter. Für NYM-Mantelleitungen dieser Bauart ist eine Nennspannung U0/U von 300/500 V typisch. Diese Spannungsangabe beschreibt die elektrische Auslegung der Leitung und ist nicht mit einer pauschal zulässigen Leistung oder Absicherung gleichzusetzen.
Die Typenbezeichnung einer NYM-Leitung gibt Hinweise auf Aufbau und Ausstattung. Besonders relevant ist der Zusatz hinter der eigentlichen Leitungsbezeichnung.
Das „N“ kennzeichnet die Zugehörigkeit zu einer genormten Leitungsbauart.
Das „Y“ steht für PVC als Isolierwerkstoff der Adern.
Die zusammengefassten Adern sind von einem gemeinsamen schützenden Außenmantel umgeben.
„-J“ kennzeichnet eine Ausführung mit grün-gelbem Schutzleiter.
NYM-J und NYM-O nicht verwechseln: Der Zusatz „-J“ kennzeichnet eine Leitung mit grün-gelbem Schutzleiter, „-O“ eine Ausführung ohne grün-gelbe Schutzleiterader. Für die Auswahl muss deshalb immer die vollständige Typenbezeichnung betrachtet werden.
Die Nennspannung einer NYM-Mantelleitung wird als U0/U angegeben. Bei 300/500 V beschreiben die beiden Werte unterschiedliche Spannungsbezüge innerhalb des Leitungssystems.
U0 bezeichnet die Nennspannung zwischen einem isolierten Leiter und Erde beziehungsweise einem geerdeten Bezugspunkt.
U bezeichnet die Nennspannung zwischen zwei Leitern einer mehradrigen Leitung.
Wichtig: Die Angabe 300/500 V ist keine Leistungsangabe in Watt und keine Angabe zur zulässigen Absicherung. Ob eine NYM-J-Leitung für einen konkreten Stromkreis geeignet ist, ergibt sich aus der gesamten elektrischen Planung.
Eine NYM-Leitung sollte nicht allein anhand einer bekannten Bezeichnung wie 3×1,5 oder 5×2,5 ausgewählt werden. Für eine fachgerechte Dimensionierung müssen mehrere Faktoren gemeinsam betrachtet werden.
Anzahl der benötigten Leiter entsprechend der geplanten Schaltung bestimmen.
Belastung, Leitungslänge, Absicherung und Verlegebedingungen gemeinsam berücksichtigen.
Aufputz, Unterputz, Mauerwerk oder andere vorgesehene Installationsarten berücksichtigen.
Leitungslänge beeinflusst unter anderem Spannungsfall und erforderliche Dimensionierung.
Trockene, feuchte, nasse oder geschützte Außenbereiche unterschiedlich bewerten.
Wenn Aderzahl oder Leiterquerschnitt bereits feststehen, führen die folgenden Schnellfilter direkt zu den passenden Produktansichten. So lassen sich beispielsweise NYM-J 1,5 mm², 2,5 mm² oder größere Querschnitte sowie 3-adrige und 5-adrige NYM-Leitungen gezielt anzeigen.
Wichtig: Die Filter erleichtern die Produktauswahl, ersetzen aber nicht die elektrische Dimensionierung. Welcher Querschnitt und welche Aderzahl benötigt werden, hängt unter anderem von Schaltung, Belastung, Absicherung, Leitungslänge, Verlegeart und Installationsbedingungen ab.
Die Aderzahl beschreibt, wie viele isolierte Leiter innerhalb der Mantelleitung vorhanden sind. Welche Aderzahl benötigt wird, richtet sich nach der geplanten elektrischen Schaltung.
Eine 3-adrige NYM-J-Leitung besitzt typischerweise eine grün-gelbe Schutzleiterader, eine blaue Ader sowie eine braune Ader. Welche Funktion die Leiter im Stromkreis übernehmen, ergibt sich aus der jeweiligen Schaltung und Installation.
Bezeichnungen wie NYM-J 3×1,5 oder NYM-J 3×2,5 kombinieren die Aderzahl mit dem Nennquerschnitt der einzelnen Leiter.
Eine 5-adrige NYM-J-Leitung stellt neben dem grün-gelben Schutzleiter weitere Adern für entsprechend aufgebaute Schaltungen und Versorgungsaufgaben bereit. Typisch sind dabei die Aderfarben blau, braun, schwarz und grau.
Typische Typenbezeichnungen sind beispielsweise NYM-J 5×1,5, 5×2,5 oder Ausführungen mit größeren Leiterquerschnitten.
Aderzahl ist keine Leistungsangabe: Eine 5-adrige Leitung ist nicht automatisch „stärker“ als eine 3-adrige Leitung. Aderzahl und Leiterquerschnitt beschreiben unterschiedliche Eigenschaften und müssen getrennt betrachtet werden.
Die Aderfarben einer NYM-J-Leitung unterstützen die eindeutige Zuordnung innerhalb der Elektroinstallation. Bei gängigen 3- und 5-adrigen Ausführungen treten insbesondere grün-gelb, blau sowie braun, schwarz und grau auf.
Die grün-gelbe Ader kennzeichnet bei NYM-J den Schutzleiter. Genau dieses Merkmal unterscheidet die „-J“-Ausführung von einer Typenvariante ohne grün-gelbe Schutzleiterader.
Die blaue Ader wird in typischen Installationen für den Neutralleiter verwendet. Die tatsächliche Leiterfunktion muss zur geplanten Schaltung und Kennzeichnung der Installation passen.
Braun, Schwarz und Grau werden bei mehradrigen Leitungen typischerweise für aktive Leiter beziehungsweise Außenleiter eingesetzt.
Aderfarbe, Aderzahl und Leiterquerschnitt liefern unterschiedliche Informationen. Die Farbe allein legt weder Belastbarkeit noch Verwendungszweck einer NYM-Leitung fest.
Der Leiterquerschnitt ist eines der wichtigsten Auswahlmerkmale einer Mantelleitung. Häufig vorkommende Typenbezeichnungen enthalten beispielsweise 1,5 mm² oder 2,5 mm², für andere Installationsaufgaben kommen auch größere Querschnitte zum Einsatz.
Querschnitt nicht nur nach Verbraucher auswählen: Für die Dimensionierung einer Leitung spielen unter anderem Strombelastung, Absicherung, Leitungslänge, Verlegeart, Umgebungstemperatur und weitere Installationsbedingungen zusammen.
NYM ist für die feste Verlegung vorgesehen und kann innerhalb der jeweiligen Produktfreigaben in unterschiedlichen Bereichen einer Gebäudeinstallation eingesetzt werden.
NYM kann für feste Installationen auf beziehungsweise über Putz eingesetzt werden, sofern die Verlegebedingungen zur Leitung passen.
Mantelleitungen können in geeigneten Installationen im beziehungsweise unter Putz geführt werden.
Auch die feste Verlegung im Mauerwerk gehört zu den typischen Einsatzmöglichkeiten von NYM.
NYM kann innerhalb der vorgesehenen Bedingungen auch in Beton verlegt werden. Ausgenommen ist die direkte Einbettung in Schüttel-, Rüttel- oder Stampfbeton.
NYM-Mantelleitungen sind nicht nur für klassische trockene Innenräume vorgesehen. Innerhalb der jeweiligen Produktbedingungen können sie auch in feuchten und nassen Räumen fest verlegt werden. Wichtig ist dabei die Abgrenzung: „feucht“ und „nass“ beschreiben nicht einfach zwei beliebige Abstufungen derselben Situation, sondern unterschiedliche Umgebungsbeanspruchungen einer elektrischen Installation.
In trockenen Räumen ist unter üblichen Bedingungen nicht damit zu rechnen, dass Feuchtigkeit oder Kondenswasser die elektrischen Betriebsmittel beeinträchtigen. Dazu zählen typischerweise viele Wohn-, Büro- und vergleichbare Innenbereiche.
Die konkrete Leitungsführung richtet sich trotzdem nach Stromkreis, Verlegeart und Installationsbedingungen.
Von einem feuchten Raum beziehungsweise Bereich spricht man praktisch dann, wenn erhöhte Feuchtigkeit, Kondenswasser oder vergleichbare Einflüsse die Sicherheit elektrischer Betriebsmittel beeinträchtigen können. Das kann beispielsweise in entsprechend feuchten, unbeheizten oder unzureichend belüfteten Bereichen relevant werden.
NYM kann innerhalb seiner vorgesehenen Einsatzbedingungen auch dort fest verlegt werden. Die übrigen Betriebsmittel der Installation müssen jedoch ebenfalls für die Umgebungsbedingungen geeignet sein.
Als nasser Raum oder nasser Bereich wird eine Umgebung praktisch dann eingeordnet, wenn Wasser regelmäßig unmittelbar auf Flächen oder Einrichtungen einwirkt, etwa wenn Fußböden, Wände oder Einrichtungen betrieblich oder zu Reinigungszwecken abgespritzt werden.
Auch hier kann NYM innerhalb der vorgesehenen Bedingungen fest verlegt werden. „Für nasse Räume geeignet“ bedeutet jedoch nicht, dass NYM dauerhaft im Wasser liegen oder beliebig direkter Wasserbeanspruchung ausgesetzt werden darf.
NYM kann innerhalb der dafür vorgesehenen Einsatzbedingungen auch im Freien verlegt werden, wenn die Leitung vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
Außenbereich, Feuchtigkeit und Erdverlegung sind dabei getrennt zu betrachten: Für die direkte Erdverlegung ist NYM nicht vorgesehen. Die konkrete Installationsumgebung und die Produktangaben bleiben maßgeblich.
Einfach eingeordnet: Bei „feucht“ steht vor allem eine erhöhte Feuchte- oder Kondenswasserbelastung im Vordergrund; bei „nass“ kommt eine regelmäßige unmittelbare Wassereinwirkung hinzu. Für die Planung reicht die Raumbezeichnung allein trotzdem nicht aus: Leitung, Betriebsmittel, Schutzmaßnahmen und tatsächliche Umgebungsbedingungen müssen zusammenpassen.
NYM und NYY erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Für die Auswahl ist vor allem entscheidend, ob die Leitung innerhalb einer Gebäudeinstallation, geschützt im Freien oder direkt im Erdreich verlegt werden soll.
NYM-J wird hauptsächlich für feste Elektroinstallationen in und an Gebäuden eingesetzt.
Die Leitung eignet sich innerhalb ihrer Einsatzbedingungen beispielsweise für trockene, feuchte und nasse Räume sowie verschiedene Auf- und Unterputzinstallationen.
NYY-Erdkabel sind für feste Installationen im Innen- und Außenbereich vorgesehen und können bei geeigneter Ausführung auch direkt im Erdreich verlegt werden.
Passende Varianten befinden sich unter NYY-Erdkabel .
Eine NYM-Mantelleitung ist nicht für die direkte Verlegung im Erdreich vorgesehen. Für dauerhaft im Boden geführte Stromversorgungen werden Kabeltypen eingesetzt, deren Produktfreigabe diese Verlegebedingungen ausdrücklich abdeckt.
Ein Leer- oder Schutzrohr bietet zusätzlichen mechanischen Schutz, erweitert aber nicht automatisch den vorgesehenen Einsatzbereich einer Leitung. Bei einer Führung in erdverlegten Rohrsystemen müssen deshalb die konkrete Verlegeart, mögliche Feuchtigkeit und die Produktangaben fachlich bewertet werden. Für direkte Erdverlegung sind beispielsweise NYY-Erdkabel die dafür vorgesehene Produktgruppe.
Weitere Hinweise zur Auswahl, Verlegung und Abgrenzung verschiedener Kabelarten enthält der Voltking-Ratgeber zum Verlegen von Erdkabeln .
Eine vollständige Leitungsbezeichnung lässt sich in einzelne Informationen zerlegen. Dadurch kann bereits vor dem Vergleich verschiedener Varianten erkannt werden, welcher grundsätzliche Aufbau vorliegt.
NYM-J beschreibt die Leitungsart mit Schutzleiter.
3 steht für drei Adern und 1,5 für einen Nennquerschnitt von jeweils 1,5 mm².
Diese Ausführung besitzt fünf Adern einschließlich Schutzleiter.
Der Nennquerschnitt jeder angegebenen Ader beträgt 1,5 mm².
Die Leitung besitzt fünf Adern und einen Nennquerschnitt von jeweils 2,5 mm².
Ob diese Leitung zu einem Stromkreis passt, lässt sich nicht allein aus der Typenbezeichnung ableiten.
NYM-J wird neben 1,5 mm² und 2,5 mm² auch in größeren Leiterquerschnitten eingesetzt. Welche Abmessung benötigt wird, ergibt sich aus der konkreten elektrischen Planung.
Ausschlaggebend sind unter anderem Belastung, Absicherung, Leitungslänge und Verlegebedingungen – nicht allein die Bezeichnung eines Verbrauchers.
Statt einen Querschnitt pauschal einem bestimmten Raum oder Gerät zuzuordnen, sollte die Leitung aus den tatsächlichen Installationsbedingungen abgeleitet werden.
Ermitteln, wie viele Leiter für die geplante Schaltung benötigt werden.
Stromkreis, Verbraucher und vorgesehene Absicherung berücksichtigen.
Leitungslänge, Verlegeart und Installationsumgebung einbeziehen.
Aderzahl und Querschnitt aus den tatsächlichen Anforderungen ableiten.
NYM-Mantelleitungen sind Bestandteil einer festen elektrischen Installation. Die passende Leitung kann deshalb nicht unabhängig von Schutzmaßnahmen, Absicherung, Verlegeart und den weiteren Komponenten des Stromkreises ausgewählt werden.
Auswahl, Dimensionierung, Anschluss und Prüfung fest installierter Stromkreise erfordern entsprechende elektrotechnische Fachkenntnisse und eine fachgerechte Ausführung.
Wer Leitungsart, Verlegeweg oder Installationsumgebung noch genauer einordnen möchte, findet in der Voltking-Wissenswelt ergänzende Grundlagen und praxisnahe Ratgeber. Für NYM sind besonders die Themen Erdverlegung, Kabelziehen und Elektroinstallation relevant.
Zentrale Übersicht zu Kabeltypen, Leitungen, Einsatzbereichen, Verlegung und weiterführenden Kabel-Ratgebern.
Wissenswelt Kabel & LeitungenUnterschiede zwischen NYM-J und NYY-J sowie Hinweise zu Erdreich, Leerrohr, Leitungslänge, Querschnitt und Kabelgraben.
Ratgeber Erdkabel verlegenOrientierung zu Einziehhilfen, Kabelziehwerkzeugen und Lösungen für Rohrwege, längere Strecken und schwer zugängliche Installationsbereiche.
Ratgeber Kabelziehen mit RunpotecWeiterführende Grundlagen zu Installation, Dosen, Verteilung, Verbindungstechnik und weiteren Komponenten elektrischer Anlagen.
Wissenswelt ElektroinstallationKabel für feste Installationen im Außenbereich und für dafür vorgesehene Erdverlegungen.
NYY-Erdkabel ansehenFlexible und starre Einzeladern für dafür vorgesehene Verdrahtungs- und Installationsaufgaben.
Aderleitungen ansehenWeitere Leitungsarten für Gebäude, Außenbereiche, Stromversorgung und Datenübertragung.
Kabel & Leitungen ansehenDosen, Verbindungstechnik, Verteiler und weiteres Material für elektrische Installationen.
Installationsmaterial ansehenAntworten auf wichtige Fragen zu NYM-J, 300/500 V, Aderfarben, Aderzahl, Leiterquerschnitt, Verlegearten, Außenbereich und Erdverlegung.
Eine NYM-Mantelleitung ist eine Installationsleitung für die feste Elektroinstallation. Sie besteht aus mehreren isolierten Adern, die von einem gemeinsamen Außenmantel umgeben sind, und kann innerhalb ihrer Einsatzbedingungen beispielsweise auf, über, im und unter Putz sowie im Mauerwerk und in geeignetem Beton verlegt werden.
NYM bezeichnet die Bauart der Mantelleitung. Der Zusatz „J“ kennzeichnet eine Ausführung mit grün-gelbem Schutzleiter. „-O“ bezeichnet dagegen eine Ausführung ohne grün-gelbe Schutzleiterader.
300/500 V bezeichnet die Nennspannung U0/U der Leitung. 300 V beziehen sich auf die Spannung zwischen Leiter und Erde, 500 V auf die Spannung zwischen zwei Leitern. Die Angabe beschreibt nicht die zulässige Leistung oder Absicherung eines Stromkreises.
NYM-J 3×1,5 bezeichnet eine NYM-Mantelleitung mit Schutzleiter, drei Adern und einem Nennquerschnitt von jeweils 1,5 mm². Die Bezeichnung allein legt noch nicht fest, für welchen Stromkreis die Leitung eingesetzt werden kann.
Beide Ausführungen besitzen drei Adern einschließlich Schutzleiter. Der Unterschied liegt im Nennquerschnitt: Bei 3×1,5 beträgt dieser 1,5 mm² je Ader, bei 3×2,5 entsprechend 2,5 mm². Welcher Querschnitt erforderlich ist, hängt unter anderem von Belastung, Absicherung, Leitungslänge und Verlegebedingungen ab.
Der Unterschied liegt zunächst in der Anzahl der vorhandenen Leiter. Eine 5-adrige Leitung stellt mehr Adern für entsprechend aufgebaute Schaltungen zur Verfügung als eine 3-adrige Leitung. Daraus folgt jedoch nicht automatisch eine höhere elektrische Belastbarkeit.
Bei gängigen NYM-J-Ausführungen kennzeichnet Grün-Gelb den Schutzleiter. Blau wird typischerweise für den Neutralleiter verwendet; Braun, Schwarz und Grau kommen bei mehradrigen Leitungen als Kennfarben aktiver Leiter vor. Die konkrete Leiterfunktion ergibt sich aus der jeweiligen Schaltung und Installation.
Ja. Die feste Verlegung auf, über, im und unter Putz gehört zu den typischen Einsatzmöglichkeiten von NYM-Mantelleitungen. Zusätzlich kann die Leitung innerhalb ihrer Produktfreigaben unter anderem im Mauerwerk und in geeignetem Beton eingesetzt werden.
Bei einem feuchten Raum oder Bereich können erhöhte Feuchtigkeit, Kondenswasser oder vergleichbare Einflüsse die Sicherheit elektrischer Betriebsmittel beeinträchtigen. In einem nassen Raum oder Bereich kommt typischerweise eine regelmäßige unmittelbare Wassereinwirkung hinzu, etwa wenn Fußböden, Wände oder Einrichtungen abgespritzt werden. Entscheidend sind die tatsächlichen Umgebungsbedingungen, nicht allein die Bezeichnung des Raums.
Ja. NYM-Mantelleitungen können innerhalb der vorgesehenen Einsatzbedingungen auch in feuchten und nassen Räumen fest verlegt werden. Die Eignung der Leitung ersetzt jedoch nicht die Prüfung der übrigen Elektroinstallation. Betriebsmittel, Schutzmaßnahmen und Installationsart müssen ebenfalls zu den tatsächlichen Feuchte- beziehungsweise Wasserbedingungen passen. Eine dauerhafte Verlegung von NYM im Wasser ist damit nicht gemeint.
NYM kann innerhalb der dafür vorgesehenen Einsatzbedingungen im Freien verlegt werden, wenn die Leitung vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Für ungeschützte Außenbedingungen oder direkte Erdverlegung muss ein dafür geeigneter Kabeltyp gewählt werden.
Nein. NYM-Mantelleitung ist nicht für die direkte Erdverlegung vorgesehen. Für eine dauerhaft direkt im Erdreich geführte Stromversorgung wird ein dafür geeigneter Kabeltyp wie NYY-Erdkabel verwendet.
Ein Schutz- oder Leerrohr erweitert nicht automatisch den vorgesehenen Einsatzbereich einer NYM-Leitung. Bei einer Führung in erdverlegten Rohrsystemen müssen die konkrete Verlegeart, mögliche Feuchtigkeit und die Produktangaben fachlich bewertet werden. Für die direkte Erdverlegung ist NYM nicht vorgesehen.
Der erforderliche Leiterquerschnitt lässt sich nicht allein aus dem angeschlossenen Gerät oder der Raumart ableiten. Zu berücksichtigen sind unter anderem elektrische Belastung, Absicherung, Leitungslänge, Verlegeart, Spannungsfall und weitere Installationsbedingungen.
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