Hakenaufnahme muss vorhanden sein
Nicht jeder Leitungs- oder Lampenauslass ist automatisch zur Aufnahme einer Hängelast vorgesehen. Für Leuchtenbefestigungen muss die Bauform ausdrücklich eine geeignete Hakenaufnahme besitzen.
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KAISER Decken- und Wandauslässe schaffen definierte Übergabe- und Befestigungspunkte für Leitungen, Elektroinstallationsrohre und Leuchtenanschlüsse im Betonbau. Die Bauformen unterscheiden sich dabei deutlich: Wandauslässe führen Installationen gezielt an die Wandoberfläche, Deckenauslässe schaffen Anschluss- und Befestigungsflächen in der Decke, Decken-Verbindungsdosen bieten zusätzlichen Installationsraum. Vor dem Einbetonieren müssen deshalb Auslassposition, Rohrführung, benötigter Innenraum und eine gegebenenfalls vorgesehene Leuchtenbefestigung feststehen.
Der Wandauslass führt Installationsrohre beziehungsweise Leitungen an einer vorab festgelegten Stelle aus dem Betonbauteil heraus. Für die vorhandenen Bauformen sind Rohranschlüsse für 20 und 25 mm vorgesehen. Er dient dabei nicht automatisch als Befestigungspunkt für eine Hängelast.
Deckenauslässe können eine universelle Befestigungsfläche für den späteren Leuchtenanschluss bereitstellen. Tiefere Decken-Verbindungsdosen schaffen zusätzlich Raum für Rohranschlüsse, Leitungen und Verbindungen innerhalb des Betonbauteils.
Praxis-Hinweis: Einen einfachen Leitungs- oder Wandauslass nicht mit einer tragfähigen Leuchtenaufnahme gleichsetzen. Soll später eine Leuchte mechanisch getragen werden, muss die dafür vorgesehene Dose beziehungsweise Leuchtenhaken-Aufnahme bereits bei der Betoninstallation eingeplant sein.
Die kompaktere B¹-Ausführung arbeitet mit 72 mm Tiefe und einer Ø-45-mm-Auslassöffnung. Durch die 45°-Geometrie wird die Rohrführung anders in den Dosenkörper eingebunden als bei der tieferen geraden Bauform.
Die tiefere B¹-Ausführung erreicht 103 mm und bietet dadurch mehr Raum innerhalb des Betonbauteils. Beide Bauformen besitzen eine universelle Befestigungsfläche und sind für Rohre Ø 20 und 25 mm sowie Leitungen bis Ø 16 mm ausgelegt.
Praxis-Hinweis: Tiefe nicht pauschal als Qualitätsmerkmal betrachten. Entscheidend ist, ob die Bauhöhe, Rohrführung und spätere Anschlussaufgabe zum geplanten Deckenaufbau passen.
| Merkmal | Wandauslass | Universal-Deckenauslass | B¹ Deckenauslass |
|---|---|---|---|
| Hauptaufgabe | Leitungs-/Rohrübergang zur Wandoberfläche | Deckenanschluss mit universeller Befestigungsfläche | Deckenanschluss mit B¹-Rohrführung |
| Typischer Einbau | Ortbeton | Ortbeton | Ortbeton |
| Rohranschluss | Ø 20 / 25 mm | Ø 20 / 25 mm, teils zusätzlich Ø 32 mm | Ø 20 / 25 mm |
| Auslassöffnung | bauformabhängig | Ø 48 mm bei klassischer Universalausführung | Ø 45 mm |
| Universelle Befestigungsfläche | nicht bei jeder Bauform | Ø 85 mm | Ø 85 mm |
| Leuchtenhaken-Aufnahme | bauformabhängig | vorhanden | vorhanden |
| Hängelast | nicht pauschal zulässig | bis 50 N mit vorgesehener Hakenaufnahme | bis 50 N mit vorgesehener Hakenaufnahme |
| Schutzart | bauformabhängig | IP30 | IP30 |
Bei mehreren B¹-Deckendosen in einer Flucht können Elektroinstallationsrohre durchgehend eingelegt werden, ohne das Rohr zwischen jeder einzelnen Dose vorher zu schneiden. Die Rohreinführungen liegen dafür erhöht am Dosenkörper.
Das unterstützt einen aufgeräumten Rohrverlauf auf der Schalung und reduziert Konflikte mit der unteren Bewehrung. Die benötigten Rohröffnungen werden erst dort geöffnet, wo tatsächlich eine Einführung vorgesehen ist.
Praxis-Hinweis: Vor dem Öffnen aller Einführungen den tatsächlichen Rohrverlauf festlegen. Nicht benötigte Öffnungen geschlossen lassen und Rohre so führen, dass Dosenposition und Bewehrung nicht nachträglich gegeneinander verschoben werden müssen.
Nicht jeder Leitungs- oder Lampenauslass ist automatisch zur Aufnahme einer Hängelast vorgesehen. Für Leuchtenbefestigungen muss die Bauform ausdrücklich eine geeignete Hakenaufnahme besitzen.
Die dafür vorgesehenen universellen Deckenauslässe erfüllen mit passenden Leuchtenhaken die Anforderungen für eine Aufhängelast bis 50 N. Diese Grenze betrifft die mechanische Lastaufnahme des vorgesehenen Systems.
Vollisolierte selbstformende Leuchtenhaken stehen in unterschiedlichen Schaftlängen zur Verfügung. Die Länge ist nach Dosentiefe, fertiger Deckenoberfläche und gewünschter Hakenposition auszuwählen.
Betonbauauslässe werden vor dem Betonieren auf beziehungsweise an der Schalung positioniert. Leuchten-, Geräte- und Rohrpositionen müssen deshalb bereits aus der Elektroplanung hervorgehen.
Eine Ø-45- oder Ø-48-mm-Auslassöffnung beschreibt nicht automatisch die gesamte nutzbare Befestigungsfläche. Bei Universal-Auslässen kann die Anschraubfläche deutlich größer sein.
Auslässe für die Montage auf einer Ortbeton-Schalung und Lösungen für die Werksfertigung können unterschiedliche Befestigungsprinzipien besitzen. Die Bauweise des Betonbauteils gehört deshalb zu den ersten Auswahlkriterien.
Weitere Geräte-, Verbindungs- und Einbaulösungen für unterschiedliche Wand- und Deckenaufbauten lassen sich über den übergeordneten Installationsbereich nach Bauweise einordnen.
Installationsmaterial ansehenFür eine übergeordnete Zuordnung zwischen Unterputz-, Hohlwand-, Betonbau-, Brandschutz- und weiteren Installationssystemen führt die Herstellerübersicht zu den passenden Einbaubereichen.
KAISER Systeme einordnenSicherheitshinweis: Position, Befestigung auf der Schalung, Rohranschlüsse und gegebenenfalls vorgesehene Leuchtenhaken sind vor dem Betonieren entsprechend Planung und Montagevorgaben auszuführen. Nicht als Hängelast-Aufnahme ausgewiesene Auslässe dürfen dafür nicht verwendet werden. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.
Ein Wandauslass führt Leitungen beziehungsweise Elektroinstallationsrohre an einer definierten Stelle an die Wandoberfläche. Ein Deckenauslass kann zusätzlich eine größere Befestigungsfläche und – bei dafür vorgesehenen Bauformen – eine Aufnahme für einen Leuchtenhaken bereitstellen.
Nein. Eine Hängelast darf nur an dafür vorgesehenen Bauformen und Befestigungspunkten aufgenommen werden. Universelle Deckenauslässe mit Leuchtenhaken-Aufnahme sind mit passenden Haken bis 50 N beziehungsweise 5 kg ausgelegt.
Bei den hier relevanten Wandauslässen und B¹-Deckenauslässen sind vor allem Elektroinstallationsrohre mit Ø 20 und 25 mm vorgesehen. Einzelne tiefere Bauformen besitzen zusätzlich Einführungen für Ø 32 mm.
Die 45°-Bauform führt Rohre geometrisch anders in den Dosenkörper und kommt mit geringerer Einbautiefe aus. Eine tiefere gerade Ausführung stellt mehr Installationsraum bereit. Welche Bauform passt, hängt von Deckenaufbau und Rohrführung ab.
Die zentrale Auslassöffnung dient der Leitungsführung. Die umliegende universelle Befestigungsfläche stellt dagegen den mechanischen Montagebereich für das spätere Anbaugerät bereit. Beide Maße erfüllen daher unterschiedliche Aufgaben.
Nicht pauschal. Ein einfacher Wandauslass kann ausdrücklich nicht zur Aufnahme einer Hängelast vorgesehen sein. Für mechanisch belastete Leuchtenbefestigungen ist eine dafür ausgewiesene Bauform zu verwenden.
Vor dem Betonieren. Auslass, Rohrführung und spätere Anschlussposition werden im Ortbeton bereits auf beziehungsweise an der Schalung festgelegt. Eine nachträgliche Verschiebung ist daher deutlich aufwendiger als bei Trockenbauinstallationen.
Weitere Dosen und Einbaulösungen für Beton-, Hohlwand- und Unterputzinstallationen sind unter KAISER Installationsmaterial eingeordnet.
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