Biegeradius einhalten
Für die vorkonfektionierte G.657.A2-Leitung ist während der Installation ein größerer Mindestbiegeradius vorgesehen als im dauerhaft verlegten Zustand. Enge Knicke oder Quetschungen während des Einziehens vermeiden.
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KAISER E3S Connect® Teilnehmeranschlüsse am HÜP verbinden den Glasfaser-Abschlusspunkt des Gebäudes direkt mit dem Teilnehmeranschluss in der Wohneinheit. Die vorkonfektionierte Glasfaserleitung ist auf der HÜP-Seite mit Standard-LC/APC und auf der Teilnehmerseite mit E3S Connect® LC/APC vorbereitet. Dadurch entsteht eine steckbare, spleißfreie Verbindung innerhalb der Netzebene 4. Verfügbar sind Aufputz- und Unterputzlösungen mit 2 oder 4 Fasern und vorkonfektionierten Leitungslängen bis 100 m.
Diese Ausführung ist für Netzaufbauten vorgesehen, bei denen die vorkonfektionierte Leitung des Teilnehmeranschlusses direkt bis zum HÜP beziehungsweise Gf-AP geführt wird. Ein separater Gebäudeverteiler ist in diesem Leitungsweg nicht vorgesehen. Genau darin liegt die Abgrenzung zu E3S Connect® Teilnehmeranschlüssen für den Anschluss am Gf-GV.
Am Gebäudeübergabepunkt endet die vorkonfektionierte Leitung mit Standard-LC/APC-Steckverbindern. Die Steckerenden sind auf dieser Seite gleichlang ausgeführt. Damit ist der Anschluss gezielt auf die Übergabeseite des Systems abgestimmt.
Auf der Teilnehmerseite ist die Leitung mit speziellen E3S Connect® LC/APC-Steckverbindern vorkonfektioniert. Die gestaffelte Anordnung unterstützt das Einziehen, Einschieben oder Einblasen der konfektionierten Leitung. Dadurch kann die Leitung bereits steckerfertig vorbereitet werden, ohne die Stecker am Zielort neu konfektionieren zu müssen.
Praxis-Hinweis: Bei der Leitungsverlegung die beiden vorkonfektionierten Enden nicht vertauschen. HÜP- und Teilnehmerseite sind konstruktiv unterschiedlich vorbereitet. Schutzkappen erst zur vorgesehenen Verbindung entfernen und die Steckflächen sauber halten.
Der kompakte Aufputzanschluss kann direkt auf der Wand oder auf einer vorhandenen Unterputzdose befestigt werden. Die Leitungszuführung ist von hinten beziehungsweise von unten möglich; eine integrierte Zugentlastung gehört zum vorgesehenen Aufbau.
Die Unterputzausführung wird in eine geeignete Geräte-Verbindungsdose eingesetzt. Auf der Rückseite unterstützt ein dreh- und herausnehmbares Speicherelement die geordnete Aufnahme von Faserüberlängen. Der sichtbare Abschluss lässt sich über eine genormte TAE-Abdeckung in gängige Schalterdesigns integrieren.
| Merkmal | Ausführung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Netzebene | NE4 | Verbindung innerhalb des Gebäudenetzes bis zum Glasfaser-Teilnehmeranschluss. |
| Anschluss am HÜP | Standard LC/APC | Vorkonfektioniertes Leitungsende für den Gebäudeübergabepunkt beziehungsweise Gf-AP. |
| Anschluss am Gf-TA | E3S Connect® LC/APC | Gestaffelte vorkonfektionierte Steckerseite für die Teilnehmeranschlussdose. |
| Faser | OS2 Singlemode, G.657.A2 | Biegeoptimierte Singlemode-Faser für FTTH-Gebäudeverkabelungen. |
| Faseranzahl | 2 oder 4 Fasern | Die benötigte Faserzahl bereits bei der Netzplanung festlegen. |
| Leitungslängen | Vorkonfektioniert bis 100 m | Die Leitungslänge passend zum geplanten durchgehenden Leitungsweg wählen. |
| Brandverhalten Leitung | B2ca, s1a, d0, a1 | Leitungsklasse nach EN 50575 für den vorgesehenen Gebäudeeinsatz berücksichtigen. |
| Schutzart Gf-TA | IP20 | Für die vorgesehene Innenrauminstallation des Teilnehmeranschlusses. |
| Steckerschutz | LC/APC mit Shutter / Staubschutz | Schützt die optische Schnittstelle im nicht gesteckten Zustand; Sauberkeitsprüfung bleibt erforderlich. |
Für die vorkonfektionierte G.657.A2-Leitung ist während der Installation ein größerer Mindestbiegeradius vorgesehen als im dauerhaft verlegten Zustand. Enge Knicke oder Quetschungen während des Einziehens vermeiden.
Die Leitung ist bereits vorkonfektioniert. Die benötigte Länge sollte deshalb aus dem tatsächlichen Leitungsweg einschließlich sinnvoller Reserve ermittelt werden, statt erst nach der Verlegung angepasst zu werden.
Die vorkonfektionierten LC/APC-Endflächen während der Leitungsverlegung geschützt lassen. Staubschutz erst zur Verbindung entfernen und offene Ferrulen weder berühren noch ungeschützt ablegen.
Praxis-Hinweis: Der Hersteller weist für die Leitung einen Mindestbiegeradius von 40 mm während der Installation und 10 mm im dauerhaft verlegten Zustand aus. Auch die zulässigen Zug- und Druckbelastungen gelten während der Verlegung und sollten insbesondere beim Einziehen oder Einblasen berücksichtigt werden.
Ist zwischen Gebäudeübergabepunkt und Wohneinheit ein Gf-GV vorgesehen, wird die Teilnehmerleitung an diesem Verteilpunkt angebunden. Der Leitungsweg unterscheidet sich damit von der hier beschriebenen direkten HÜP-Verbindung.
Anschluss am Gf-GV ansehenWenn mehrere Glasfaserverbindungen zentral aufgenommen, geordnet und zu Teilnehmern oder weiteren Verteilpunkten weitergeführt werden sollen, übernimmt der Gebäudeverteiler diese Verteilfunktion.
Gebäudeverteiler einordnenWenn zunächst festgelegt werden muss, ob der Teilnehmer direkt am HÜP oder über weitere Verteilpunkte angebunden wird, zeigt die übergeordnete NE4-Seite den Zusammenhang der E3S Connect® Systemkomponenten.
Steckbare NE4 ansehenSicherheitshinweis: Offene Glasfaser-Endflächen nicht berühren und nicht in aktive optische Anschlüsse oder Faserenden blicken. Mindestbiegeradien, zulässige Zugbelastungen und die vorgesehene Leitungsführung während der Montage einhalten. Schutzkappen erst unmittelbar vor der Verbindung entfernen. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.
Die vorkonfektionierte Glasfaserleitung des Teilnehmeranschlusses wird bis zum Hausübergabepunkt beziehungsweise Glasfaser-Abschlusspunkt geführt. Damit entsteht eine direkte Verbindung vom HÜP/Gf-AP zum Gf-TA, ohne dass ein Gebäudeverteiler innerhalb dieses Leitungswegs benötigt wird.
Beim HÜP-Anschluss endet die Teilnehmerleitung direkt am Gebäudeübergabepunkt. Bei einer Gf-GV-Ausführung endet sie dagegen am Glasfaser-Gebäudeverteiler. Die passende Variante richtet sich daher nach der geplanten Topologie der Netzebene 4.
Die HÜP-Seite ist für Standard-LC/APC-Anschlüsse vorgesehen. Am Teilnehmeranschluss kommen spezielle E3S Connect® LC/APC-Stecker zum Einsatz. Die gestaffelte Konfektionierung auf der Teilnehmerseite erleichtert die Verlegung der bereits steckerfertigen Leitung.
Die E3S Connect® Teilnehmeranschlüsse am HÜP sind mit 2 oder 4 vorkonfektionierten Singlemode-Fasern erhältlich. Die erforderliche Faserzahl sollte bereits bei der Netzplanung festgelegt werden.
Die vorkonfektionierten Leitungen werden in abgestuften Längen bis 100 m angeboten. Weil die Stecker bereits montiert sind, sollte die benötigte Länge anhand des geplanten Leitungswegs einschließlich sinnvoller Reserve bestimmt werden.
Die Aufputzausführung wird sichtbar auf der Wand beziehungsweise auf einer vorhandenen Gerätedose montiert. Die Unterputzausführung sitzt in einer Geräte-Verbindungsdose und besitzt ein integriertes Management für Faserüberlängen. Sie lässt sich über eine genormte TAE-Abdeckung in gängige Schalterdesigns integrieren.
Die E3S Connect® Glasfaserleitung ist für die vorkonfektionierte Verlegung ausgelegt und kann je nach Installationsweg eingezogen, eingeschoben oder in geeignete Rohrsysteme eingeblasen werden. Dabei müssen Mindestbiegeradius und zulässige mechanische Belastungen eingehalten werden.
Weitere Systemvarianten und Verteilwege zeigt KAISER Gebäudenetz NE4 steckbar; Teilnehmeranschlüsse für einen Verteilweg über den Gebäudeverteiler finden sich unter E3S Connect® Teilnehmeranschluss am Gf-GV.
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