Einteilige Dosen reduzieren Montageschritte
Die Geräte-Verbindungsdosen sind einteilig aufgebaut. Dadurch müssen vor dem Betonieren weniger Einzelkomponenten zur eigentlichen Dose zusammengesetzt werden.
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Das KAISER B²-System ist auf Elektroinstallationen in der liegenden Beton-Werksfertigung abgestimmt. Geräte-Verbindungsdosen in mehreren Tiefen, Rohrkupplungen, Distanzstücke, Putzausgleich und Magnetbefestigungen bilden einen modularen Aufbau für Stahlschalungen und Betonfertigteile. Charakteristisch sind die einteiligen Dosen, der 71-mm-Kombinationsabstand und die B²-Verbindungstechnik für Mehrfachkombinationen, Rohranschlüsse sowie obenliegende Installationen.
Die flachere Geräte-Verbindungsdose reduziert den benötigten Einbauraum innerhalb des Betonbauteils. Sie eignet sich, wenn hinter dem späteren Geräteeinsatz nur begrenzter Raum für Klemmen und Leitungen benötigt wird.
Mit zunehmender Dosentiefe wächst der nutzbare Innenraum. Dadurch stehen mehr Reserven für Leitungsführung, Klemmen und Durchverdrahtung zur Verfügung. Die Tiefe sollte deshalb aus dem tatsächlichen Geräte- und Verdrahtungsbedarf abgeleitet werden – nicht pauschal nach dem größtmöglichen Dosenvolumen.
Praxis-Hinweis: Vor der Auswahl neben dem Platzbedarf auch Wandstärke, Bewehrung und vorgesehene Rohrführung berücksichtigen. Eine tiefere Dose benötigt entsprechend mehr freien Einbauraum im Betonbauteil.
Ausführungen mit Putzhaut besitzen eine geschlossene Front, die das Eindringen von Putzmaterial in die Dose verhindert. Der spätere Gerätebereich wird erst nach dem Ausschalen beziehungsweise im weiteren Ausbau geöffnet.
Dosen mit Aufnahme für den System-Haftmagneten können auf bereits positionierte Magnete aufgesetzt werden. Das unterstützt insbesondere automatisierte oder wiederholgenaue Abläufe auf Stahlschalungen.
Praxis-Hinweis: Putzhaut und Magnetaufnahme erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Vor der Auswahl zuerst Befestigungsart und Schalungsprozess festlegen, danach die benötigte Frontausführung bestimmen.
B² Geräte-Verbindungsdosen sind für Kombinationen im üblichen 71-mm-Mittenabstand ausgelegt. Dadurch lassen sich mehrere spätere Schalter- oder Steckdosenpositionen bereits in der Werksfertigung geometrisch korrekt vorbereiten.
Wenn zwei Dosen nicht direkt im 71-mm-Raster nebeneinander liegen sollen, ermöglicht ein Distanzstück einen Mittenabstand von 142 mm. Das ist unter anderem bei Installationen relevant, bei denen getrennte Abdeckungen oder definierte Abstände zwischen unterschiedlichen elektrischen Funktionen vorgesehen sind.
Praxis-Hinweis: 71 und 142 mm sind Mittelpunktabstände. Die Werte nicht als freien Abstand zwischen den Außenkanten der Dosen interpretieren.
| Bauteil | Aufgabe | Wichtig für die Auswahl |
|---|---|---|
| Geräte-Verbindungsdose | Geräteeinsatz, Verbindung und Verdrahtungsraum aufnehmen | Tiefe 48,5 / 68,5 / 83,5 mm und Befestigungsvariante |
| Rohrkupplung | Installationsrohr sicher an die Dose anbinden | passenden Rohrdurchmesser M20 / M25 / M32 / M40 wählen |
| Rohrübergangskupplung | Rohranschluss an dafür vorgesehene Dosenbauformen herstellen | Dosenserie und Rohrgröße gemeinsam prüfen |
| Distanzstück 142 | zwei Gerätepositionen im Mittenabstand 142 mm verbinden | für getrennte Geräte- beziehungsweise Abdeckungspositionen |
| Putzausgleich | Geräteebene an den späteren Wandaufbau anpassen | Aufbauhöhe und Gerätebefestigung berücksichtigen |
| Haftmagnet | Dose auf Stahlschalung positionieren und halten | passende Magnetaufnahme der Dose erforderlich |
| Aufstockelemente | obenliegende Dosen zur gegenüberliegenden Schalungsseite abstützen | Wandstärke und benötigte Zusatzhöhe bestimmen |
Installationsrohre werden über die dafür vorgesehenen Kupplungen an die B² Dose angebunden. Die Kupplungen verhindern, dass Beton unkontrolliert in den Rohranschluss eindringt, und sorgen gleichzeitig für einen definierten Übergang zwischen Rohr und Dose.
Im aktuellen Aufbau sind Kupplungen unter anderem für M20, M25, M32 und M40 vorhanden. Dadurch sollte die Rohrdimension bereits aus der Installationsplanung feststehen, bevor Dosen und Leitungswege für die Werksfertigung vorkonfektioniert werden.
Praxis-Hinweis: Rohrkupplungen nicht nur nach Rohrdurchmesser auswählen. Bei Übergangskupplungen zusätzlich prüfen, für welche Dosentiefe beziehungsweise Dosenserie die jeweilige Anschlussgeometrie vorgesehen ist.
Die Geräte-Verbindungsdosen sind einteilig aufgebaut. Dadurch müssen vor dem Betonieren weniger Einzelkomponenten zur eigentlichen Dose zusammengesetzt werden.
Kombinationen, Rohrkupplungen und Aufstockelemente greifen über vorgesehene Verbindungspunkte ineinander. Abstände und Anschlusspositionen lassen sich dadurch reproduzierbar vorbereiten.
Je nach Fertigungsprozess können Dosen geklebt oder über passende Haftmagnete positioniert werden. Das erlaubt eine Anpassung an manuelle wie auch stärker automatisierte Schalungsprozesse.
Für Installationen auf der gegenüberliegenden Schalungsseite lassen sich Gegenlager und 10-/50-mm-Aufstockelemente zu stabilen Aufbauhöhen kombinieren.
Aufstockelemente ansehenFür Ortbeton, Hohlwand, Unterputz und weitere Installationsarten gelten andere Befestigungs-, Leitungs- und Einbauprinzipien als in der liegenden Werksfertigung.
Installationsmaterial ansehenDie übergeordnete Auswahl ordnet Installationsdosen, Betonbau, Hohlwand, Brandschutz und weitere KAISER Lösungen nach Bauweise und Aufgabe ein.
KAISER Elektroinstallation ansehenSicherheitshinweis: Dosen, Rohrkupplungen, Magnete, Distanz- und Aufstockelemente müssen passend zu Schalungsart, Wandstärke, Bewehrung und vorgesehener Einbaulage montiert werden. Vor dem Betonieren sind Position, mechanische Verbindung, Rohranschlüsse und vollständige Verschlüsse zu kontrollieren. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.
Das B²-System ist für Elektroinstallationen in der liegenden Beton-Werksfertigung ausgelegt. Es verbindet Geräte-Verbindungsdosen mit Befestigungs-, Rohranschluss- und Erweiterungskomponenten für Betonfertigteile.
Im aktuellen Aufbau stehen Geräte-Verbindungsdosen mit 48,5, 68,5 und 83,5 mm Tiefe zur Verfügung. Die Auswahl richtet sich vor allem nach dem benötigten Verdrahtungs- und Einbauraum.
Die Putzhaut verschließt die Installationsöffnung während der Bauphase gegen eindringendes Putzmaterial. Ausführungen ohne Putzhaut besitzen diese geschlossene Front nicht und folgen einem anderen späteren Öffnungs- beziehungsweise Befestigungsablauf.
Mehrere Geräte-Verbindungsdosen lassen sich verdrehungssicher im 71-mm-Normabstand verbinden. Für einen Mittenabstand von 142 mm steht ein eigenes Distanzstück zur Verfügung.
Im aktuellen Aufbau stehen Rohrkupplungen unter anderem für M20, M25, M32 und M40 zur Verfügung. Zusätzlich existieren Übergangskupplungen für bestimmte Dosenbauformen.
Diese Bauform ist für die schnelle Positionierung auf dafür vorgesehenen System-Haftmagneten ausgelegt. Sie ist besonders für wiederholgenaue und automatisierte Fertigungsprozesse auf Stahlschalungen relevant.
Für obenliegende Installationen wird die Dose über Gegenlager beziehungsweise geeignete Aufstockelemente zur Schalungsseite abgestützt. Die benötigte Höhe richtet sich nach Wandstärke und Einbaulage.
Für obenliegende Installationen und definierte Zusatzhöhen führen KAISER B² Aufstockelemente 10–100 mm gezielt weiter.
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