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Hohlwand-Brandschutzdosen

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KAISER · Brandschutz in Hohl- und Holzwänden

KAISER Hohlwand-Brandschutzdosen passend zum Wandaufbau auswählen

KAISER Brandschutzdosen für Hohlwände sichern elektrische Geräteeinbauten und Leitungsverbindungen in brandschutztechnisch relevanten Wandkonstruktionen. Die passende Ausführung richtet sich jedoch nicht allein nach der geforderten Feuerwiderstandsdauer. Trockenbauwände, Holzrahmen- und Holztafelbau sowie massive Holzelemente besitzen unterschiedliche Einbauöffnungen, Befestigungsprinzipien und Verwendbarkeitsnachweise.

Für beplankte Brandschutzwände stehen Lösungen mit Ø 68 mm Einbauöffnung und AFS-Technik zur Verfügung. Für massive Holzelemente ist dagegen eine speziell darauf abgestimmte PROTECT®-Bauform mit Ø 74 mm vorgesehen. Bei bestehenden Installationen können außerdem ältere HWD-68-Ausführungen relevant sein. Vor der Auswahl müssen deshalb zuerst Wandbauart und vorhandenes beziehungsweise geplantes Fräsloch feststehen.

Welche Brandschutzdose passt zu Trockenbau oder Massivholz?

Vergleich von Brandschutzdose in beplankter Hohlwand und Brandschutzdose in Massivholz Links ist eine beplankte Brandschutzwand mit einer runden 68-Millimeter-Einbauöffnung dargestellt. Rechts zeigt ein massives Holzelement eine 74-Millimeter-Einbauöffnung. Die Beschriftungen liegen getrennt unterhalb der jeweiligen Darstellung. Wandbauart bestimmt Öffnung und Befestigung beplankte Brandschutzwand Ø 68 mm Massivholzelement Ø 74 mm

Ø 68 mm und Ø 74 mm gehören zu unterschiedlichen Einbauprinzipien

O-range® Protect³ und die klassischen HWD-68-Ausführungen sind für beplankte Hohlwandkonstruktionen mit Ø-68-mm-Einbauöffnung ausgelegt. Die Massivholz-PROTECT®-Lösung wurde dagegen speziell für massive Holzelemente entwickelt und benötigt Ø 74 mm. Dort übernehmen Klemmrippen die werkzeuglose Befestigung im Holz.

Praxis-Hinweis: Das Fräsloch niemals allein aus der geforderten Feuerwiderstandsklasse ableiten. Zuerst Wandbauart und Dosensystem bestimmen – erst danach Ø 68 oder Ø 74 mm herstellen.

Schematischer Vergleich der Einbauprinzipien; Wandaufbau, Beplankung und erforderliche Hohlraumtiefe richten sich nach dem jeweiligen Nachweis.

Wie unterscheiden sich die Brandschutzsysteme?

System Geeigneter Wandaufbau Einbauöffnung Feuerwiderstand Kennzeichnende Merkmale
O-range® Protect³ Brandschutzwände in Trockenbauweise; geeignete Holzrahmen-, Holztafel- und Brettsperrholzaufbauten Ø 68 mm F30–F120 / EI30–EI120; Holzbau bis F90-B je nach Aufbau AFS-Technik, werkzeuglose Leitungs- und Rohreinführung bis Ø 25 mm, direkt gegenüberliegender Einbau, Schallschutz bis 69 dB.
HWD 68 Bestehende beziehungsweise entsprechend nachgewiesene Brandschutz-Hohlwände Ø 68 mm F30–F90 / EI30–EI90 im vorgesehenen Aufbau Bewährte ältere HWD-68-Generation mit Brand-, Schall- und Luftdichtheitsnachweisen.
Massivholz PROTECT® Massivholzelemente und dafür vorgesehene massive Holzwände Ø 74 mm F30-B–F120-B Klemmrippenbefestigung, 60 mm Tiefe, 8 Leitungseinführungen bis Ø 11,5 mm, direkt gegenüberliegender Einbau und bis zu 3-fache Kombinationen.
Bei Bestandsanlagen mit HWD 68 sind die zugehörigen älteren Nachweise maßgeblich. Bei einer Neuplanung sollten aktuelle Systemfreigaben und die konkreten Wandaufbauten miteinander abgeglichen werden.

Welche zusätzlichen Funktionen sind neben dem Brandschutz wichtig?

Schallschutz der Wand erhalten

Brandschutzdosen können gleichzeitig akustische Anforderungen erfüllen. O-range® Protect³ ist für geeignete Schallschutzwände bis 69 dB ausgewiesen; auch Massivholz PROTECT® ist darauf ausgelegt, die Schallschutzeigenschaft geeigneter Massivholzelemente zu erhalten.

Leitungs- und Rohreinführung abstimmen

Moderne Brandschutzdosen integrieren definierte Einführungen für Leitungen und teilweise auch Installationsrohre. Nicht benötigte Bereiche bleiben geschlossen; benötigte Öffnungen werden entsprechend der vorgesehenen Montage hergestellt.

Direkt gegenüberliegend nur bei Freigabe

Mehrere aktuelle Brandschutzsysteme erlauben den direkt gegenüberliegenden Einbau auf beiden Wandseiten. Diese Möglichkeit gilt jedoch nur innerhalb der dafür geprüften Mindestwandstärken und Wandkonstruktionen.

Warum ist die Feuerwiderstandsklasse keine reine Produkteigenschaft?

Die Wand bleibt Teil des Nachweises

F30, F60, F90 oder F120 beschreibt nicht allein die Dose. Beplankung, Unterkonstruktion, Dämmstoff, Wandstärke und die Position der Installation gehören zum geprüften Gesamtaufbau.

Holzbau benötigt eigene Klassifizierung

Bei Holzkonstruktionen gelten separate Nachweise mit Klassifizierungen wie F30-B, F60-B, F90-B oder F120-B. Ein Trockenbau-Nachweis lässt sich deshalb nicht pauschal auf ein Massivholzelement übertragen.

Zubehör muss zum Brandschutzsystem gehören

Verbindungsstutzen, Brandschutzdeckel und weitere Systemkomponenten dürfen nicht allein wegen ähnlicher Abmessungen kombiniert werden. Maßgeblich ist die ausdrückliche Zuordnung zum jeweiligen Dosen- und Wandaufbau.

Praxis-Hinweis: Vor der Montage immer den konkreten Brandschutznachweis des Wandaufbaus mit der eingesetzten Dose abgleichen. Besonders bei Sanierung und Bestand kann die vorhandene Dose zu einer älteren Systemgeneration gehören.

Welche Einbaumaße sollten vor dem Fräsen feststehen?

Prüfpunkt Ø-68-mm-Systeme Massivholz PROTECT®
Einbauöffnung Ø 68 mm Ø 74 mm
Installationsöffnung Ø 60 mm bei den relevanten Gerätedosen Ø 60 mm
Kombinationsabstand 71 mm bei dafür vorgesehenen Kombinationen 71 mm
Leitungsführung Leitungen und je nach Bauform Installationsrohre über dafür vorgesehene Einführungen bis 8 Leitungen, Ø max. 11,5 mm
Montage Hohlwandbefestigung an der Beplankung Klemmrippenbefestigung im Massivholzelement
Direkt gegenüberliegend bei entsprechend freigegebenem Wandaufbau möglich bei entsprechend freigegebenem Massivholzaufbau möglich

Wann ist HWD 68+, HWD 90 oder eine Deckenlösung passender?

HWD 68+ für Ø-68-mm-Brandschutzwände

HWD 68+ ist auf aktuelle Brandschutz-Hohlwände mit Ø-68-mm-Öffnung, integrierten Rohreinführungen sowie zusätzlichem Schall- und Luftdichtheitskonzept ausgelegt.

HWD 90 für Anforderungen bis F120

HWD 90 nutzt die Ø-74-mm-Einbauöffnung und deckt in den dafür vorgesehenen Wandaufbauten Feuerwiderstandsanforderungen bis F120 beziehungsweise EI120 ab.

HWD 30 für Brandschutzdecken

HWD 30 ist für elektrische Einbauten in geeigneten Brandschutzdecken vorgesehen. Eine Wanddose darf nicht allein wegen ähnlicher Abmessungen für eine Deckenanwendung übernommen werden.

Welche verwandte Brandschutzlösung passt zur Bauweise?

Sicherheitshinweis: Brandschutzdosen dürfen ausschließlich in den dafür vorgesehenen und nachgewiesenen Wandkonstruktionen eingesetzt werden. Wandbauart, Beplankung, Feuerwiderstand, Einbauöffnung, Leitungs- beziehungsweise Rohreinführungen, Dosenkombination und direkt gegenüberliegende Einbauten müssen mit den aktuellen Herstellerunterlagen und Verwendbarkeitsnachweisen übereinstimmen. Abweichungen können die brandschutztechnische Funktion des Bauteils beeinträchtigen. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.

Häufige Fragen zu KAISER Hohlwand-Brandschutzdosen

Welche KAISER Brandschutzdose passt zu einer Trockenbauwand?

Für geeignete beplankte Brandschutzwände stehen insbesondere Systeme mit Ø-68-mm-Einbauöffnung wie O-range® Protect³ beziehungsweise aktuelle HWD-68+-Lösungen zur Verfügung. Maßgeblich bleibt der konkrete Wandaufbau und dessen brandschutztechnischer Nachweis.

Welche Brandschutzdose ist für Massivholzwände vorgesehen?

Massivholz PROTECT® wurde speziell für Massivholzelemente entwickelt. Die Geräte-Verbindungsdose arbeitet mit Ø 74 mm Einbauöffnung, Klemmrippenbefestigung und ist für geeignete Massivholzwände von F30-B bis F120-B vorgesehen.

Was ist der Unterschied zwischen Ø 68 und Ø 74 mm?

Die Durchmesser gehören zu unterschiedlichen Dosen- und Montageprinzipien. O-range® Protect³ und HWD 68 nutzen Ø 68 mm. Massivholz PROTECT® benötigt Ø 74 mm. Der Durchmesser darf deshalb nicht unabhängig vom gewählten System festgelegt werden.

Welche Feuerwiderstandsklasse erreicht O-range® Protect³?

Für die dafür vorgesehenen Brandschutzwände sind Anwendungen von F30 bis F120 beziehungsweise EI30 bis EI120 dokumentiert. In Holzrahmen-, Holztafel- und Brettsperrholzaufbauten bestehen eigene geprüfte Anwendungen bis F90-B.

Kann Massivholz PROTECT® direkt gegenüberliegend eingebaut werden?

Ja, in den dafür freigegebenen Massivholzelementen ist auch der direkt gegenüberliegende Einbau vorgesehen. Wandstärke und übriger Aufbau müssen den zugehörigen Prüfbedingungen entsprechen.

Können mehrere Brandschutzdosen kombiniert werden?

Ja, sofern die jeweilige Bauform und der Brandschutznachweis Kombinationen ausdrücklich zulassen. O-range® Protect³ arbeitet mit dem 71-mm-Kombinationsabstand; Massivholz PROTECT® ist für bis zu 3-fache Kombinationen vorgesehen.

Ist eine Brandschutzdose automatisch auch für Schallschutz geeignet?

Nicht pauschal. Die entsprechenden KAISER-Systeme besitzen eigene Schallschutznachweise. O-range® Protect³ ist beispielsweise für geeignete Schallschutzwände bis 69 dB ausgewiesen. Entscheidend bleibt der vollständige Wandaufbau.

Kann eine Hohlwand-Brandschutzdose in einer Brandschutzdecke eingesetzt werden?

Nicht allein aufgrund ähnlicher Abmessungen. Für Brandschutzdecken stehen eigene, dafür geprüfte Lösungen wie HWD 30 zur Verfügung. Wand- und Deckenaufbauten besitzen unterschiedliche Nachweise.