Gira Steckdosen
Gira Steckdosen passend zu Raum, Nutzung und Schalterprogramm auswählen
Bei der Steckdose entscheidet nicht zuerst die Farbe. Wichtiger ist, was am Einbauort gebraucht wird: eine klassische SCHUKO-Steckdose, integriertes USB-Laden, ein erhöhter Berührungsschutz, ein Klappdeckel oder eine besondere Bauform. Erst danach werden Gira Serie, Oberfläche und Rahmen passend gewählt.
Vier Fragen grenzen die Auswahl deutlich ein
Im Gira Sortiment treffen viele Farben, Serien und Steckdosenausführungen aufeinander. Die Auswahl wird wesentlich einfacher, wenn die technische Aufgabe zuerst feststeht.
Besonders bei Renovierungen verhindert das, dass eine Steckdose zwar optisch zur vorhandenen Kombination passt, aber die benötigte Zusatzfunktion oder Schutzart fehlt.
Zusatzfunktion nur dort wählen, wo sie wirklich gebraucht wird
SCHUKO
Für den normalen Stromanschluss reicht in vielen Räumen eine klassische Schutzkontakt-Steckdose.
SCHUKO + USB
Sinnvoll an festen Ladeplätzen, an denen Smartphone oder Tablet regelmäßig angeschlossen werden.
Mit Klappdeckel
Deckt die Öffnung im unbenutzten Zustand ab. Die tatsächliche Schutzart muss separat geprüft werden.
Mit Berührungsschutz
Die Schutzfunktion ist bereits in der dafür vorgesehenen Steckdosenausführung integriert.
Erhöhten Berührungsschutz direkt mitbestellen
Wird ein erhöhter Berührungsschutz benötigt, sollte direkt eine dafür vorgesehene Steckdose gewählt werden. Bei entsprechenden Ausführungen verschließt ein integrierter Mechanismus die Kontaktöffnungen und gibt sie erst beim richtigen Einstecken des Steckers frei.
USB-A und USB-C dort integrieren, wo regelmäßig geladen wird
Eine kombinierte Steckdose mit USB kann an dauerhaft genutzten Ladeplätzen sinnvoll sein. Der normale Netzanschluss bleibt verfügbar, während Smartphone, Tablet oder andere geeignete Geräte direkt per USB geladen werden können.
Vor der Bestellung lohnt sich ein Blick auf Ladeleistung und Einbautiefe. Gerade bei älteren Unterputzdosen kann die verfügbare Tiefe wichtiger sein als die Frage, ob USB-A oder USB-C bevorzugt wird.
Wann eine 30° gedrehte Steckdose sinnvoll ist
Bei einer gedrehten Ausführung zeigt der eingesteckte Winkelstecker in eine günstigere Richtung. Das kann Platz schaffen und verhindert, dass das Kabel unnötig weit in den Raum ragt.
Das ist beispielsweise hinter Technik, an Arbeitsplätzen oder in bestimmten Energie- und Unterflurlösungen interessant. Für eine frei zugängliche Standardsteckdose entsteht dagegen nicht automatisch ein Vorteil.
Schutzart nach Umgebung auswählen – nicht nach dem Deckel
Wohnräume
Für trockene Innenräume steht die größte Auswahl an Standard-, USB- und Komfortvarianten zur Verfügung.
Keller & Garage
Hier entscheidet die reale Umgebung: trocken und geschützt oder erhöhte Belastung durch Feuchtigkeit und Schmutz.
Feuchte & außen
Für entsprechende Anwendungen kommen dafür vorgesehene Lösungen wie Gira TX_44 in Betracht.
Vor dem Austausch zuerst das vorhandene Gira System bestimmen
Viele Steckdosen gehören zum System 55 . Dessen 55 × 55-mm-Funktionsmaß ermöglicht die Kombination mit verschiedenen dafür vorgesehenen Designrahmen.
Daneben gibt es eigenständige Lösungen wie TX_44 oder den Flächenschalter . Optisch ähnliche Abmessungen bedeuten deshalb nicht automatisch Kompatibilität.
Farbe und Oberfläche passend zum vorhandenen Schalterprogramm wählen
Je nach Serie und Steckdosentyp stehen unterschiedliche Farben und Oberflächen zur Verfügung. Häufig relevant sind unter anderem Reinweiß, Cremeweiß, Grau, Anthrazit, Schwarz oder Farbe Alu.
Welche Steckdose passt zu welcher Anforderung?
| Bedarf | Sinnvolle Lösung | Wichtig bei der Auswahl |
|---|---|---|
| Normaler Stromanschluss | Klassische SCHUKO-Steckdose | Serie, Farbe und Rahmen |
| USB-Ladeplatz | Steckdose mit USB-A / USB-C | Ladeleistung und Einbautiefe |
| Erhöhter Berührungsschutz | Dafür vorgesehene Ausführung mit integriertem Schutz | Nicht nachträglich mit Einlegeteilen improvisieren |
| Winkelstecker | 30° gedrehte Steckdose | Prüfen, ob die Kabelführung tatsächlich besser wird |
| Feuchte oder außen | Entsprechend geschützte Steckdosenlösung | Schutzart der kompletten Installation |
| Bestehendes Gira Programm | Systemkompatible Steckdose | Nicht nur Farbe, sondern Serie prüfen |
Diese Punkte vor der Bestellung prüfen
Gleiche oder ähnliche Maße reichen nicht als Kompatibilitätsnachweis. Das konkrete Gira System muss zusammenpassen.
Nicht automatisch. Maßgeblich ist die Schutzart der Steckdose in der vorgesehenen Installation.
Wenn diese Schutzfunktion gebraucht wird, direkt eine dafür vorgesehene Steckdose wählen.
Hier geht es um die Steckdose – nicht um das gesamte Schalterprogramm
Diese Seite beantwortet vor allem eine Frage: Welche Gira Steckdosenfunktion passt zur geplanten Installation?
System 55, TX_44 oder einzelne Designserien werden deshalb nur dort erläutert, wo sie für Auswahl und Kompatibilität wichtig sind.
Wer zuerst nach Rahmenform, Material oder Designserie auswählt, findet dafür den separaten Bereich Gira Schalterdesigns .
Steckdose oder Aufputz?
„Steckdose“ beschreibt die Funktion. „Aufputz“ beschreibt dagegen die Montageart.
Soll die Installation sichtbar auf der Wand erfolgen, ist deshalb die Kategorie Gira Aufputz die bessere Ausgangsbasis.
So lässt sich die passende Steckdose schnell eingrenzen
Ort
Innen, Garage, Feuchtebereich oder außen?
Funktion
SCHUKO, USB, Deckel, Berührungsschutz oder 30°?
System
Vorhandenes Gira Programm eindeutig bestimmen.
Optik
Passende Farbe, Oberfläche und Rahmen ergänzen.