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Deckenleisten & Schalungszubehör

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KAISER · Betonbau Ortbeton

KAISER Deckenleisten und Schalungszubehör für Ortbeton

KAISER Deckenleisten schaffen definierte Rohrübergänge aus der Betondecke und erleichtern insbesondere das Einspeisen späterer Zwischenwände. Ihre längliche Bauform bietet einen großen Toleranzausgleich, sodass die Rohrführung nicht auf einen einzigen punktförmigen Deckenauslass festgelegt ist. Je nach Ausführung lassen sich DIN-EN-Installationsrohre von Ø 20 bis Ø 40 mm aufnehmen.

Neben kompakten Deckenleisten für Ø 20 beziehungsweise Ø 25 mm stehen größere Schalungslösungen für mehrere Rohrdurchmesser zur Verfügung. Eine wiederverwendbare Ausführung lässt sich nach dem Ausschalen aus der Betondecke entfernen; eine weitere Bauform führt M20/M25-Rohre im Winkel von 25° zur Schalungsebene und erleichtert dadurch die Rohrverlegung auf der ersten Bewehrungslage.

Warum bietet eine längliche Deckenleiste mehr Toleranz als ein punktförmiger Auslass?

Toleranzausgleich einer länglichen Deckenleiste beim Einspeisen einer Zwischenwand Eine längliche Deckenleiste wird in Draufsicht dargestellt. Zwei gestrichelte Linien markieren unterschiedliche mögliche Positionen einer späteren Zwischenwand innerhalb der länglichen Auslasszone. Längliche Auslasszone statt einzelner Punktposition großer Toleranzausgleich Wandachse kann innerhalb der Auslasszone abgestimmt werden

Die längliche Öffnung schafft Spielraum für die spätere Wandposition

Beim Einspeisen einer Leichtbau-Zwischenwand muss der Rohrübergang aus der Betondecke zur späteren Wandachse passen. Die längliche Deckenleiste erweitert den nutzbaren Auslassbereich und kann dadurch Bau- und Positionstoleranzen besser aufnehmen als ein einzelner punktförmiger Rohrdurchlass.

Praxis-Hinweis: Den Toleranzausgleich trotzdem nicht als Ersatz für die Ausführungsplanung betrachten. Wandachse, Schalungsplan und Rohrführung vor der Betonage abstimmen; die Deckenleiste dient dazu, unvermeidbare Lageabweichungen besser aufzufangen.

Schematische Draufsicht zur Funktionsweise des Toleranzausgleichs; nicht maßstäblich.

Wann ist eine 25°-Rohreinführung gegenüber einer geraden Ausführung sinnvoll?

Vergleich einer geraden Deckenleiste mit einem Schalungsschoner mit 25 Grad Rohreinführung Links verläuft ein Installationsrohr senkrecht in eine kompakte Deckenleiste auf der Schalung. Rechts führt ein Rohr in flachem 25-Grad-Winkel in einen Schalungsschoner, sodass es näher an der ersten Bewehrungslage geführt werden kann. Rohrführung passend zur Bewehrungsebene wählen 25° kompakte Deckenleiste M20 oder M25 25°-Rohreinführung Rohrführung an der ersten Bewehrungslage

Der flache Rohreintritt erleichtert die Führung oberhalb der Schalung

Die spezielle 25°-Ausführung ist für Installationsrohre Ø 20 und Ø 25 mm vorgesehen. Durch die geneigte Rohreinführung kann das Rohr zur ersten Bewehrungslage geführt werden, anstatt unmittelbar senkrecht aus dem Schalungsbereich herauszulaufen. Die Befestigung auf der Schalung erfolgt bei dieser Bauform mit vier Nägeln.

Praxis-Hinweis: Die 25°-Ausführung gezielt nach der geplanten Bewehrungs- und Rohrführung auswählen. Sie ist kein allgemeiner Ersatz für eine gerade Deckenleiste, wenn der Rohrweg senkrecht aus der Decke geführt werden soll.

Die Winkeldarstellung verdeutlicht das Montageprinzip. Lage von Rohr und Bewehrung ist vor Ort nach den Planungsunterlagen auszuführen.

Welche Bauform passt zu Rohrdurchmesser und Montageaufgabe?

Bauform Abmessungen Rohranschluss Besonderheit
Kompakte Deckenleiste Ø 20 mm 138 × 36 × 29 mm 2 Einführungen für Ø 20 mm Zur Schalungsseite offen; für Deckenauslass, Rohrverbindung oder Einspeisung einer Zwischenwand.
Kompakte Deckenleiste Ø 25 mm 138 × 36 × 29 mm 2 Einführungen für Ø 25 mm Gleiches kompaktes Prinzip für den größeren Rohrdurchmesser.
Universelle wiederverwendbare Ausführung 270 × 90 × 82 mm 1 × Ø 20/25/32 mm und 1 × Ø 25/32/40 mm Großer Rohrbereich; kann nach dem Ausschalen aus der Betondecke entfernt und erneut verwendet werden.
Schalungsschoner mit 25°-Rohreinführung 300 × 45 × 65 mm Ø 20 / 25 mm Rohrführung 25° zur Schalungsebene; Montage mit vier Nägeln; für die Verlegung an der ersten Bewehrungslage.
Montagebereich Ortbeton / Befestigung auf Schalung Position und Rohrführung werden vor der Betonage festgelegt.
Die Maße und Rohrzuordnungen beziehen sich auf die aktuell bei Voltking geführten Ausführungen. Die Herstellerunterlagen sind für die konkrete Montage maßgeblich.

Welche Funktionen können Deckenleisten im Ortbeton übernehmen?

Zwischenwände aus der Decke einspeisen

Die längliche Auslasszone schafft Spielraum, wenn Installationsrohre aus der Betondecke in eine später errichtete Leichtbauwand geführt werden. Gerade hier ist der große Toleranzausgleich der Bauform hilfreich.

Installationsrohre miteinander verbinden

Im Auslassbereich steht Platz für Rohrenden und deren Weiterführung zur Verfügung. Bei geeigneten Ausführungen können zwei Rohre an derselben Stelle aus der Betondecke geführt oder anschließend über Rohrmuffen verlängert werden.

Definierten Deckenauslass vorbereiten

Die offene Schalungsseite sorgt dafür, dass der vorgesehene Auslass nach dem Ausschalen zugänglich ist. Die Leitungsführung wird damit bereits vor der Betonage eindeutig positioniert.

Welche Fehler lassen sich vor der Betonage vermeiden?

Rohrdurchmesser erst später festlegen

Die kompakten Ausführungen sind gezielt für Ø 20 oder Ø 25 mm ausgelegt. Bei größerem oder wechselndem Rohrdurchmesser muss bereits vor der Montage eine dafür geeignete universelle Bauform gewählt werden.

Bewehrungslage nicht berücksichtigen

Bei flacher Rohrführung kann die erste Bewehrungslage den verfügbaren Rohrweg bestimmen. Die 25°-Ausführung ist genau für diese Einbausituation vorgesehen und sollte bereits im Schalungsplan berücksichtigt werden.

Wiederverwendbare Ausführung einbetonieren

Die universelle herausnehmbare Bauform ist so vorgesehen, dass sie nach dem Ausschalen entfernt und erneut eingesetzt werden kann. Montage und Schalungsablauf müssen entsprechend darauf abgestimmt sein.

Praxis-Hinweis: Deckenleiste vor dem Betonieren auf festen Sitz prüfen und Rohrenden so sichern, dass sie sich beim Einbringen und Verdichten des Betons nicht aus der vorgesehenen Position lösen.

Welche verwandte Betonbau-Lösung passt zur Rohrführung?

Sicherheitshinweis: Position, Rohrdurchmesser, Befestigung auf der Schalung und Verlauf zur Bewehrung müssen vor der Betonage festgelegt werden. Schalungs- und Bewehrungsplanung dürfen durch die Elektroinstallation nicht unzulässig verändert werden. Nach dem Betonieren sind nachträgliche Eingriffe in tragende Bauteile nur entsprechend Planung und statischen Vorgaben zulässig. Arbeiten an elektrischen Anlagen gehören in fachkundige Hände. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.

Häufige Fragen zu KAISER Deckenleisten und Schalungszubehör

Wofür wird eine Deckenleiste im Ortbeton eingesetzt?

Sie dient als Deckenauslass, zum Einspeisen späterer Zwischenwände oder zum Verbinden und Weiterführen von Installationsrohren. Die längliche Form ermöglicht dabei einen größeren Toleranzausgleich als ein einzelner punktförmiger Auslass.

Welche Rohrdurchmesser können angeschlossen werden?

Die kompakten Deckenleisten sind jeweils für Ø 20 beziehungsweise Ø 25 mm ausgelegt. Die universelle wiederverwendbare Ausführung deckt Installationsrohre von Ø 20 bis Ø 40 mm ab. Die 25°-Ausführung ist für Ø 20 und Ø 25 mm vorgesehen.

Warum ist der Toleranzausgleich bei Zwischenwänden wichtig?

Der genaue Verlauf einer späteren Leichtbauwand kann gegenüber der Rohbauplanung geringfügig abweichen. Eine längliche Auslasszone bietet mehr Spielraum, um die aus der Betondecke kommenden Rohre innerhalb des vorgesehenen Bereichs in die Wand einzuspeisen.

Welche Funktion hat die 25°-Rohreinführung?

Sie führt Ø-20- beziehungsweise Ø-25-mm-Installationsrohre in einem flachen Winkel zur Schalungsebene und unterstützt dadurch die Rohrverlegung auf der ersten Bewehrungslage.

Gibt es wiederverwendbares Schalungszubehör?

Ja. Die universelle Ausführung für Rohre von Ø 20 bis Ø 40 mm ist dafür vorgesehen, nach dem Ausschalen aus der Betondecke entfernt und bei weiteren Installationen erneut verwendet zu werden.

Können zwei Rohre an derselben Auslassstelle geführt werden?

Ja. Deckenleisten sind dafür ausgelegt, zwei Rohre an einer Auslassstelle aufzunehmen beziehungsweise Rohrenden für die spätere Weiterführung bereitzustellen. Die zulässigen Rohrdurchmesser richten sich nach der jeweiligen Ausführung.

Wann ist statt einer Deckenleiste eine Übergangstülle sinnvoll?

Wenn ein definierter einzelner Rohrübergang oder Deckenauslass ohne großen seitlichen Toleranzbereich benötigt wird. End- und Übergangstüllen sowie Deckenkrümmer sind dafür kompakter auf einen einzelnen Rohrweg abgestimmt.