Schalten, Tasten, Dimmen
Gira Unterputzeinsätze zum Schalten, Tasten und Dimmen passend auswählen
Der sichtbare Lichtschalter ist nur ein Teil der Installation. In der Wand sitzt der Unterputzeinsatz, der die eigentliche elektrische Aufgabe übernimmt. Je nach Anwendung wird damit ein Lichtkreis geschaltet, ein kurzer Tastimpuls erzeugt oder die Helligkeit einer geeigneten Beleuchtung geregelt.
Schalter, Taster oder Dimmer – drei unterschiedliche Aufgaben
Die wichtigste Entscheidung fällt bereits vor Farbe, Rahmen und Wippe. Soll das Licht einfach ein- und ausgeschaltet werden? Wird nur ein kurzer Steuerimpuls gebraucht? Oder soll die Helligkeit veränderbar sein?
Diese Fragen führen zu unterschiedlichen Einsätzen. Wer sie zuerst beantwortet, kann die anschließende Auswahl deutlich schneller eingrenzen.
Welche Unterputzeinsätze gehören in diese Kategorie?
Schalteinsätze
Klassische Wippschalter sowie elektronische Schalteinsätze übernehmen das Ein- und Ausschalten geeigneter Lichtkreise und Verbraucher.
Taster & Tastschalter
Für Impuls- oder Tastfunktionen gibt es unterschiedliche Einsätze – beispielsweise Wipptaster, Tastschalter und mehrfache Tastervarianten.
Dimmeinsätze
Universal-LED- und Drehdimmeinsätze regeln geeignete Leuchtmittel. Entscheidend sind Last, Dimmverfahren und die verwendete Beleuchtung.
Der Unterputzeinsatz ist die technische Basis – nicht die sichtbare Wippe
Gerade bei Renovierungen werden Einsatz, Wippe und Rahmen leicht miteinander verwechselt. Die drei Teile haben jedoch unterschiedliche Aufgaben.
übernimmt die elektrische Funktion in der Gerätedose.
ist die sichtbare Bedienfläche und muss zum jeweiligen Einsatz passen.
bestimmt das sichtbare Schalterdesign und gehört zum gewählten Gira Programm.
Aus-, Wechsel-, Kreuz- und Serienschaltung unterscheiden
Nicht jede Lichtschaltung benötigt denselben Einsatz. Entscheidend ist, von wie vielen Stellen geschaltet werden soll und wie viele Stromkreise bedient werden.
Schalter: Zustand bleibt
Ein klassischer Wippschalter bleibt nach der Betätigung in seinem Schaltzustand. Das ist die typische Lösung für eine direkte Lichtschaltung.
System 3000 trennt Unterputzeinsatz und Bedienaufsatz
Neben klassischen mechanischen Schaltern und Tastern gehören auch elektronische Lichtsteuerungs-Einsätze zum Gira Sortiment. Im System 3000 sitzt die eigentliche Schalt- oder Dimmtechnik in der Unterputzdose.
Darauf wird ein passender Bedienaufsatz gesetzt. Welche Funktionen anschließend verfügbar sind, hängt deshalb von Einsatz und Aufsatz gemeinsam ab.
Gira führt für die Lichtsteuerung unter anderem Relais-, elektronische Schalt- und Universal-LED-Dimmeinsätze. Passende Bedienaufsätze können die Bedienung je nach Kombination um zusätzliche Funktionen erweitern.
Beim Dimmeinsatz zählt die Beleuchtung – nicht nur die gewünschte Helligkeit
Beim Schalten genügt häufig die Frage, welche Last ein- oder ausgeschaltet werden soll. Beim Dimmen kommt eine zweite Ebene hinzu: Dimmer und Leuchtmittel müssen elektrisch zusammenpassen.
Universal-LED-Dimmeinsätze von Gira können unterschiedliche dimmbare Lastarten erkennen beziehungsweise mit einem passenden Dimmverfahren betreiben. Dazu gehören je nach Einsatz Phasenanschnitt und Phasenabschnitt.
Das bedeutet aber nicht, dass jedes LED-Leuchtmittel an jedem Dimmer gleich gut arbeitet. Herstellerangaben des Leuchtmittels, Mindest- und Maximallast sowie die konkrete Installation bleiben entscheidend.
Wechselschaltung und Nebenstelle sind nicht dasselbe
Soll Licht von mehreren Stellen bedient werden, hängt die passende Lösung von der eingesetzten Technik ab.
Bei einer klassischen Installation kommen beispielsweise Wechsel- und Kreuzschaltungen infrage. Elektronische Lichtsteuerungen arbeiten dagegen häufig mit einem Nebenstelleneingang oder Nebenstelleneinsatz.
Deshalb sollte eine vorhandene zweite Bedienstelle nicht automatisch dazu führen, einen Wechselschalter zu bestellen. Erst der vorhandene Haupt-Einsatz zeigt, welche Nebenstellenlösung benötigt wird.
Drei Verwechslungen treten bei Unterputzeinsätzen besonders schnell auf
Beide können außen nahezu gleich aussehen. Für Stromstoßrelais oder andere Impulssteuerungen wird jedoch häufig ein Taster benötigt.
Bei elektronischen Systemen ersetzt die sichtbare Bedienfläche nicht den technischen Einsatz in der Unterputzdose.
Neben der Leistung müssen Leuchtmittel und Dimmverfahren zusammenpassen. Die Wattzahl allein reicht nicht.
Welcher Einsatz passt zu welcher Aufgabe?
| Gewünschte Funktion | Typische Einsatzart | Vor der Bestellung prüfen |
|---|---|---|
| Licht an einer Stelle schalten | geeigneter Ausschalt- bzw. Aus-/Wechselschalter | Schaltungsart und passende Wippe |
| Licht an zwei Stellen schalten | klassische Wechselschaltung | vorhandene Verdrahtung |
| Weitere klassische Schaltstelle | Kreuzschalter innerhalb einer passenden Wechsel-/Kreuzschaltung | Position in der vorhandenen Schaltung |
| Kurzen Steuerimpuls geben | Taster bzw. Wipptaster | angeschlossene Steuerung oder Relais |
| LED-Beleuchtung dimmen | geeigneter LED- oder Universal-LED-Dimmeinsatz | Leuchtmittel, Leistung und Dimmverfahren |
| Elektronisch schalten | geeigneter elektronischer bzw. Relais-Schalteinsatz | Last, Verdrahtung und Bedienaufsatz |
| Elektronische Funktion von zweiter Stelle bedienen | passende Nebenstellenlösung | Haupt-Einsatz und Art der Nebenstelle |
Hier geht es um die elektrische Basis für Licht – nicht um alle Gira Unterputzfunktionen
Diese Seite beantwortet gezielt, welcher Unterputzeinsatz zum Schalten, Tasten oder Dimmen benötigt wird.
Jalousiesteuerung, Temperaturregelung, Datentechnik und Steckdosen besitzen eigene Anforderungen und werden deshalb nicht in denselben Auswahlprozess hineingezogen.
Auch das komplette System 3000 bleibt ein separates Thema. Hier ist es nur dort relevant, wo ein elektronischer Schalt- oder Dimmeinsatz Bestandteil der Lichtsteuerung ist.
Einsatz oder Schalterdesign?
Der Einsatz entscheidet über die elektrische Funktion. Das Schalterdesign bestimmt die sichtbare Gestaltung.
Wer zuerst einen Rahmen nach Farbe oder Material auswählen möchte, findet dafür die Gira Schalterdesigns .
Für eine bestehende Installation ist meist der umgekehrte Weg sicherer: Funktion prüfen, kompatible Bedienung wählen und anschließend das passende Design ergänzen.
Unterputzeinsatz in vier Schritten eingrenzen
Funktion
Soll geschaltet, getastet oder gedimmt werden?
Schaltung
Anzahl der Bedienstellen und vorhandene Verdrahtung bestimmen.
Last
Bei elektronischem Schalten und Dimmen Leuchtmittel und elektrische Last prüfen.
Bedienung
Passende Wippe, Bedienaufsatz und Designrahmen ergänzen.