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Kabelverschraubungen Progress® aus rostfreiem & säurebeständigem Stahl A4 für hohe Temperaturen

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KAISER · Progress® Stahl A4 HT

KAISER A4-Kabelverschraubungen für hohe Temperaturen kaufen

KAISER Progress® A4-Hochtemperatur-Kabelverschraubungen bestehen aus rostfreiem und säurebeständigem CrNiMo-Stahl und arbeiten mit einem Dichteinsatz aus Fluorkautschuk FPM/FKM. Die Ausführungen sind für Temperaturen von −40 °C bis +200 °C vorgesehen. A4 beschreibt dabei die Werkstoffausführung – nicht die Temperaturklasse. Für die Auswahl müssen Kabeldurchmesser, Anschlussgewinde und Einbausituation ebenso passen wie die thermischen Anforderungen.

Was A4 und Hochtemperatur jeweils bedeuten

A4-Kabelverschraubung aus CrNiMo-Stahl Schematische Kabelverschraubung mit A4-Kennzeichnung. Die Grafik zeigt A4 als Werkstoffmerkmal. CrNiMo-Stahl A4 rostfrei · säurebeständig

A4 steht für den Werkstoff

A4 kennzeichnet hier die Ausführung aus rostfreiem und säurebeständigem CrNiMo-Stahl. Das ist vor allem dann relevant, wenn neben hohen Temperaturen auch die Werkstoffbeständigkeit gegenüber der Umgebung eine Rolle spielt. Die Verträglichkeit mit konkreten Medien muss dabei zur jeweiligen Anwendung passen.

Hochtemperatur-Dichteinsatz aus FPM beziehungsweise FKM Schematischer Querschnitt einer Kabelverschraubung mit orange markiertem Dichteinsatz. Darunter steht der Temperaturbereich von minus 40 bis plus 200 Grad Celsius. FPM / FKM −40 bis +200 °C

Die Dichtung muss die Temperatur mitmachen

Ein hitzebeständiger Metallkörper allein reicht nicht aus. Auch der Dichteinsatz muss für die auftretenden Temperaturen geeignet sein. Hier kommt FPM/FKM zum Einsatz, damit Klemmung und Abdichtung für den vorgesehenen Temperaturbereich ausgelegt sind.

Schematische Funktionsdarstellung; keine maßstäbliche Montagezeichnung. Die zulässigen Einsatzbedingungen der angeschlossenen Leitung und aller weiteren Bauteile sind zusätzlich zu berücksichtigen.

Welche Angaben müssen bei A4-HT-Kabelverschraubungen passen?

Kabeldurchmesser und Klemmbereich Schematischer Kabelquerschnitt mit markiertem Außendurchmesser. Kabel-Ø Klemmbereich

Kabeldurchmesser

Der tatsächliche Außendurchmesser der Leitung muss innerhalb des angegebenen Klemmbereichs liegen. Nur dann können Dichtung, Kompression und Zugentlastung so arbeiten, wie es für die jeweilige Ausführung vorgesehen ist. Die Gewindegröße sagt darüber nichts aus.

Metrisches oder PG-Anschlussgewinde in langer Ausführung Schematische Kabelverschraubung mit langem Anschlussgewinde. Die Grafik weist auf metrische und PG-Gewinde hin. Metrisch / PG langes Gewinde

Anschlussgewinde

Metrische und PG-Gewinde sind unterschiedliche Systeme und nicht gegeneinander austauschbar. Zusätzlich ist hier ein langes Anschlussgewinde vorgesehen. Es muss zur vorhandenen Wandstärke, Gewindeaufnahme oder Befestigungssituation passen.

Dichteinsatz mit optionalem Inlet Schematische Darstellung eines Dichteinsatzes und eines zusätzlichen Inlets, das die nutzbare Öffnung verkleinert. Dichteinsatz Inlet mit / ohne Inlet

Dichteinsatz und Inlet

Bei dafür vorgesehenen Ausführungen verkleinert ein zusätzliches Inlet die nutzbare Öffnung des Dichteinsatzes. Dadurch lässt sich ein kleinerer Kabeldurchmesser klemmen. Maßgeblich ist deshalb immer der Klemmbereich der konkreten Ausführung – mit oder ohne Inlet.

Auswahlregel: Zuerst Temperaturanforderung und benötigte Werkstoffausführung klären. Danach Kabelaußendurchmesser und Anschlussgewinde abgleichen. Bei Ausführungen mit Inlet zusätzlich darauf achten, welcher Klemmbereich für den jeweiligen Dichtaufbau gilt.

A4-Hochtemperaturausführungen passend einordnen

Sicherheitshinweis: Arbeiten an elektrischen Anlagen gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Bei hohen Umgebungstemperaturen reicht die Temperaturfreigabe der Kabelverschraubung allein nicht aus: Leitung, Gehäuse und angrenzende Komponenten müssen ebenfalls für die tatsächlichen Betriebsbedingungen geeignet sein. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.

Häufige Fragen zu A4-Kabelverschraubungen für hohe Temperaturen

Was bedeutet A4 bei einer Hochtemperatur-Kabelverschraubung?

A4 bezeichnet die verwendete Edelstahlgüte beziehungsweise die Ausführung aus rostfreiem und säurebeständigem CrNiMo-Stahl. Damit beschreibt A4 in erster Linie den Werkstoff und nicht die Temperaturklasse der Kabelverschraubung.

Ist A4 temperaturbeständiger als A2?

Nicht automatisch. Die entsprechenden Progress® Hochtemperaturausführungen aus A2 und A4 sind jeweils für −40 °C bis +200 °C ausgewiesen. A4 wird gewählt, wenn zusätzlich die Eigenschaften des rostfreien und säurebeständigen CrNiMo-Stahls benötigt werden.

Welche Aufgabe hat der FPM/FKM-Dichteinsatz?

Der Dichteinsatz übernimmt einen wesentlichen Teil der Abdichtung und Kompression am Kabel. Fluorkautschuk FPM/FKM eignet sich für den hier vorgesehenen hohen Temperaturbereich. Entscheidend bleibt, dass der Kabeldurchmesser innerhalb des freigegebenen Klemmbereichs liegt.

Wie werden Kabeldurchmesser und Gewindegröße ausgewählt?

Der Kabelaußendurchmesser wird mit dem Klemmbereich abgeglichen. Gewindeart und Nenngröße bestimmen dagegen, ob die Kabelverschraubung zum Gehäuseanschluss passt. Beide Maße erfüllen unterschiedliche Aufgaben und müssen unabhängig voneinander stimmen.

Was verändert ein zusätzliches Inlet?

Ein Inlet verkleinert bei dafür vorgesehenen Ausführungen die wirksame Öffnung des Dichteinsatzes. Dadurch entsteht ein eigener, kleinerer Klemmbereich. Bei der Auswahl ist deshalb darauf zu achten, ob die angegebenen Kabeldurchmesser für den normalen Dichteinsatz oder für die Variante mit Inlet gelten.

Welche Schutzart ist für die A4-Hochtemperaturausführungen ausgewiesen?

Für die Progress® A4-Hochtemperaturausführungen sind IP68 und IP69 ausgewiesen; für IP68 nennt KAISER bis zu 10 bar unter den vorgesehenen Bedingungen. Voraussetzung sind eine passende Leitung und die korrekte Montage der Kabelverschraubung.