Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen
schnelle Lieferung
150.000 Artikel verfügbar

Gebäudeverteiler (Gf-GV)

Artikel 1 - 3 von 3
Artikel 1 - 3 von 3
KAISER · Glasfaser-Gebäudeverteiler Gf-GV

KAISER Glasfaser-Gebäudeverteiler für das NE4 kaufen

KAISER Glasfaser-Gebäudeverteiler (Gf-GV) übernehmen im Gebäudenetz der Netzebene 4 die strukturierte Aufnahme, Ablage und Verteilung gespleißter Glasfasern. Die Aufputz-Verteiler führen ankommende Hauptkabel und abgehende Glasfaserkabel beziehungsweise Mikrorohre in einem geschützten Gehäuse zusammen. Für die Auswahl sind vor allem benötigte Faserkapazität, Anzahl der Kabel- und Rohrausgänge, Spleißkassetten, Spleißschutz und die geplante Loop-Funktion entscheidend.

Faserzahl und Anzahl der Ausgänge sind zwei verschiedene Größen

Mehrere Glasfasern können über einen Kabel- oder Rohrausgang geführt werden Links ist ein Gebäudeverteiler dargestellt. Rechts führen mehrere Kabel oder Mikrorohre aus dem Gehäuse. Innerhalb eines Ausgangs sind mehrere einzelne Glasfasern schematisch dargestellt. Ausgang ≠ einzelne Faser Spleißkapazität Kabel / Mikrorohr

Warum entspricht die Faserzahl nicht der Zahl der Ausgänge?

Ein abgehendes Glasfaserkabel oder Mikrorohr kann mehrere Fasern aufnehmen. Die Faserkapazität beschreibt daher die Anzahl der im Verteiler vorgesehenen Glasfasern beziehungsweise Spleißplätze, während die Ausgangszahl die verfügbaren Kabel- oder Rohrwege beschreibt. Beide Größen müssen separat zum Anschlussplan passen.

Ausbaureserve auf beiden Ebenen einplanen

Freie Kabelausgänge allein bedeuten noch nicht, dass zusätzliche Fasern angeschlossen werden können. Umgekehrt hilft freie Spleißkapazität nicht, wenn keine passende Durchführung für weitere Kabel oder Mikrorohre vorhanden ist. Für spätere Erweiterungen müssen deshalb beide Reserven gemeinsam betrachtet werden.

Praxis-Hinweis: Teilnehmerzahl nicht direkt mit der Zahl der Gehäuseausgänge gleichsetzen. Entscheidend ist, wie viele Fasern je Anschluss benötigt werden und über welche Kabel- oder Mikrorohrstruktur diese zum Verteiler geführt werden.

Schematische Darstellung der Faser- und Leitungsstruktur; keine maßstäbliche Netzplanung. Faserbelegung und Leitungsaufbau richten sich nach dem konkreten Ausbaukonzept.

Was bedeuten 4 mm und 8 mm bei den Spleißkassetten?

Vergleich von vier und acht Millimeter hohen Spleißkassetten Zwei seitlich dargestellte Spleißkassetten besitzen unterschiedliche Höhen. Maßpfeile kennzeichnen vier Millimeter und acht Millimeter. Eine separate Beschriftung weist darauf hin, dass es sich um die Kassettenhöhe handelt. Höhe der Spleißkassette 4 mm 8 mm keine Angabe zum Kabeldurchmesser

Die Millimeterangabe gehört zur Kassette

Die bei den Gebäudeverteilern verwendeten Angaben 4 mm und 8 mm beziehen sich auf die Höhe der Spleißkassetten. Sie beschreiben nicht den Außendurchmesser des Glasfaserkabels oder Mikrorohres. Die zulässigen Durchmesser der Ein- und Ausgänge werden separat angegeben.

Unterschiedliche Spleißschutz-Aufnahmen für HS und ANT Links wird ein länglicher Schrumpfschlauch-Spleißschutz dargestellt, rechts ein kompakter Crimp-Spleißschutz. Die Kürzel HS und ANT stehen jeweils oberhalb der Zeichnungen. HS ANT Schrumpfschlauch Crimp / Mini Spleißschutz passend auswählen

HS und ANT beschreiben unterschiedliche Spleißschutz-Konzepte

Bei HS-Ausführungen ist die Ablage für Schrumpfschlauch-Spleißschutz vorgesehen. ANT-Ausführungen sind auf ANT-Crimp beziehungsweise Mini-Schrumpfschlauch-Spleißschutz abgestimmt. Kassette und Spleißschutz müssen deshalb als zusammengehörendes System betrachtet werden.

Typische Verwechslung: Die Bezeichnungen 4 mm und 8 mm dürfen nicht zur Auswahl des Kabel- oder Mikrorohrdurchmessers verwendet werden. Dafür sind die separat ausgewiesenen Einführungs- und Ausgangsdurchmesser maßgeblich.

Schematische Darstellungen von Kassettenhöhe und Spleißschutz; keine maßstäblichen Produktzeichnungen. Kassettenbestückung und Schutzsystem richten sich nach der jeweiligen Verteiler-Ausführung.

Welche Merkmale bestimmen den passenden Glasfaser-Gebäudeverteiler?

Merkmal Ausführung / Aufgabe Bedeutung für die Planung
Netzabschnitt Gebäudenetz / NE4 Der Gebäudeverteiler bildet einen Verteilungspunkt innerhalb des Gebäudenetzes und ist von Komponenten des vorgelagerten Zugangsnetzes zu unterscheiden.
Verbindungstechnik Spleißtechnik Die Glasfaserverbindungen werden in Spleißkassetten aufgenommen. Eine steckbare E3S-Connect®-Installation folgt einem anderen Systemaufbau.
Faserkapazität Je nach Verteiler unterschiedlich Benötigte Fasern und vorgesehene Ausbaureserve bestimmen die erforderliche Spleißkapazität.
Kabel-/Rohrausgänge Je nach Ausführung unterschiedliche Anzahl Die Ausgangszahl beschreibt Leitungswege und darf nicht mit der Zahl der Glasfasern gleichgesetzt werden.
Spleißkassetten Unterschiedliche Anzahl und Bauhöhe Kassettenhöhe, verfügbare Spleißplätze und Spleißschutz müssen zusammenpassen.
Spleißschutz HS oder ANT je nach Ausführung Schrumpfschlauch-, Crimp- beziehungsweise Mini-Spleißschutz benötigt die dafür vorgesehene Aufnahme.
Montage Aufputz Wandfläche, Zugänglichkeit des Deckels und Leitungsführung müssen bei der Standortplanung berücksichtigt werden.
Schutzart IP65 Der vorgesehene vollständig montierte Verteiler ist gegen Staub und Strahlwasser geschützt; Leitungsdurchführungen und Verschlüsse gehören zum Schutzkonzept.
Material Kunststoff, halogenfrei Gehäusewerkstoff und weitere Anforderungen des Installationsorts sind separat mit der Planung abzugleichen.
Loop-Funktion Kaskadierbare Hauptkabelführung Ein dafür vorgesehener Fensterausschnitt ermöglicht die Weiterführung eines Hauptkabels, ohne die Loop-Funktion mit einem normalen Teilnehmerausgang gleichzusetzen.

Was bedeutet die Loop-Funktion beim Gebäudeverteiler?

Hauptkabel wird durch den Gebäudeverteiler weitergeführt und einzelne Fasern werden abgezweigt Ein orange dargestelltes Hauptkabel führt von links durch einen Gebäudeverteiler nach rechts weiter. Innerhalb des Gehäuses werden einzelne Fasern zu Spleißkassetten geführt. Die Beschriftungen Hauptkabel, Loop und Spleiße liegen in freien Bereichen. Hauptkabel weiterführen Hauptkabel weiter Fasern im Verteiler abzweigen Loop / Kaskadierung

Ein Hauptkabel kann durch den Verteiler weiterlaufen

Bei einer Loop-Ausführung wird das Glasfaser-Hauptkabel so in das Verteilerkonzept integriert, dass es für eine weitere Verteilung weitergeführt werden kann. Benötigte Fasern werden innerhalb des Verteilers verarbeitet, während der verbleibende Kabelweg weitergeführt wird. Das unterstützt kaskadierte Netzstrukturen.

Praxis-Hinweis: „Loop“ nicht mit einem zusätzlichen Teilnehmerausgang verwechseln. Die Funktion betrifft die Hauptkabelführung beziehungsweise Kaskadierung; die Anzahl der regulären Kabel- und Rohrausgänge wird separat angegeben.

Vereinfachte Funktionsdarstellung einer Loop-Führung; keine Spleiß- oder Montageanweisung. Faserbelegung, Fensteröffnung und Kabelbearbeitung richten sich nach der vorgesehenen Ausführung und Montageanleitung.

Kabeleinführungen und Faserführung gehören gemeinsam zur Planung

Hauptkabel am Eingang

Die Gebäudeverteiler besitzen definierte Einführungen für ankommende Glasfaser-Hauptkabel beziehungsweise Rohre. Der tatsächliche Außendurchmesser muss innerhalb des dafür vorgesehenen Bereichs liegen; die Faserkapazität sagt darüber nichts aus.

Abgänge mit Zugentlastung

Die Ausgänge sind für Glasfaserkabel oder Mikrorohre vorgesehen und verfügen bei den dokumentierten Gf-GV-Ausführungen über integrierte Zugentlastung sowie eine Aufnahme für die Einzelzugabdichtung. Durchmesser und Ausgangszahl müssen zur Leitungsplanung passen.

Biegeradius innerhalb des Verteilers

Glasfasern dürfen bei Ablage und Führung nicht beliebig eng gebogen werden. Die Spleißkassetten stellen dafür eine definierte Faserführung bereit; zusätzlich bleiben die Vorgaben der eingesetzten Kabel und Fasern maßgeblich.

Auswahlfolge: Zuerst Netzstruktur und benötigte Fasern festlegen. Danach Zahl und Durchmesser der ankommenden und abgehenden Kabel beziehungsweise Mikrorohre bestimmen. Anschließend Kassettenzahl, Kassettenhöhe, Spleißschutz und eine gegebenenfalls benötigte Loop-Funktion zuordnen.

Benachbarte Glasfaserbereiche nach Verbindungstechnik auswählen

Sicherheitshinweis: Installation, Spleißen und Prüfung von Glasfaseranlagen gehören in fachkundige Hände. Offene Faserenden und aktive optische Anschlüsse dürfen nicht direkt betrachtet werden. Kabel, Mikrorohre, Spleißkassetten, Zugentlastungen und Gehäuse müssen zum vorgesehenen Netzaufbau passen. Ergänzende allgemeine Hinweise zur fachgerechten Installation enthält die Sicherheitsinformation.

Häufige Fragen zu KAISER Glasfaser-Gebäudeverteilern

Welche Aufgabe hat ein Glasfaser-Gebäudeverteiler?

Ein Gf-GV bildet einen Verteilungspunkt innerhalb des Glasfaser-Gebäudenetzes. Ankommende und weiterführende Fasern werden im Gehäuse strukturiert geführt und in Spleißkassetten miteinander verbunden. Dadurch lassen sich mehrere Leitungswege innerhalb des Gebäudes geordnet aufteilen.

Entspricht die Anzahl der Ausgänge der Zahl der Glasfasern?

Nein. Ein Kabel oder Mikrorohr kann mehrere Glasfasern führen. Die Anzahl der Ausgänge beschreibt deshalb die verfügbaren Kabel- beziehungsweise Rohrwege, während die Faserzahl die vorgesehene Faserkapazität des Verteilers beschreibt.

Was bedeuten 4 mm oder 8 mm bei einem Gebäudeverteiler?

Bei den entsprechenden Gf-GV-Ausführungen bezeichnet diese Angabe die Höhe der Spleißkassetten. Sie ist nicht mit dem zulässigen Kabel- oder Mikrorohrdurchmesser gleichzusetzen. Die Durchmesser der Ein- und Ausgänge werden separat ausgewiesen.

Was ist der Unterschied zwischen HS und ANT?

Die Bezeichnungen kennzeichnen unterschiedliche Aufnahmen für den Spleißschutz. HS-Ausführungen sind für Schrumpfschlauch-Spleißschutz vorgesehen. Bei ANT-Ausführungen ist eine Aufnahme für ANT-Crimp beziehungsweise Mini-Schrumpfschlauch-Spleißschutz vorgesehen. Der verwendete Spleißschutz muss zur Kassette und deren Aufnahme passen.

Was bedeutet Loop-Funktion beim Glasfaser-Gebäudeverteiler?

Die Loop-Funktion ermöglicht eine Weiterführung beziehungsweise Kaskadierung des Glasfaser-Hauptkabels durch den Verteiler. Dabei können benötigte Fasern innerhalb des Verteilers verarbeitet werden, während der weitere Kabelweg fortgeführt wird. Die Funktion ist von den regulären Kabel- und Rohrausgängen zu unterscheiden.

Wie viel Reserve sollte bei einem Gebäudeverteiler eingeplant werden?

Eine Erweiterungsreserve sollte sowohl freie Faser- und Spleißkapazität als auch ausreichend Kabel- beziehungsweise Rohrausgänge berücksichtigen. Nur eine dieser beiden Reserven reicht nicht aus, wenn die jeweils andere Kapazität bereits vollständig belegt ist.

Welche Schutzart besitzen die Gf-GV-Spleißverteiler?

Für die hier verwendete Gf-GV-Bauform ist IP65 ausgewiesen. Die Schutzart setzt den vollständig vorgesehenen Aufbau einschließlich Gehäuse, Deckel, Kabel- und Rohreinführungen sowie korrekt verschlossener ungenutzter Öffnungen voraus.

Was unterscheidet einen spleißbaren Gebäudeverteiler von E3S Connect®?

Beim hier beschriebenen Gf-GV werden die Glasfaserverbindungen in Spleißkassetten hergestellt. E3S Connect® verwendet dagegen vorkonfektionierte steckbare Systemverbindungen. Beide Konzepte benötigen unterschiedliche Verteiler- und Anschlusskomponenten und sollten deshalb bereits bei der Netzplanung getrennt betrachtet werden.

Warum müssen Kabel- und Mikrorohrdurchmesser separat geprüft werden?

Faserzahl und Spleißkapazität beschreiben nicht die mechanische Passung einer Einführung. Hauptkabel sowie abgehende Kabel und Mikrorohre müssen jeweils innerhalb des für den konkreten Ein- oder Ausgang vorgesehenen Durchmesserbereichs liegen, damit Zugentlastung und Abdichtung wie vorgesehen funktionieren.