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Automatische Lichtsteuerung

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Gira automatische Lichtsteuerung

Licht automatisch schalten – passend zu Raum und Nutzung

Gira bietet unterschiedliche Lösungen, um Beleuchtung abhängig von Bewegung und Umgebungshelligkeit automatisch zu steuern. Welcher Melder passt, entscheidet sich vor allem am Einsatzort: Ein Durchgangsbereich stellt andere Anforderungen an die Erfassung als ein Büro, ein Treppenhaus oder der Außenbereich.

Bewegung erkennen Präsenz erfassen Helligkeit berücksichtigen Innen & Außen
Auswahl nach Einsatzort

Welcher Melder passt zu welchem Bereich?

Statt nur nach Reichweite oder Produktname auszuwählen, sollte zuerst betrachtet werden, wie sich Personen im jeweiligen Bereich bewegen und wie lange sie sich dort normalerweise aufhalten.

Flur & Treppenhaus

Hier entstehen meist deutliche Bewegungen. Ein passend positionierter Bewegungsmelder kann das Licht beim Betreten einschalten und nach der gewählten Nachlaufzeit wieder ausschalten.

Büro & Arbeitsplatz

Bei sitzenden Personen fallen Bewegungen kleiner aus. Ein Präsenzmelder ist für solche Aufenthaltsbereiche ausgelegt und wertet auch geringe Bewegungen aus.

Größere Innenbereiche

Ein 360°-Melder an der Decke kann einen Raum rund um seinen Montagepunkt überwachen. Erfassungsbereich und Montagehöhe müssen dabei zusammenpassen.

Eingang & Außenbereich

Für Zuwege, Fassaden oder Eingänge sind dafür ausgelegte Außenmelder wie der Gira Bewegungsmelder Cube die passendere Produktgruppe.

Bewegungsmelder oder Präsenzmelder?

Der Unterschied wird vor allem bei längerer Anwesenheit wichtig

Beide Gerätetypen können Bewegung und Helligkeit zur automatischen Beleuchtungssteuerung auswerten. Sie sind jedoch für unterschiedliche Nutzungssituationen optimiert.

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder – bei Gira auch als Wächter bezeichnet – eignen sich besonders für Bereiche, in denen Personen den Erfassungsbereich betreten oder durchqueren.

Typische Beispiele sind Flure, Treppen, Zuwege, Einfahrten, Keller oder Eingangsbereiche.

Dort sind die Bewegungen meist deutlich genug, um sie zuverlässig zu erkennen.

Präsenzmelder

Präsenzmelder besitzen eine feinere Bewegungserfassung und sind deshalb für Räume interessant, in denen Personen länger bleiben und sich dabei nur wenig bewegen.

Dazu zählen beispielsweise Büros, Arbeitsbereiche oder andere Aufenthaltsräume.

Bei helligkeitsabhängiger Regelung kann außerdem während der Nutzung geprüft werden, ob das vorhandene Tageslicht bereits ausreicht.

Licht nur dann schalten, wenn es gebraucht wird

Drei Einstellungen prägen das Verhalten im Alltag

Eine automatische Lichtsteuerung funktioniert nur dann überzeugend, wenn Sensorposition und Einstellungen zur tatsächlichen Nutzung passen. Besonders wichtig sind drei Punkte.

Erfassungsbereich Der Melder muss die typischen Bewegungswege im Raum tatsächlich erfassen.
Helligkeitsschwelle Sie entscheidet, ab welchem Umgebungslicht die Beleuchtung automatisch eingeschaltet wird.
Nachlaufzeit Sie bestimmt, wie lange das Licht nach der letzten erkannten Bewegung eingeschaltet bleibt.

Bei einstellbaren Geräten kommen je nach Ausführung weitere Parameter wie Empfindlichkeit oder Betriebsart hinzu. Eine lange Nachlaufzeit kann beispielsweise in einem ruhigen Aufenthaltsraum sinnvoller sein als in einem kurzen Durchgang.

Nicht nur den Melder auswählen: Bei Aufsatzlösungen müssen Bewegungsmelder, Unterputzeinsatz und angeschlossene Last technisch zusammenpassen.
Gira System 3000

Montagehöhe und Bedienumfang passend auswählen

Beim Gira System 3000 stehen Bewegungsmelderaufsätze für unterschiedliche Montagepositionen zur Verfügung. Im aktuellen Voltking-Sortiment der entsprechenden Unterkategorie finden sich Varianten für 1,10 m und 2,20 m sowie Standard- und Komfort-BT-Ausführungen.

ca. 1,10 m

Auf Schalterhöhe

Die niedrigere Montageposition eignet sich, wenn ein Bewegungsmelder an einer typischen Bedienposition an der Wand vorgesehen ist. Der Erfassungsbereich sollte auf Laufweg und Raumgeometrie abgestimmt werden.

ca. 2,20 m

Höher an der Wand

Die 2,20-m-Variante erfasst aus einer höheren Position. Sie kann beispielsweise dort sinnvoll sein, wo die Sensorik nicht auf klassischer Schalterhöhe sitzen soll.

360°

Erfassung von der Decke

Der System 3000 Präsenz- und Bewegungsmelder 360° BT erfasst rund um seinen Montagepunkt. Er kann per App als Bewegungs- oder Präsenzmelder konfiguriert werden.

Standard

Automatik ohne Smartphone

Für eine bewegungs- und helligkeitsabhängige Lichtsteuerung ist Bluetooth nicht grundsätzlich erforderlich. Gira bietet auch Standard-Aufsätze, deren Einstellungen direkt am Gerät erfolgen.

Das ist interessant, wenn keine App-Konfiguration benötigt wird und die gewünschte Funktion bewusst einfach gehalten werden soll.

Komfort BT

Mehr Parameter per App einstellen

Bei den Komfort-Bluetooth-Varianten lassen sich Einstellungen wie Helligkeitsschwelle, Empfindlichkeit und Nachlaufzeit über die Gira System 3000 App konfigurieren.

Je nach Gerät stehen darüber hinaus weitere Betriebsfunktionen zur Verfügung. Die Details gehören zum jeweiligen System-3000-Produkt.

Die passenden Melder finden sich unter Gira Präsenzmelder und Bewegungsmelder . Die komplette technische Plattform wird separat unter Gira System 3000 behandelt.

Automatisches Licht im Außenbereich

Beim Gira Cube entscheidet der benötigte Erfassungswinkel

Für Eingänge, Fassaden, Zuwege und andere geeignete Außenbereiche bietet Gira die Bewegungsmelder Cube 120 und Cube 240. Die beiden Varianten unterscheiden sich vor allem durch ihren Erfassungswinkel.

Cube 120 120° Erfassungswinkel für gezieltere Überwachungsbereiche.
Cube 240 240° Erfassungswinkel für breitere Bereiche rund um den Montageort.

Die konventionellen Cube-Varianten sind nach Herstellerangabe IP54 und für Wand- beziehungsweise Deckenmontage vorgesehen. Erfassungsbereich, Helligkeitsschwelle und Abschaltverzögerung lassen sich an die jeweilige Anwendung anpassen.

Im Voltking-Sortiment stehen Cube 120 und 240 derzeit in Reinweiß und Anthrazit zur Verfügung. Passende Zubehörteile umfassen unter anderem Eckwinkel, Abdeckungen und IR-Fernbedienungen.

Gira Wächter und Bewegungsmelder Cube ansehen

Berührungsloses Licht

Sensotec kombiniert Fern- und Nahbereich

Gira Sensotec verfolgt ein anderes Konzept als klassische PIR-Bewegungsmelder. Das Gerät arbeitet mit einem Hochfrequenzsensor und unterscheidet zwischen einem Fern- und einem Naherfassungsbereich.

Erkennt der Sensotec bei Dunkelheit Bewegung im Fernbereich, wird das Raumlicht gedimmt eingeschaltet. Eine Handbewegung im Nahbereich von ungefähr 5 cm schaltet die Beleuchtung berührungslos auf volle Helligkeit.

Beim Sensotec LED übernimmt stattdessen eine integrierte dimmbare LED-Orientierungsleuchte die dezente Beleuchtung im Fernbereich. Die eigentliche Raumbeleuchtung wird erst durch die Bewegung im Nahfeld aktiviert.

Der Fernbereich liegt laut Gira nach vorne bei ungefähr 6 m; die typische Montagehöhe beträgt 1,10 m.

Gira Sensotec und Sensotec LED ansehen

Bei Sensotec ist der Installationsort besonders relevant. Die HF-Erfassung reagiert anders als PIR-Sensorik. Materialien, Reflexionen und die typische Bewegungsrichtung im Raum können das Erfassungsverhalten beeinflussen.
KNX Präsenzmelder

Präsenz und Helligkeit in einer KNX-Anlage auswerten

In einer bestehenden oder geplanten KNX-Gebäudeautomation können dafür vorgesehene Gira Präsenzmelder ihre Erfassungswerte direkt in das Bussystem einbringen.

Im aktuellen Voltking-Unterbereich befinden sich Gira KNX Präsenzmelder in den Ausführungen Standard und Komfort. Die Produktauswahl hängt davon ab, welche Erfassungs-, Regel- und KNX-Funktionen für das Projekt benötigt werden.

Für die reine automatische Lichtschaltung ohne bestehende KNX-Infrastruktur ist ein KNX-Melder dagegen nicht automatisch die sinnvollste Lösung. Dann sollte zunächst geprüft werden, ob eine konventionelle beziehungsweise System-3000-Lösung die benötigte Funktion bereits abdeckt.

Gira KNX Präsenzmelder ansehen

Auswahlfehler vermeiden

Diese Punkte entscheiden häufiger als der Produktname

Eine gute Bewegungserfassung hängt von mehr ab als einem möglichst großen Winkel. Gerade bei Nachrüstung oder Austausch sollten einige Punkte vor der Bestellung geprüft werden.

01
Montagehöhe ignoriert

Ein Melder für 1,10 m, 2,20 m oder Deckenmontage besitzt eine darauf abgestimmte Erfassungsgeometrie. Die Varianten sind deshalb nicht beliebig gegeneinander austauschbar.

02
Nur auf den Winkel geschaut

Auch Bewegungsrichtung, Position des Melders und Raumgeometrie beeinflussen, ob der relevante Bereich zuverlässig erfasst wird.

03
Präsenz mit Durchgang verwechselt

Für einen kurzen Flur ist eine andere Erfassungscharakteristik sinnvoll als für einen Arbeitsplatz, an dem sich jemand längere Zeit kaum bewegt.

04
Tageslicht nicht berücksichtigt

Eine ungünstig gewählte Helligkeitsschwelle kann dazu führen, dass Beleuchtung eingeschaltet wird, obwohl bereits genügend Umgebungslicht vorhanden ist.

05
Aufsatz und Einsatz nicht geprüft

Bei modularen Lösungen muss der Melderaufsatz zum vorgesehenen Unterputzeinsatz und zur zu schaltenden beziehungsweise zu dimmenden Beleuchtung passen.

06
Lichtmelder mit Alarmmelder verwechselt

Ein Bewegungs- oder Präsenzmelder zur Beleuchtungssteuerung ist nicht automatisch für die Einbruchmeldung einer Alarmanlage geeignet. Dafür gelten eigene Produkt- und Systemanforderungen.

Außenbereich separat prüfen: Ein für trockene Innenräume geeigneter Bewegungsmelder wird nicht allein durch seine Funktion zum Außenmelder. Schutzart und zulässiger Einsatzbereich des konkreten Geräts bleiben maßgeblich.
Planung & Auswahl

Häufige Fragen zur automatischen Lichtsteuerung

Was ist der Unterschied zwischen Bewegungsmelder und Präsenzmelder?
Bewegungsmelder sind besonders für Bereiche geeignet, in denen deutliche Bewegungen auftreten, etwa Flure, Treppen, Zuwege oder Einfahrten. Präsenzmelder besitzen eine feinere Erfassung und eignen sich dadurch besser für länger genutzte Räume, in denen Personen beispielsweise sitzend nur kleine Bewegungen ausführen.
Wie funktioniert eine helligkeitsabhängige Lichtsteuerung?
Der Melder berücksichtigt neben erkannter Bewegung die vorhandene Umgebungshelligkeit. Liegt sie bereits über der eingestellten Helligkeitsschwelle, muss die Beleuchtung nicht automatisch eingeschaltet werden. Das konkrete Verhalten hängt vom Melder und seiner Betriebsart ab.
Was bedeutet Nachlaufzeit beim Bewegungsmelder?
Die Nachlaufzeit bestimmt, wie lange die Beleuchtung nach der letzten relevanten Bewegung eingeschaltet bleibt. Eine passende Einstellung verhindert sowohl unnötig lange Brennzeiten als auch ein zu frühes Ausschalten während der Nutzung.
Was ist der Unterschied zwischen 1,10-m- und 2,20-m-Bewegungsmeldern?
Die Angaben beziehen sich auf die vorgesehene Montagehöhe. Dadurch unterscheiden sich Position und Geometrie der Erfassung. Welche Variante passt, sollte deshalb anhand des Montageorts und der typischen Bewegungswege ausgewählt werden.
Braucht ein Gira System 3000 Bewegungsmelder Bluetooth?
Nein. Gira bietet auch Standard-Ausführungen ohne Bluetooth. Komfort-BT-Varianten ermöglichen zusätzliche Einstellungen über die Gira System 3000 App, beispielsweise für Helligkeitsschwelle, Empfindlichkeit und Nachlaufzeit.
Wann ist ein 360° Präsenz- und Bewegungsmelder sinnvoll?
Ein 360°-Melder ist für eine zentrale Erfassung von der Decke interessant. Entscheidend sind Raumgröße, Montagehöhe und der tatsächlich benötigte Präsenz- beziehungsweise Bewegungsbereich.
Welcher Gira Bewegungsmelder eignet sich für den Außenbereich?
Für geeignete Außenanwendungen bietet Gira unter anderem die Bewegungsmelder Cube 120 und Cube 240. Die konventionellen Cube-Varianten besitzen Schutzart IP54 und unterscheiden sich insbesondere beim Erfassungswinkel. Die konkrete Montage- und Umgebungsfreigabe des jeweiligen Geräts bleibt maßgeblich.
Was ist der Unterschied zwischen Gira Sensotec und Sensotec LED?
Sensotec nutzt im Fernbereich das angeschlossene Raumlicht als gedimmte Orientierungsbeleuchtung. Sensotec LED besitzt dafür eine integrierte dimmbare LED-Orientierungsleuchte. Bei beiden Geräten kann eine Bewegung im Nahbereich von ungefähr 5 cm die volle Raumbeleuchtung berührungslos einschalten.
Warum ist die Position eines Bewegungsmelders so wichtig?
Erfassungswinkel allein sagt noch nicht, ob ein Bereich zuverlässig erkannt wird. Montagehöhe, Bewegungsrichtung, Raumgeometrie und mögliche Begrenzungen des Erfassungsfeldes müssen zur tatsächlichen Nutzung passen.
Kann ein Bewegungsmelder zur Lichtsteuerung auch als Alarmmelder verwendet werden?
Nicht automatisch. Bewegungs- und Präsenzmelder für Beleuchtungssteuerung sind für eine andere Aufgabe konzipiert als Melder einer Alarmanlage. Für Einbruchmeldungen muss das konkrete Gerät ausdrücklich für das jeweilige Sicherheitssystem und dessen Anforderungen vorgesehen sein.
Muss bei einem Bewegungsmelder auch der Unterputzeinsatz geprüft werden?
Ja, bei modularen Aufsatzlösungen. Der Bewegungsmelderaufsatz, der verwendete Unterputzeinsatz und die angeschlossene Beleuchtung müssen technisch zusammenpassen. Die Auswahl allein nach Design oder Farbe reicht nicht aus.