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für hohe Temperaturen

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KAISER · Progress® Messing Hochtemperatur

KAISER Progress® Messing Hochtemperatur-Kabelverschraubungen kaufen

KAISER Progress® Kabelverschraubungen aus vernickeltem Messing für hohe Temperaturen sind für Leitungsdurchführungen vorgesehen, bei denen eine erhöhte thermische Belastbarkeit der Verschraubung erforderlich ist. Entscheidend sind Einsatztemperatur, Kabelaußendurchmesser, Anschlussgewinde und Gewindelänge. Die Hochtemperatur-Ausführung arbeitet mit FPM-Dichtung; die aktuelle Baureihe ist für Einsatztemperaturen von −40 bis +200 °C ausgewiesen.

Temperaturfreigabe und mechanische Passung getrennt prüfen

Einsatztemperatur der Hochtemperatur-Kabelverschraubung von minus 40 bis plus 200 Grad Celsius Schematischer Temperaturbalken mit den Grenzwerten minus 40 und plus 200 Grad Celsius. Darunter stehen getrennt Kabel und Gehäuse als zusätzlich zu prüfende Komponenten. −40 °C +200 °C Kabel Gehäuse Gesamtaufbau separat bewerten

Die Temperaturangabe gilt nicht automatisch für den Gesamtaufbau

Die für die Verschraubung ausgewiesene Einsatztemperatur bestätigt nicht, dass Kabel, Gehäuse, Dichtflächen oder benachbarte Bauteile dieselbe thermische Belastung vertragen. Für die Einbaustelle ist immer das schwächste zulässige Bauteil maßgeblich.

Kurzes und langes Anschlussgewinde bei Hochtemperatur-Kabelverschraubungen Zwei Gehäusewände zeigen schematisch ein kürzeres und ein längeres Anschlussgewinde. Die Beschriftungen liegen außerhalb der Bauteilzeichnung. kurz lang Gehäuseanschluss Gewindelänge passend wählen

Kurzes oder langes Anschlussgewinde?

Auf der Zielseite stehen Ausführungen mit kurzem und langem Anschlussgewinde sowie metrische und PG-Gewinde zur Auswahl. Gewindesystem, Nenngröße und Gewindelänge müssen unabhängig von der Temperaturfreigabe zur vorhandenen Gehäuseaufnahme passen.

Schematische Auswahlhilfe; keine maßstäbliche Montagezeichnung. Temperaturgrenzen und Anschlussmaße gelten nur im jeweils dokumentierten Geltungsbereich.

Was ist bei Hochtemperatur-Kabelverschraubungen entscheidend?

FPM-Dichtung für erhöhte Temperaturbelastung

Die Hochtemperatur-Ausführungen verwenden FPM als Dichtungswerkstoff. Dieser Dichtaufbau gehört zur thermisch freigegebenen Bauform und darf nicht durch einen beliebigen Dichteinsatz ersetzt werden, nur weil Abmessungen oder Gewinde ähnlich erscheinen.

Klemmbereich folgt dem Kabeldurchmesser

Der tatsächliche Kabelaußendurchmesser muss innerhalb des vorgesehenen Klemmbereichs liegen. Die Temperaturfestigkeit der Verschraubung erweitert den Klemmbereich nicht; Dichtung und Zugentlastung benötigen weiterhin eine geometrisch passende Leitung.

IP-Schutz und Temperatur sind getrennte Merkmale

Für die Hochtemperatur-Baureihe sind IP68 bis 10 bar und IP69 ausgewiesen. Diese Schutzarten beschreiben die Dichtwirkung unter den jeweiligen Prüfbedingungen. Sie ersetzen weder die Prüfung der Einsatztemperatur noch die Eignung des angeschlossenen Kabels.

Auswahlfolge: Zuerst die erforderliche Einsatztemperatur des gesamten Einbauorts bestimmen, anschließend Kabeldurchmesser und Dichtsystem abgleichen und danach Gewindeart, Nenngröße und Gewindelänge zur Gehäuseaufnahme wählen. So wird die Hochtemperatur-Eignung nicht mit der mechanischen Passung verwechselt.

Passende Bauarten und Alternativen vergleichen

Sicherheitshinweis: Arbeiten an der elektrischen Anlage gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Unsachgemäße Installation kann zu Stromschlägen und Bränden führen. Bei erhöhter Temperaturbelastung müssen Kabel, Verschraubung, Dichtungen, Gehäuse und benachbarte Komponenten für die tatsächlichen Einsatzbedingungen geeignet sein. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.

Häufige Fragen zu Progress® Messing für hohe Temperaturen

Bis zu welcher Temperatur sind die Hochtemperatur-Ausführungen vorgesehen?

Für die Progress® Messing Hochtemperatur-Baureihe ist ein Einsatztemperaturbereich von −40 bis +200 °C ausgewiesen. Diese Angabe bezieht sich auf die dafür vorgesehene Verschraubung. Kabel, Gehäuse und weitere Komponenten benötigen jeweils eine eigene Freigabe für die tatsächlich auftretenden Temperaturen.

Welche Aufgabe hat die FPM-Dichtung?

Die FPM-Dichtung gehört zum Hochtemperatur-Dichtsystem der Verschraubung und stellt gemeinsam mit der passenden Kabelgeometrie die vorgesehene Abdichtung her. Ein anderer Dichtungswerkstoff darf nicht allein aufgrund gleicher Abmessungen als gleichwertiger Ersatz betrachtet werden.

Ist IP69 gleichbedeutend mit einer Freigabe bis +200 °C?

Nein. IP69 beschreibt eine Schutzart gegen das Eindringen von Wasser unter festgelegten Prüfbedingungen. Die Temperaturfreigabe ist ein separates Merkmal. Für die Auswahl müssen Schutzart und Einsatztemperatur unabhängig voneinander zur Anwendung passen.

Wann wird ein langes Anschlussgewinde benötigt?

Ein längeres Anschlussgewinde kann erforderlich sein, wenn die Gehäusewand oder die vorgesehene Befestigung mehr Gewindelänge benötigt. Die passende Länge ergibt sich aus der konkreten Gehäuseaufnahme. Eine lange Gewindeausführung verändert nicht den zulässigen Kabel-Klemmbereich oder die Temperaturfreigabe.

Wann ist eine A4-Hochtemperatur-Kabelverschraubung sinnvoller als Messing?

Wenn zusätzlich zur erhöhten Temperaturbeständigkeit eine rostfreie und säurebeständige Werkstoffausführung erforderlich ist, kommt eine dafür vorgesehene A4-Hochtemperatur-Kabelverschraubung infrage. Die Werkstoffwahl richtet sich nach den tatsächlichen Umgebungsmedien und Einsatzbedingungen; die Temperaturanforderung allein entscheidet nicht über Messing oder A4.