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Brandschutz-Deckendosen HWD 30 & Zubehör

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KAISER · HWD 30

KAISER Brandschutz-Deckendosen HWD 30

KAISER HWD 30 Deckendosen ermöglichen den Einbau von elektrischen Anschlusspunkten und geeigneten Geräten in Brandschutzdecken von F30/EI30 bis F90/EI90. Ein integrierter Dämmschichtbildner reagiert im Brandfall auf die Temperaturbeanspruchung und verschließt den Bereich der Installationsöffnung. Damit lassen sich beispielsweise Rauch- und Präsenzmelder sowie geeignete Fluchtwegbeleuchtungen in dafür nachgewiesenen Deckenkonstruktionen installieren.

Die Feuerwiderstandsklasse ergibt sich aus dem vollständigen Deckenaufbau: F30/EI30 ist ohne zusätzliche Hinterlegung vorgesehen, F60/EI60 mit geeigneter mineralischer Dämmung und F90/EI90 mit der dafür festgelegten Mineralwolle. Neben der kompakten Deckendose steht eine tiefere Decken-Verbindungsdose mit zusätzlichem Anschlussraum zur Verfügung.

Wie reagiert die HWD 30 im Brandfall?

Funktionsprinzip der HWD 30 Deckendose bei Brandbeanspruchung Links ist die Deckendose im normalen Zustand innerhalb einer zweilagigen Deckenbekleidung dargestellt. Rechts zeigt das orange markierte dämmschichtbildende Material die Reaktion bei Temperaturbeanspruchung. Dämmschichtbildner verschließt die Öffnung Normalbetrieb Brandbeanspruchung

Der integrierte Dämmschichtbildner reagiert auf hohe Temperaturen

Im normalen Betrieb bleibt der Innenraum der Deckendose für Geräteeinsatz beziehungsweise Leitungsverbindung verfügbar. Bei Brandbeanspruchung schäumt das integrierte Material auf und verschließt den Bereich der Öffnung. Dadurch wird der durch die Elektroinstallation verursachte Eingriff in die Brandschutzdecke innerhalb des dafür nachgewiesenen Systems geschützt.

Wichtig: Die Dose erzeugt nicht unabhängig vom Bauteil eine Feuerwiderstandsklasse. Entscheidend ist immer die vollständige, nachgewiesene Kombination aus Deckenaufbau, Beplankung, Dämmung, Dose, Leitungsführung und gegebenenfalls Brandschutzdeckel.

Schematische Funktionsdarstellung; kein Ersatz für Montageanleitung, Zulassung oder brandschutztechnischen Nachweis.

Wie unterscheiden sich F30/EI30, F60/EI60 und F90/EI90 beim Einbau?

Feuerwiderstand Einbaubedingung Worauf achten?
F30 / EI30 Einbau ohne zusätzliche Mineralwolle-Hinterlegung vorgesehen Deckenkonstruktion und Beplankung müssen dem nachgewiesenen Aufbau entsprechen.
F60 / EI60 Hinterlegung mit geeignetem mineralischem Dämmstoff Dämmstoff muss den dafür vorgesehenen brandschutztechnischen Anforderungen entsprechen.
F90 / EI90 Hinterlegung mit Rockwool / Termarock 100 Die definierte Dämmstoffausführung ist Bestandteil des nachgewiesenen Gesamtaufbaus.

Praxis-Hinweis: Eine höhere Feuerwiderstandsklasse lässt sich nicht allein durch „mehr Dämmung“ herstellen. Materialtyp, Lage und Deckenaufbau müssen mit dem jeweiligen Verwendbarkeitsnachweis übereinstimmen.

Deckendose oder Decken-Verbindungsdose – welcher Einbauraum wird benötigt?

Vergleich der HWD 30 Deckendose mit 44 Millimeter Tiefe und der Decken-Verbindungsdose mit 54,5 Millimeter Tiefe Links ist eine flachere Deckendose mit 44 Millimetern Tiefe dargestellt. Rechts ist eine tiefere Decken-Verbindungsdose mit 54,5 Millimetern Tiefe und zusätzlichem Raum für Leitungen dargestellt. Gleiche Einbauöffnung – unterschiedliche Bautiefe 44 mm Tiefe 54,5 mm Tiefe Deckendose Decken-Verbindungsdose

Die tiefere Ausführung schafft zusätzlichen Anschlussraum

Beide HWD 30 Bauformen arbeiten mit einer Ø-74-mm-Einbauöffnung und einer Ø-60-mm-Installationsöffnung. Die kompakte Deckendose ist 44 mm tief. Die Decken-Verbindungsdose besitzt mit 54,5 mm mehr Bautiefe und ist damit auf einen größeren Anschluss- beziehungsweise Verdrahtungsraum ausgelegt.

Praxis-Hinweis: Vor dem Fräsen nicht nur Ø 74 mm prüfen. Auch die verfügbare Hohlraumtiefe oberhalb der Deckenbekleidung muss zur gewählten Dose und zur geplanten Leitungsführung passen.

Welche technischen Merkmale gelten für HWD 30?

Merkmal Deckendose Decken-Verbindungsdose
Einbauöffnung Ø 74 mm Ø 74 mm
Installationsöffnung Ø 60 mm Ø 60 mm
Tiefe 44 mm 54,5 mm
Plattenstärke 7–40 mm 7–40 mm
Einführungen 4 4
Leitungseinführung bis Ø 11,5 mm bis Ø 11,5 mm
Gerätebefestigung 2 Schraubdome 2 Schraubdome
Schutzart IP30 IP30
Feuerwiderstand F30–F90 / EI30–EI90 im vorgesehenen Deckenaufbau F30–F90 / EI30–EI90 im vorgesehenen Deckenaufbau
Werkstoffeigenschaft halogenfrei halogenfrei
Nachweise Z-19.21-1788 / ETA-18/0091 Z-19.21-1788 / ETA-18/0091
Die Feuerwiderstandsklasse gilt nur für die jeweils nachgewiesene Einbausituation. Maßgeblich sind die aktuellen Montageunterlagen und Verwendbarkeitsnachweise.

Wofür wird der HWD 30 Brandschutzdeckel benötigt?

Geschlossene Verbindungsstelle

Der passende Brandschutzdeckel ermöglicht den geschlossenen Abschluss einer dafür vorgesehenen HWD 30 Installation. Damit kann die Deckendose im dokumentierten Aufbau auch für eine Verbindungsfunktion genutzt werden.

Brandschutzfunktion bleibt systemgebunden

Der Deckel ist Bestandteil des Brandschutzsystems und nicht mit einem normalen Universal- oder Federdeckel gleichzusetzen. Die erreichbare Feuerwiderstandsklasse richtet sich weiterhin nach dem konkreten Decken- und Dosenaufbau.

Zubehör zur vorhandenen Dose abstimmen

Deckel und Dose müssen ausdrücklich miteinander kompatibel sein. Eine ähnliche Öffnungsgröße allein genügt bei brandschutztechnischen Installationen nicht für die Auswahl.

Welche Montagefehler sind bei HWD 30 besonders kritisch?

Fräsloch größer als Ø 74 mm

Die Dose ist für eine definierte Ø-74-mm-Einbauöffnung vorgesehen. Eine übergroße oder stark beschädigte Öffnung verändert die mechanische Befestigung und kann vom geprüften Einbauzustand abweichen.

Falsche Dämmung für F60 oder F90

Die höheren Feuerwiderstandsklassen sind an konkrete Dämmstoffbedingungen gekoppelt. F60/EI60 und F90/EI90 dürfen deshalb nicht allein aus der Produktbezeichnung abgeleitet werden.

Leitungsöffnung unnötig vergrößern

Leitungseinführungen sollten passend zum tatsächlichen Leitungsdurchmesser hergestellt werden. Unnötig große Öffnungen weichen vom vorgesehenen Systemaufbau ab.

Praxis-Hinweis: Bei einer bestehenden Ø-68-mm-Öffnung ist nicht einfach freihändig auf Ø 74 mm zu erweitern. Für eine exakt geführte Erweiterung stehen dafür vorgesehene Zentrierhilfen und Hohlwandfräser zur Verfügung.

Welche verwandte Brandschutzlösung passt zur Einbausituation?

Sicherheitshinweis: Brandschutzdosen dürfen ausschließlich in den dafür vorgesehenen und nachgewiesenen Deckenkonstruktionen eingesetzt werden. Beplankung, Dämmstoff, Einbauöffnung, Leitungsführung, Zubehör und Feuerwiderstandsklasse müssen mit den aktuellen Verwendbarkeitsnachweisen und Montageunterlagen übereinstimmen. Abweichungen können die brandschutztechnische Funktion der Decke beeinträchtigen. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.

Häufige Fragen zu KAISER HWD 30 Brandschutz-Deckendosen

Wofür wird eine HWD 30 Deckendose eingesetzt?

Sie ermöglicht elektrische Einbauten in dafür vorgesehenen Brandschutzdecken. Typische Anwendungen sind beispielsweise Rauch- oder Präsenzmelder sowie geeignete Fluchtwegbeleuchtungen und elektrische Anschlusspunkte.

Welche Feuerwiderstandsklassen sind mit HWD 30 möglich?

Das System ist für F30/EI30 bis F90/EI90 vorgesehen. Die erreichbare Klasse hängt vom vollständigen Deckenaufbau und der Dämmstoff-Hinterlegung ab.

Wird für F30/EI30 Mineralwolle benötigt?

Für den vorgesehenen F30/EI30-Aufbau ist keine zusätzliche Mineralwolle-Hinterlegung erforderlich. Die zugrunde liegende Brandschutzdecke muss dennoch dem nachgewiesenen System entsprechen.

Was ist für F60/EI60 und F90/EI90 zu beachten?

Für F60/EI60 ist eine geeignete mineralische Dämmstoff-Hinterlegung vorgesehen. Für F90/EI90 ist die Installation mit Rockwool beziehungsweise Termarock 100 nach dem dafür festgelegten Aufbau auszuführen.

Was unterscheidet Deckendose und Decken-Verbindungsdose?

Die Deckendose ist 44 mm tief, die Decken-Verbindungsdose 54,5 mm. Die tiefere Bauform bietet dadurch mehr Anschlussraum. Einbauöffnung, Installationsöffnung, zulässige Plattenstärke und die grundlegende Brandschutzfunktion sind vergleichbar.

Welche Einbauöffnung wird benötigt?

Für beide HWD 30 Dosen ist eine Ø-74-mm-Einbauöffnung vorgesehen. Die Installationsöffnung für den Geräteeinsatz beträgt Ø 60 mm.

Kann HWD 30 nachträglich eingebaut werden?

Ja. Das System ist auch für nachträgliche Installationen vorgesehen. Entscheidend ist, dass der vorhandene Deckenaufbau und die nachträgliche Öffnung weiterhin den Bedingungen des Brandschutzsystems entsprechen.

Welche Nachweise gelten für HWD 30?

Für HWD 30 sind unter anderem die allgemeine Bauartgenehmigung Z-19.21-1788 und die Europäische Technische Bewertung ETA-18/0091 ausgewiesen. Für Planung und Ausführung ist die jeweils aktuelle Fassung der zugehörigen Unterlagen maßgeblich.