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Zugkästen

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KAISER · Betonbau Zugkästen

KAISER Zugkästen für Rohrnetzwerke im Betonbau

KAISER Zugkästen schaffen zugänglichen Raum innerhalb von Elektroinstallationsrohren im Ortbeton, damit Leitungen auch bei längeren oder bogenreichen Rohrstrecken eingezogen, nachgezogen oder später nachbelegt werden können. Für die Auswahl zählen vor allem Länge und Verlauf des Rohrnetzes, Anzahl und Durchmesser der Rohre, benötigter Innenraum sowie die Einbaulage in Wand oder Decke.

Wann muss ein Zugkasten im Rohrnetz eingeplant werden?

Planungsgrenzen für Zugkästen bei langen Rohrstrecken und mehreren Bögen Links ist eine lange Rohrstrecke über 15 Meter mit einem Zugkasten dargestellt. Rechts verläuft ein Installationsrohr über mehr als zwei Bögen und enthält ebenfalls einen zugänglichen Zugkasten. Zugang im Rohrnetz rechtzeitig einplanen ROHRSTRECKE > 15 M MEHR ALS 2 BÖGEN über 15 m 3 Bögen dargestellt

Lange und bogenreiche Rohrwege brauchen einen zugänglichen Zwischenpunkt

Bei Rohrstrecken von mehr als 15 m sowie bei mehr als zwei Bögen ist nach DIN 18015-1 ein Zugkasten vorzusehen. Der zusätzliche Zugang reduziert die Länge beziehungsweise Zahl der Richtungsänderungen, die beim Einziehen einer Leitung in einem Arbeitsgang überwunden werden müssen.

Praxis-Hinweis: Den Zugkasten nicht erst dort einplanen, wo das Einziehen bereits schwierig wird. Rohrlänge, Bögen und spätere Zugrichtung sollten bereits mit der Rohrnetzplanung feststehen.

Schematische Planungsdarstellung; kein maßstäblicher Rohrverlauf. Die konkrete Leitungs- und Rohrplanung muss zum vorgesehenen Installationssystem passen.

Wie werden Zugkästen in Decke und Wand befestigt?

Montage eines Zugkastens auf Deckenschalung und an der Bewehrung Links ist ein Zugkasten auf einer horizontalen Deckenschalung dargestellt. Rechts sitzt ein Zugkasten mithilfe einer Prefix Befestigung zwischen Bewehrung und Gegenschalung. Montage passend zur Einbaulage DECKENSCHALUNG WAND / BEWEHRUNG Befestigung auf Schalung Bewehrung Prefix®

Die Einbaulage bestimmt das Befestigungsprinzip

Auf der Deckenschalung werden dafür vorgesehene Zugkästen über vormontierte Nägel fixiert. Für Wandinstallationen können geeignete Bauformen mit Prefix®-Flügeln an der Bewehrung vorfixiert und anschließend mit Rödeldraht befestigt werden. Dadurch ist bei dieser Montageart die Installation zur Gegenschalung ohne zusätzliches Stützelement und Gegenlager möglich.

Praxis-Hinweis: Vor der Zubehörwahl festlegen, ob der Kasten auf einer Deckenschalung oder zur Gegenschalungsseite einer Wand montiert wird. Befestigungszubehör ist nicht unabhängig von Kastenbauform und Einbaulage austauschbar.

Schematische Montageprinzipien. Befestigung, Bewehrungslage und Schalungsaufbau müssen zur jeweiligen Kasten- und Zubehörbauform passen.

Welche Merkmale bestimmen die passende Zugkastengröße?

Merkmal Auswahl Bedeutung
Rohrstrecke Bis / über 15 m Lange Rohrstrecken benötigen zusätzliche Zug- und Zugangspunkte.
Rohrverlauf Bis / mehr als 2 Bögen Mehr Richtungsänderungen erhöhen den Widerstand beim Einziehen und Nachbelegen.
Kastenfläche Bei den eigentlichen Zugkästen unter anderem 250 × 180 und 400 × 300 mm Größere Kästen bieten mehr Raum zum Führen, Greifen und Umlenken mehrerer Leitungen.
Tiefe Je nach Bauform etwa 120 bis 220 mm Tiefere Ausführungen schaffen mehr Raum für Leitungsreserven und umfangreichere Rohrnetze.
Rohranschlüsse Typisch Ø 20, 25, 32 und 40 mm; größere Ausführungen zusätzlich für größere Anschlüsse Alle geplanten Rohrwege müssen geometrisch zur gewählten Kastenbauform passen.
Abdeckung Schraub-, Schutz- oder Feuchtraumdeckel je nach System Der Deckel muss zum Grundkasten und zur vorgesehenen späteren Nutzung passen.
Höhenanpassung Aufsatzrahmen bei dafür geeigneten Kästen Ermöglicht beispielsweise die Anpassung bei zusätzlichem Deckenaufbau oder Unterdecken-Isolation.

Auswahlregel: Nicht nur die Zahl der Rohre betrachten. Ein Zugkasten muss auch genügend freien Raum bieten, damit Leitungen tatsächlich eingezogen, gegriffen, umgelenkt und später nachbelegt werden können.

Passende Bereiche für Zugkasten und Rohrnetz

Sicherheitshinweis: Zugkästen und Rohrnetze müssen bereits vor dem Betonieren hinsichtlich Position, Zugänglichkeit, Rohrführung und Befestigung vollständig geplant sein. Kasten, Deckel, Rohreinführungen und Montagezubehör müssen zum vorgesehenen Betonbauaufbau passen. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation.

Häufige Fragen zu Betonbau Zugkästen

Wann wird ein Zugkasten im Installationsrohr benötigt?

Bei Rohrstrecken von mehr als 15 m oder bei mehr als zwei Bögen ist nach DIN 18015-1 ein Zugkasten einzuplanen. Er schafft einen zugänglichen Zwischenpunkt zum Einziehen und späteren Nachbelegen von Leitungen.

Was unterscheidet einen Zugkasten von einem Verbindungskasten?

Der Schwerpunkt eines Zugkastens liegt auf der Zugänglichkeit des Rohrnetzes und dem Durchziehen beziehungsweise Nachbelegen von Leitungen. Ein Verbindungskasten dient dagegen vorrangig als Raum für elektrische Verbindungen, Abzweigungen und Klemmstellen.

Warum gibt es Zugkästen mit unterschiedlicher Tiefe?

Eine größere Tiefe schafft zusätzlichen Innenraum für umfangreichere Rohrzuführungen, Leitungsreserven und das sichere Greifen beziehungsweise Umlenken der Leitungen. Die erforderliche Tiefe richtet sich deshalb nach dem geplanten Rohrnetz und Platzbedarf.

Kann ein Zugkasten auch in einer Betonwand montiert werden?

Ja. Für geeignete Zugkästen ist neben der Montage auf der Deckenschalung auch eine Wandmontage an der Bewehrung möglich. Dafür stehen passende Prefix®-Befestigungselemente zur Verfügung.

Wozu dient ein Aufsatzrahmen bei Zugkästen?

Ein passender Aufsatzrahmen vergrößert die Einbauhöhe des Kastens. Das ist beispielsweise relevant, wenn durch zusätzliche Deckenaufbauten oder Unterdecken-Isolation eine größere Distanz bis zur späteren Oberfläche überbrückt werden muss.

Welche Deckel gibt es für Zugkästen?

Je nach Kastenserie stehen unter anderem Schraubdeckel, Schutz- beziehungsweise Putzdeckel sowie Feuchtraumdeckel zur Verfügung. Der Deckel muss exakt zur jeweiligen Kastengröße und zum vorgesehenen Einsatzbereich passen.