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KAISER · Progress® Messing mit Knickschutz

KAISER Progress® Messing mit Knickschutz kaufen

KAISER Progress® Kabelverschraubungen aus vernickeltem Messing mit Knickschutz führen den Leitungsabgang über einen längeren Übergangsbereich und wirken einer starken punktuellen Biegung direkt hinter der Verschraubung entgegen. Je nach Bauart übernimmt diese Aufgabe eine EPDM-Knickschutztülle oder eine Knickschutzfeder aus rostfreiem Stahl A2. Für die Auswahl müssen Knickschutzprinzip, Kabelaußendurchmesser, Dichtsystem und Anschlussgewinde gemeinsam zur Einbausituation passen.

Knickschutztülle oder Knickschutzfeder?

Progress Messing mit elastomerischer EPDM-Knickschutztülle Schematische Kabelverschraubung mit einer länglichen elastomerischen Tülle um den Kabelausgang. Beschriftungen liegen oberhalb und unterhalb der technischen Zeichnung. EPDM-Knickschutztülle elastomerischer Biegeübergang

Knickschutztülle aus EPDM

Die elastomerische Tülle umschließt den Kabelausgang über einen längeren Abschnitt. Für diese Bauart dokumentiert der Hersteller eine NBR-Dichtung und einen NBR-O-Ring. Der tatsächliche Kabelaußendurchmesser muss weiterhin zum vorgesehenen Klemmbereich passen.

Progress Messing mit Knickschutzfeder aus rostfreiem Stahl A2 Schematische Kabelverschraubung mit einer Feder um den Leitungsabgang. Die Feder befindet sich vollständig innerhalb der freien Zeichnungszone; Beschriftungen überdecken keine Konturen. A2-Knickschutzfeder Feder führt den Leitungsabgang

Knickschutzfeder aus A2

Die Feder stützt den Leitungsabgang mechanisch und verteilt die Biegung über einen längeren Bereich. Bei dieser Bauart besteht die Feder aus rostfreiem Stahl A2; der Hersteller führt dazu eine TPE-Dichtung und einen NBR-O-Ring.

Schematische Auswahlhilfe; keine maßstäbliche Montagezeichnung. Der Knickschutz ersetzt nicht den für das verwendete Kabel zulässigen Biegeradius.

Welche Merkmale entscheiden zusätzlich über die Auswahl?

Kabel-Ø und Dichtsystem

Der Kabelaußendurchmesser muss innerhalb des Klemmbereichs der jeweiligen Ausführung liegen. Gleichzeitig unterscheidet sich der Dichtaufbau zwischen den Knickschutzprinzipien: Bei der EPDM-Tülle wird NBR eingesetzt, bei der A2-Knickschutzfeder eine TPE-Dichtung mit NBR-O-Ring.

Metrisches oder PG-Gewinde

Je nach Ausführung kommen metrische oder PG-Anschlussgewinde zum Einsatz. Gewindeart und Nenngröße müssen zur vorhandenen Gehäuseaufnahme passen; ein geeigneter Kabel-Klemmbereich macht ein unpassendes Gewinde nicht kompatibel.

Schutzart und Temperatur

Für beide Knickschutzprinzipien sind IP68 und IP69 sowie Einsatztemperaturen von −40 bis +100 °C dokumentiert. Bei der Feder-Bauart ist IP68 bis 10 bar ausgewiesen. Die Angaben gelten nur unter den dafür vorgesehenen Montagebedingungen.

Auswahlregel: Zuerst Kabeldurchmesser und benötigtes Knickschutzprinzip festlegen, anschließend Dichtsystem und Anschlussgewinde abgleichen. Der Knickschutz verringert die punktuelle Biegebeanspruchung am Leitungsabgang, hebt aber weder die Kabelvorgaben zum Biegeradius noch die Anforderungen an Zugentlastung und Gehäuseanschluss auf.

Alternative Bauformen für den Leitungsabgang vergleichen

Sicherheitshinweis: Arbeiten an der elektrischen Anlage gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Unsachgemäße Installation kann zu Stromschlägen und Bränden führen. Kabeldurchmesser, Dichtsystem, Knickschutz, Gewinde und Gehäuse müssen zur vorgesehenen Anwendung passen. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.

Häufige Fragen zu Progress® Messing mit Knickschutz

Worin unterscheiden sich Knickschutztülle und Knickschutzfeder?

Die Knickschutztülle besteht aus EPDM und bildet einen elastomerischen Übergang um den Kabelausgang. Die Knickschutzfeder besteht aus rostfreiem Stahl A2 und führt die Leitung über ihre Federgeometrie. Beide Bauarten dienen dem Biegeschutz am Leitungsabgang, unterscheiden sich aber in Werkstoff, Dichtaufbau und Konstruktion.

Erlaubt der Knickschutz einen kleineren Kabel-Biegeradius?

Nein. Knickschutztülle und Knickschutzfeder vermindern eine starke punktuelle Biegung direkt am Ausgang der Kabelverschraubung. Der für das verwendete Kabel zulässige Biegeradius bleibt trotzdem einzuhalten und wird durch den Knickschutz nicht aufgehoben.

Muss der Kabeldurchmesser trotz Knickschutz zum Klemmbereich passen?

Ja. Der Knickschutz wirkt am Leitungsabgang, während Dichteinsatz und Kompressionstechnik das Kabel innerhalb der Verschraubung aufnehmen. Der tatsächliche Kabelaußendurchmesser muss deshalb weiterhin innerhalb des für die jeweilige Ausführung vorgesehenen Klemmbereichs liegen.

Welche Dichtungswerkstoffe werden bei den beiden Knickschutzprinzipien eingesetzt?

Für die Progress® Messing-Ausführungen mit EPDM-Knickschutztülle dokumentiert der Hersteller eine NBR-Dichtung und einen NBR-O-Ring. Bei den Ausführungen mit A2-Knickschutzfeder wird eine TPE-Dichtung mit NBR-O-Ring eingesetzt. Die Werkstoffe gehören zur jeweiligen Bauart und sind nicht beliebig austauschbar.

Sind metrische und PG-Ausführungen austauschbar?

Nein. Metrische und PG-Gewinde sind unterschiedliche Gewindesysteme. Die vorhandene Gehäuseaufnahme bestimmt, welche Gewindeart und Nenngröße benötigt werden. Ein passender Kabeldurchmesser oder dieselbe Knickschutzart bestätigt keine mechanische Gewindekompatibilität.

Welche Schutzart und Einsatztemperatur sind für die Knickschutz-Ausführungen dokumentiert?

Für die Progress® Messing-Bauarten mit EPDM-Knickschutztülle und mit A2-Knickschutzfeder sind IP68 und IP69 sowie Einsatztemperaturen von −40 bis +100 °C dokumentiert. Bei der Feder-Bauart ist IP68 bis 10 bar ausgewiesen. Die Angaben setzen die vorgesehenen Montagebedingungen und einen passenden Kabeldurchmesser voraus.