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Brandschutzdosen HWD 68+

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KAISER · HWD 68+

KAISER Brandschutzdosen HWD 68+ für Hohlwände

KAISER HWD 68+ verbindet Brandschutz, Schallschutz und den Erhalt der luftdichten Ebene in einer Hohlwanddose. Die neue Generation ist für Brandschutzwände F30–F90 beziehungsweise EI30–EI90 vorgesehen und nutzt die bewährte AFS-Technik: Ein umhüllender Dämmschichtbildner reagiert im Brandfall auf Feuer und Hitze und verschließt die Installationsöffnung selbsttätig.

Gerätedose und Geräte-Verbindungsdose arbeiten mit der üblichen Ø-68-mm-Einbauöffnung und lassen sich im 71-mm-Kombinationsabstand verbinden. Hinzu kommen werkzeuglose Leitungs- und Rohreinführungen, Schallschutz bis 69 dB sowie der direkt gegenüberliegende Einbau in dafür geeigneten Wandaufbauten.

Warum ist der direkt gegenüberliegende Einbau bei HWD 68+ besonders?

Direkt gegenüberliegender Einbau von HWD 68 Plus Brandschutzdosen Eine Brandschutzwand wird im Querschnitt gezeigt. Eine Gerätedose sitzt von links, eine zweite Dose direkt gegenüber von rechts. Die Mindestwandstärken für Gerätedose und Geräte-Verbindungsdose sind in einer getrennten unteren Beschriftungszone angegeben. Direkt gegenüberliegender Einbau möglich Gerätedose Wandstärke ab 100 mm Geräte-Verbindungsdose Wandstärke ab 125 mm

Die AFS-Technik ermöglicht Installation auf beiden Wandseiten

Bei geeigneter Wandkonstruktion können HWD 68+ Dosen direkt gegenüberliegend eingebaut werden. Für Gerätedosen ist dieser Aufbau ab 100 mm Wandstärke vorgesehen; für Geräte-Verbindungsdosen ab 125 mm. Zusätzliche Umhausungen aus Gips oder vergleichbaren Platten sind im nachgewiesenen Aufbau nicht erforderlich.

Praxis-Hinweis: Beim gegenüberliegenden Einbau nicht nur die Gesamtdicke der Wand messen. Beplankung, Ständerwerk, Dämmung und eingesetzte Dosenbauform müssen dem jeweiligen brandschutztechnischen Nachweis entsprechen.

Schematische Wanddarstellung; die genannten Mindestwandstärken beziehen sich auf die dafür vorgesehenen geprüften Anwendungen.

Wie werden Leitungen und Installationsrohre in HWD 68+ eingeführt?

Leitungs- und Rohreinführungen der HWD 68 Plus Eine HWD 68 Plus Dose wird schematisch von vorn gezeigt. Sechs kleinere Leitungseinführungen und zwei größere Rohreinführungen sind räumlich getrennt markiert. Sechs Leitungs- und zwei Rohreinführungen 6 × Leitung bis Ø 13 mm 2 × Installationsrohr bis Ø 25 mm

Leitungs- und Rohreinführungen sind direkt in die Bauform integriert

HWD 68+ bietet sechs Leitungspositionen und zwei Rohreinführungen. Die Leitungen werden werkzeuglos über die vorgesehenen Einführungsbereiche eingebracht; für Installationsrohre stehen Öffnungslaschen bis Ø 25 mm zur Verfügung. Damit eignet sich die Bauform auch für umfangreichere Zu- und Durchverdrahtungen.

Praxis-Hinweis: Nur die tatsächlich benötigten Einführungen öffnen. Unnötig geöffnete Leitungs- oder Rohrpositionen verändern den vorgesehenen Dosenaufbau und sind bei einer brandschutztechnischen Installation zu vermeiden.

Gerätedose oder Geräte-Verbindungsdose – was ist der Unterschied?

Merkmal Gerätedose HWD 68+ Geräte-Verbindungsdose HWD 68+
Einbauöffnung Ø 68 mm Ø 68 mm
Installationsöffnung Ø 60 mm Ø 60 mm
Tiefe 49 mm 60 mm
Plattenstärke 7–40 mm 7–40 mm
Kombinationsabstand 71 mm 71 mm
Einführungen 6 Leitungs- und 2 Rohreinführungen 6 Leitungs- und 2 Rohreinführungen
Installationsrohr bis Ø 25 mm bis Ø 25 mm
Leitungseinführung bis Ø 13 mm bis Ø 13 mm
Direkt gegenüberliegend ab 100 mm Wandstärke ab 125 mm Wandstärke
Schallschutz bis 69 dB bis 69 dB
Feuerwiderstand F30–F90 / EI30–EI90 im vorgesehenen Wandaufbau F30–F90 / EI30–EI90 im vorgesehenen Wandaufbau
Nachweise Z-19.21-2693 / ETA-24/1081 Z-19.21-2693 / ETA-24/1081
Die Geräte-Verbindungsdose schafft durch ihre größere Bautiefe mehr Verdrahtungsraum. Für konkrete Brandschutzanwendungen sind stets die aktuellen Herstellerunterlagen und Verwendbarkeitsnachweise maßgeblich.

Welche Wandaufbauten deckt HWD 68+ ab?

Trockenbau-Brandschutzwände

Für geeignete Brandschutzwände in Trockenbauweise sind Anwendungen von F30 bis F90 beziehungsweise EI30 bis EI90 vorgesehen. Der Einbau ist bei geeigneten Konstruktionen mit einfacher oder doppelter Beplankung sowie mit oder ohne Dämmung möglich.

Holzrahmen- und Holztafelbau

Auch für Holzrahmen- und Holztafelkonstruktionen sind geprüfte Anwendungen vorhanden. Hier reicht der ausgewiesene Feuerwiderstand bei den dokumentierten Aufbauten bis F60-B.

Brettsperrholz

Für geeignete Brettsperrholzwände stehen ebenfalls geprüfte Anwendungen zur Verfügung. Dabei sind nach Herstellerunterlagen brandschutztechnische Aufbauten bis F90-B möglich.

Praxis-Hinweis: „Holzwand“ ist kein ausreichendes Auswahlmerkmal. Holzrahmenbau, Holztafelbau und Brettsperrholz besitzen unterschiedliche geprüfte Aufbauten und dürfen brandschutztechnisch nicht gleichgesetzt werden.

Warum vereint HWD 68+ Brand-, Schall- und Luftdichtheit?

AFS-Technik für den Brandfall

Der umhüllende Dämmschichtbildner reagiert auf hohe Temperaturen und verschließt die Installationsöffnung selbsttätig. Dadurch bleibt die brandschutztechnische Funktion innerhalb des geprüften Wandaufbaus erhalten.

Schallschutz bis 69 dB

Die HWD 68+ ist darauf ausgelegt, die Schallschutzfunktion geeigneter Wände bis zu einem Schalldämmmaß von 69 dB zu erhalten. Zusätzliche akustische Kompensationsmaßnahmen können dadurch im geprüften Aufbau entfallen.

Luftdichte Ebene bleibt erhalten

Für die HWD 68+ liegt ein eigener Blower-Door-Nachweis vor. Damit verbindet die Bauform den Brandschutz mit dem Erhalt der luftdichten Ebene in dafür geeigneten Wandkonstruktionen.

Wie werden mehrere HWD 68+ Dosen kombiniert?

71 mm Mittenabstand

Mehrfachkombinationen werden mit einem Mittenabstand von 71 mm hergestellt. Damit bleibt die übliche Achslage für mehrere nebeneinanderliegende Geräteeinsätze erhalten.

Bis zu 5-fach kombinierbar

Gerätedosen und Geräte-Verbindungsdosen lassen sich innerhalb des vorgesehenen Systems bis zu 5-fach kombinieren. Auch gemischte Kombinationen der beiden Bautiefen sind möglich.

Rauchdichte Durchverdrahtung

Für die vollisolierte Durchverdrahtung benachbarter Dosen wird der dafür vorgesehene rauchdichte Verbindungsstutzen eingesetzt. Eine beliebige Öffnung zwischen zwei Dosen entspricht nicht dem geprüften Aufbau.

Wann ist HWD 90 oder HWD 30 die passendere Lösung?

HWD 68+ für aktuelle Wandinstallation

HWD 68+ verbindet die Ø-68-mm-Standardöffnung mit Brand-, Schall- und Luftdichtheitsfunktionen sowie zusätzlichen Rohreinführungen. Sie bildet damit die aktuelle Generation für vielseitige Brandschutzinstallationen in Hohlwänden.

HWD 90 bei speziellen Bestands- und Systemanforderungen

HWD 90 verwendet eine Ø-74-mm-Einbauöffnung und besitzt eigene Brandschutz- und Schallschutznachweise. Bei vorhandenen HWD-90-Systemen oder dafür geplanten Sonderanwendungen sind deren spezifische Zulassungen maßgeblich.

HWD 30 für Brandschutzdecken

HWD 30 ist für geeignete Brandschutzdecken vorgesehen. Wand- und Deckeninstallation besitzen unterschiedliche Nachweise und sind deshalb nicht gegenseitig austauschbar.

Welche verwandte Brandschutzlösung passt zur Einbausituation?

Sicherheitshinweis: Brandschutzdosen dürfen nur in den dafür vorgesehenen und nachgewiesenen Wandkonstruktionen eingesetzt werden. Wandstärke, Beplankung, Dämmstoff, Dosenkombination, Leitungs- und Rohreinführungen sowie direkt gegenüberliegende Einbauten müssen mit den aktuellen Verwendbarkeitsnachweisen und Montageunterlagen übereinstimmen. Abweichungen können die brandschutztechnische Funktion des Bauteils beeinträchtigen. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.

Häufige Fragen zu KAISER HWD 68+ Brandschutzdosen

Wofür wird HWD 68+ eingesetzt?

HWD 68+ ist für elektrische Geräteeinsätze und Leitungsverbindungen in dafür vorgesehenen Brandschutz-Hohlwänden ausgelegt. Die Bauform verbindet Brandschutz mit Schallschutz und dem Erhalt der luftdichten Ebene.

Welche Feuerwiderstandsklassen deckt HWD 68+ ab?

Für geeignete Trockenbau-Brandschutzwände sind F30 bis F90 beziehungsweise EI30 bis EI90 vorgesehen. Für Holzrahmen- und Holztafelkonstruktionen sowie Brettsperrholz gelten eigene geprüfte Feuerwiderstandsklassen und Wandaufbauten.

Welche Einbauöffnung wird benötigt?

HWD 68+ arbeitet mit einer Ø-68-mm-Einbauöffnung. Für Mehrfachkombinationen werden die Öffnungen im Mittenabstand von 71 mm hergestellt.

Was unterscheidet Gerätedose und Geräte-Verbindungsdose?

Die Gerätedose ist 49 mm tief. Die Geräte-Verbindungsdose besitzt mit 60 mm mehr Einbautiefe und dadurch zusätzlichen Raum für Leitungen und Verbindungen.

Kann HWD 68+ direkt gegenüberliegend eingebaut werden?

Ja, in den dafür vorgesehenen Wandkonstruktionen. Bei Gerätedosen ist der direkt gegenüberliegende Einbau ab 100 mm Wandstärke vorgesehen, bei Geräte-Verbindungsdosen ab 125 mm.

Wie viele Leitungen und Rohre können eingeführt werden?

Die Bauform besitzt sechs Leitungseinführungen sowie zwei Rohreinführungen für Installationsrohre bis Ø 25 mm. Für die Leitungseinführung sind bei den dokumentierten Ausführungen Durchmesser bis Ø 13 mm angegeben.

Wie hoch ist der Schallschutz der HWD 68+?

KAISER weist die HWD 68+ für Schallschutzwände bis zu einem Schalldämmmaß von 69 dB aus. Die tatsächliche Schalldämmung ist Bestandteil des jeweiligen vollständigen Wandaufbaus.

Welche Nachweise gelten für HWD 68+?

Für HWD 68+ sind unter anderem die allgemeine Bauartgenehmigung Z-19.21-2693 und die Europäische Technische Bewertung ETA-24/1081 ausgewiesen. Zusätzlich liegen Prüfungen zur Luftdichtheit und zum Schallschutz vor.