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Wallboxen 22kW

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Wallboxen 22 kW kaufen: leistungsstark laden am eigenen Stellplatz

Eine 22-kW-Wallbox ermöglicht das dreiphasige Laden von Elektroautos mit bis zu 22 kW AC-Ladeleistung. Dafür werden bei 400 V Drehstrom bis zu 32 A je Phase genutzt. Besonders interessant ist diese Leistung, wenn Fahrzeuge innerhalb kürzerer Standzeiten wieder geladen werden sollen.

Ob fest installierte Wallbox in der Garage, Ladestation am Firmenparkplatz oder mobile 22-kW-Ladelösung: Entscheidend sind der vorhandene Netzanschluss und der AC-Onboard-Lader des Fahrzeugs. Unterstützt das Elektroauto nur 11 kW AC, lädt es auch an einer 22-kW-Wallbox mit höchstens 11 kW. Weitere Ladeleistungen und Ausführungen sind unter Wallboxen zu finden.

Ladeprinzip einer 22-kW-Wallbox Ein geeigneter dreiphasiger Netzanschluss versorgt die 22-kW-Wallbox mit Strom. Über eine Typ-2-Ladeverbindung wird das Elektroauto geladen. 400 V / 32 A 22 kW AC Elektroauto
Prinzipdarstellung: dreiphasiger Netzanschluss, 22-kW-Ladestation und Elektroauto. Die volle Ladeleistung setzt eine geeignete elektrische Installation und ein kompatibles Fahrzeug voraus.

Was vor dem Kauf einer 22-kW-Wallbox wichtig ist

  • AC-Ladeleistung des Fahrzeugs prüfen: Unterstützt der Onboard-Lader 11 oder 22 kW?
  • Verfügbare Anschlussleistung, Leitungsführung und Absicherung für dreiphasiges Laden mit bis zu 32 A klären.
  • Anmeldung und erforderliche Zustimmung des Netzbetreibers vor der Inbetriebnahme berücksichtigen.
  • Typ-2-Ladeanschluss auswählen: festes Ladekabel oder Ladebuchse mit geeignetem separatem Kabel.
  • Gewünschte Funktionen festlegen: PV-Überschussladen, dynamisches Lastmanagement, RFID, App oder Energiezähler.

Weitere Grundlagen zur Auswahl bietet der Wallbox-Ratgeber .

11 kW oder 22 kW: Wann lohnt sich die höhere Ladeleistung?

Eine 22-kW-Ladestation kann bei geeigneten Fahrzeugen die Ladezeit gegenüber 11 kW deutlich verkürzen. Die tatsächlich nutzbare Leistung wird jedoch durch Fahrzeug, Ladeeinrichtung, Ladekabel und Netzanschluss begrenzt.

Dreiphasig · 16 A

11-kW-Wallbox für das regelmäßige Laden

Eine 11-kW-Wallbox eignet sich für viele private Stellplätze. Sie kann Fahrzeuge mit dreiphasigem 11-kW-Onboard-Lader innerhalb mehrerer Stunden laden und reicht häufig für das Laden über Nacht aus.

Benötigt das Fahrzeug ohnehin nur 11 kW AC, bietet eine leistungsstärkere Wallbox keinen Geschwindigkeitsvorteil. Auch der Aufwand für den Netzanschluss kann bei 11 kW geringer ausfallen. Passende Alternativen bieten 11-kW-Wallboxen.

Dreiphasig · 32 A

22-kW-Wallbox für kürzere Ladezeiten

Mit einem 22-kW-fähigen AC-Onboard-Lader kann das Elektroauto bei entsprechend ausgelegtem Anschluss ungefähr doppelt so schnell laden wie mit 11 kW. Das ist besonders bei kurzen Standzeiten und regelmäßig hohem Ladebedarf interessant.

Für die volle Leistung müssen Hausanschluss, Zuleitung, Absicherung und Ladeleitung passend ausgelegt sein. Zudem ist die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich.

Beispiel zur Ladezeit: Sollen 44 kWh Energie nachgeladen werden, ergibt sich rechnerisch bei 11 kW eine Ladezeit von etwa vier Stunden und bei 22 kW von etwa zwei Stunden. Das ist ein idealisierter Vergleich ohne Ladeverluste oder fahrzeugseitige Leistungsbegrenzungen.

Feste oder mobile 22-kW-Wallbox kaufen?

Fest installierte Wallbox für Garage und Carport

Für dauerhaft genutzte Ladeplätze bietet eine fest angeschlossene 22-kW-Wallbox eine geordnete Installation. Je nach Ausstattung lassen sich Ladefreigabe, Energieerfassung und Lastmanagement direkt in die vorhandene Elektroinstallation einbinden.

Bei einer Montage im Außenbereich sind die Schutzart des Geräts und die zulässigen Umgebungsbedingungen zu beachten.

Mobile 22-kW-Wallbox für mehrere Ladeorte

Mobile 22-kW-Ladestationen werden typischerweise an geeigneten roten CEE-32-A-Steckdosen betrieben. Sie können beispielsweise am eigenen Stellplatz und an einem zweiten Standort eingesetzt werden. Die elektrische Anlage muss an jedem Ladeort dafür geeignet sein. Eine Auswahl steckbarer Ladelösungen bieten mobile Wallboxen.

Weitere Hinweise zu Anschlüssen und Adaptern stehen im Ratgeber für mobile Wallboxen .

22-kW-Wallbox auswählen: Diese Funktionen sind entscheidend

Ladeanschluss

Typ-2-Buchse oder festes Ladekabel

Eine Wallbox mit festem Typ-2-Kabel ermöglicht das direkte Anschließen des Elektroautos. Modelle mit Typ-2-Buchse benötigen ein separates Ladekabel und bieten mehr Flexibilität bei der Kabellänge.

Für dreiphasiges Laden mit 22 kW muss auch das verwendete Typ-2-Ladekabel für 32 A beziehungsweise 22 kW ausgelegt sein.

Energiemanagement

PV-Überschussladen und Lastmanagement

Geeignete 22-kW-Wallboxen lassen sich mit Photovoltaikanlagen und kompatiblen Energiemanagementsystemen verbinden. Beim PV-Überschussladen wird die Ladeleistung an den verfügbaren Solarstrom angepasst.

Dynamisches Lastmanagement kann außerdem die verfügbare Anschlussleistung berücksichtigen und bei höherem Hausverbrauch die Ladeleistung entsprechend begrenzen.

Steuerung und Messung

App, RFID und Stromabrechnung

Je nach Modell ermöglichen Apps die Steuerung und Auswertung von Ladevorgängen. RFID kann die Nutzung auf berechtigte Personen begrenzen. Ein Energiezähler erleichtert die Erfassung geladener Kilowattstunden.

Für Dienstwagen oder gewerbliche Abrechnung ist die erforderliche Messausführung zu prüfen. Ein MID-Zähler allein bedeutet nicht, dass die gesamte Ladestation eichrechtskonform ist.

22-kW-Wallbox anmelden und installieren: Was ist zu beachten?

Vor der Installation einer 22-kW-Ladestation sollten die elektrische Anschlussleistung und die Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers geklärt sein. Für private Ladepunkte in Deutschland sind insbesondere zwei Regelungsbereiche relevant.

Anmeldung und Zustimmung des Netzbetreibers

Nach § 19 NAV müssen Ladeeinrichtungen vor ihrer Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Überschreitet die Summen-Bemessungsleistung der Ladeeinrichtungen je elektrischer Anlage 12 kVA, ist zusätzlich eine vorherige Zustimmung erforderlich. Das betrifft den Betrieb einer 22-kW-Wallbox mit voller Leistung.

Netzorientierte Steuerung nach § 14a EnWG

Neu in Betrieb genommene private Wallboxen mit mehr als 4,2 kW Netzanschlussleistung fallen grundsätzlich unter die seit 2024 geltenden Regelungen zur netzorientierten Steuerung.

Bei der Auswahl sind daher die erforderliche Steuerbarkeit und die Kompatibilität mit der vorgesehenen Mess- und Steuertechnik zu berücksichtigen.

Die Elektroinstallation muss für den vorgesehenen Ladestrom ausgelegt sein. Zuleitung, Absicherung, Fehlerstromschutz und gegebenenfalls notwendige Steuerungskomponenten sind durch einen entsprechend qualifizierten, eingetragenen Elektroinstallationsbetrieb zu planen, anzuschließen und zu prüfen.

Passende Wallboxen, Zubehör und Ratgeber

Häufige Fragen zu 22-kW-Wallboxen

Wie schnell lädt ein Elektroauto an einer 22-kW-Wallbox?

Bei einem Fahrzeug mit 22-kW-AC-Onboard-Lader und einem entsprechend ausgelegten Anschluss lassen sich rechnerisch 44 kWh in etwa zwei Stunden nachladen. In der Praxis verlängern Ladeverluste, Leistungsbegrenzungen und das Ladeverhalten des Fahrzeugs die Ladezeit.

Muss eine 22-kW-Wallbox beim Netzbetreiber genehmigt werden?

Vor der Inbetriebnahme ist jede Ladeeinrichtung dem Netzbetreiber mitzuteilen. Überschreitet die Summen-Bemessungsleistung der Ladeeinrichtungen je elektrischer Anlage 12 kVA, ist nach § 19 NAV zusätzlich eine vorherige Zustimmung erforderlich. Das ist beim Betrieb einer 22-kW-Wallbox mit voller Leistung der Fall.

Lädt ein Elektroauto mit 11-kW-Onboard-Lader an einer 22-kW-Wallbox schneller?

Nein. Ein Fahrzeug, das höchstens 11 kW Wechselstrom aufnehmen kann, bleibt auch an einer 22-kW-Wallbox auf maximal 11 kW begrenzt. Die höhere Leistung der Ladestation kann erst ein dafür ausgelegtes Fahrzeug nutzen.

Kann eine 22-kW-Wallbox mit PV-Überschussladen betrieben werden?

Ja, sofern die Wallbox PV-Überschussladen unterstützt und die benötigten kompatiblen Mess- und Steuerkomponenten vorhanden sind. Ein Energiemanagement kann die Ladeleistung an den verfügbaren Solarüberschuss anpassen; je nach System ist dafür zusätzlich eine Phasenumschaltung relevant.

Lässt sich eine 22-kW-Wallbox auf 11 kW begrenzen?

Viele 22-kW-Wallboxen lassen sich fachgerecht auf 11 kW konfigurieren. Ob damit die Voraussetzungen für die Zustimmung des Netzbetreibers entfallen, hängt von der dauerhaft wirksamen Begrenzung und der Bewertung des Netzbetreibers ab. Die Anmeldung bleibt erforderlich.

Die technischen Angaben beruhen auf Herstellerangaben.