Klemmbereich mit Gewinde verwechseln
M20 × 1,5 beschreibt den Anschluss an das Gehäuse, nicht den Kabeldurchmesser. Innerhalb derselben Gewindegröße können mehrere unterschiedliche Klemmbereiche angeboten werden.
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KAISER SYNTEC® Kunststoff-Kabelverschraubungen mit kurzem metrischem Anschlussgewinde verbinden M12 × 1,5 bis M32 × 1,5 mit unterschiedlichen Kabelklemmbereichen. Die Lamellentechnik übernimmt Abdichtung, Zugentlastung und Verdrehsicherheit rund um die Leitung; die Ausführungen erreichen Schutzart IP68. Varianten in Schwarz und Grau sowie Ausführungen mit zusätzlichem Knickschutz ermöglichen die Abstimmung auf Gehäuse, Leitungsdurchmesser und mechanische Beanspruchung.
Die Bezeichnung „kurzes Gewinde“ beschreibt die Bauform innerhalb der SYNTEC®-Familie. Die tatsächliche Anschlussgewindelänge hängt von der Gewindegröße ab. Bei M12 × 1,5 sind beispielsweise 6 mm, bei M20 × 1,5 9 mm und bei M32 × 1,5 10 mm ausgewiesen.
Nach dem Durchführen durch die Gehäusewand muss noch ausreichend Anschlussgewinde für die vorgesehene Befestigung verbleiben. Ist die Wand stärker oder werden zusätzliche Bauteile auf dem Gewinde benötigt, kann stattdessen eine Ausführung mit längerem Anschlussgewinde erforderlich sein.
Praxis-Hinweis: „Kurzes Gewinde“ nicht pauschal mit einer bestimmten Gehäusewandstärke gleichsetzen. Wandstärke, Dichtaufbau und benötigter Gewinderest für die Befestigung müssen zusammen betrachtet werden.
Beim Festziehen der Druckmutter werden die Lamellen radial nach innen geführt. Dadurch wird die Leitung mechanisch gehalten und gegen Verdrehen beziehungsweise Herausziehen gesichert. Der großflächige Sechskant der Druckmutter erleichtert das Ansetzen von Hand und das anschließende Festziehen mit Werkzeug.
Die Abdichtung funktioniert innerhalb des dafür vorgesehenen Klemmbereichs. Deshalb kann dieselbe metrische Gewindegröße mit unterschiedlichen Kabelbereichen angeboten werden – beispielsweise M20 × 1,5 sowohl für kleinere als auch für größere Leitungsdurchmesser.
Praxis-Hinweis: Das Anschlussgewinde bestimmt die Gehäuseöffnung, der Klemmbereich dagegen den zulässigen Kabeldurchmesser. Beide Maße unabhängig voneinander prüfen.
| Metrisches Gewinde | Kabelbereich Standard | Kabelbereich UL | Schlüsselweite |
|---|---|---|---|
| M12 × 1,5 | 2,5–6,5 mm | 5,0–6,5 mm | 15 mm |
| M16 × 1,5 | 2,0–6,0 mm oder 5,0–10,0 mm | 3,9–6,0 mm bzw. 5,7–10,0 mm | 19 mm |
| M20 × 1,5 | 3,5–8,0 mm oder 7,0–13,0 mm | 5,7–8,0 mm bzw. 8,0–13,0 mm | 24 mm |
| M25 × 1,5 | 5,0–11,0 mm oder 10,0–17,0 mm | 7,5–11,0 mm bzw. 12,8–17,0 mm | 29 mm |
| M32 × 1,5 | 17,0–25,0 mm | 19,5–23,0 mm | 42 mm |
| Merkmal | Angabe | Bedeutung für die Auswahl |
|---|---|---|
| Werkstoff | Polyamid | Kunststoffausführung für elektrische Kabel- und Leitungseinführungen |
| Gewindeart | metrisch, Steigung 1,5 mm | Passende metrische Gehäuseöffnung beziehungsweise Gegenmutter erforderlich |
| Gewindelänge | kurz | Für entsprechend geeignete Gehäusewand- und Befestigungsaufbauten |
| Klemmtechnik | Lamellentechnik | Mechanischer Halt und Verdrehsicherheit rund um den Kabelmantel |
| Schutzart | IP68 | Gilt bei fachgerechter Montage innerhalb der vorgesehenen Kabel- und Anschlussmaße |
| Dichtung | Dichtring, je nach Ausführung CR | Kabeldurchmesser muss innerhalb des vorgesehenen Klemmbereichs liegen |
| Zugentlastung | Typ A | Leitung wird mechanisch in der Verschraubung gehalten |
| Einsatztemperatur | −30 °C bis +100 °C | Temperaturbereich der Standardausführungen berücksichtigen |
| Halogenfrei | Ja | Werkstoffmerkmal der Kunststoffausführungen |
| Schwarze Ausführung | RAL 9005, UV-beständig | Für Anwendungen mit entsprechender Witterungs- beziehungsweise UV-Anforderung relevant |
| Weitere Farben | u. a. Hellgrau RAL 7035 | Optische Abstimmung auf Gehäuse und Installation |
Bei bewegten Leitungen oder Installationen mit wiederkehrender Biegebeanspruchung konzentriert sich die Belastung häufig direkt am Austritt aus der Druckmutter. Eine verlängerte Knickschutz-Ausführung führt das Kabel über einen größeren Bereich und reduziert einen abrupten Knick am Gehäuseaustritt.
Bei fest verlegten Leitungen ohne relevante Bewegung kann die normale SYNTEC®-Ausführung ausreichen. Knickschutz ist daher vor allem eine zusätzliche mechanische Funktion und kein Ersatz für die korrekte Wahl von Gewinde, Klemmbereich oder Dichtung.
M20 × 1,5 beschreibt den Anschluss an das Gehäuse, nicht den Kabeldurchmesser. Innerhalb derselben Gewindegröße können mehrere unterschiedliche Klemmbereiche angeboten werden.
Bleibt nach Gehäusewand und weiteren Bauteilen zu wenig Gewinde für die Befestigung übrig, passt die kurze Ausführung konstruktiv nicht. Die Gewindelänge muss deshalb vor der Montage gegen den realen Aufbau geprüft werden.
Die ausgewiesene Schutzart setzt den vorgesehenen Montageaufbau voraus. Ein Kabel außerhalb des zulässigen Klemmbereichs kann weder korrekt gehalten noch entsprechend der vorgesehenen Konstruktion abgedichtet werden.
Wenn Gewindeart, Werkstoff, Anschlusslänge oder Schutzfunktion von dieser SYNTEC®-Ausführung abweichen soll, führt die übergeordnete Auswahl zu weiteren Kunststoff- und Metallverschraubungen.
Kabelverschraubungen ansehenBei Durchgangsbohrungen ohne vorhandenes Innengewinde wird die Verschraubung häufig mit einer Gegenmutter befestigt. Nenngröße und Gewindesteigung müssen exakt zur Verschraubung passen.
Gegenmuttern ansehenWeitere Lösungen für Kabel- und Leitungseinführungen, Installationsdosen, Gehäuse und Zubehör lassen sich über die übergeordnete KAISER-Auswahl einordnen.
KAISER Elektroinstallation ansehenSicherheitshinweis: Gewinde, Klemmbereich, Gehäusewand, Dichtung und Befestigung müssen zur jeweiligen Installation passen. Die ausgewiesene Schutzart setzt eine fachgerechte Montage mit geeignetem Kabeldurchmesser voraus. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.
Die Verschraubungen besitzen ein metrisches Anschlussgewinde mit 1,5-mm-Steigung in der kurzen Bauform. Die tatsächliche Gewindelänge variiert mit der Nenngröße und muss zur vorhandenen Gehäusewand und Befestigung passen.
Die hier zusammengefassten Standardausführungen decken M12 × 1,5, M16 × 1,5, M20 × 1,5, M25 × 1,5 und M32 × 1,5 ab.
Das Gewinde definiert die Schnittstelle zum Gehäuse. Der Klemmbereich beschreibt dagegen den zulässigen Kabeldurchmesser des Dichtrings und der Klemmtechnik. Deshalb können beispielsweise innerhalb von M20 × 1,5 verschiedene Kabelbereiche vorgesehen sein.
Für die hier zusammengefassten SYNTEC®-Ausführungen mit Lamellentechnik ist IP68 ausgewiesen. Voraussetzung ist der vorgesehene Montageaufbau mit einem Kabel innerhalb des jeweiligen Klemmbereichs.
Beim Anziehen der Druckmutter werden mehrere Lamellen gleichmäßig um den Kabelmantel gespannt. Dadurch entstehen mechanischer Halt, Zugentlastung und Verdrehsicherheit; der Dichtring übernimmt gleichzeitig die Abdichtung im vorgesehenen Klemmbereich.
Bei Leitungen, die nahe am Gehäuseaustritt wiederholt gebogen oder bewegt werden. Der Knickschutz führt das Kabel über einen längeren Bereich und reduziert eine starke punktuelle Biegung direkt hinter der Verschraubung.
Der Unterschied liegt in der Länge des in das Gehäuse beziehungsweise durch die Wand geführten Anschlussgewindes. Ein längeres Gewinde bietet mehr Reserve für stärkere Wände oder zusätzliche Bauteile; die kurze Ausführung ist für entsprechend kompaktere Anschlussaufbauten vorgesehen.
Die zentralen SYNTEC®-Merkmale wie metrisches Gewinde, Lamellentechnik und IP68 sind in beiden Farbgruppen vorhanden. Einzelne Eigenschaften können jedoch ausführungsabhängig sein; beispielsweise ist für die schwarzen Varianten eine UV-beständige Ausführung ausgewiesen.
Weitere Gewindearten und Bauformen sind unter Kabelverschraubungen eingeordnet; für die Befestigung an Durchgangsöffnungen stehen passende KAISER Gegenmuttern zur Verfügung.
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