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Fingerprint

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Gira Keyless In · TX_44 · Fingerprint · Zutrittskontrolle

Gira TX_44 Fingerprint für biometrische Zutrittskontrolle

Die Gira Keyless In Fingerprint-Leseeinheit TX_44 ermöglicht schlüssellosen Zutritt über zuvor eingelernte Finger. Das System wertet charakteristische Merkmale des aufgelegten Fingers über eine Hochfrequenz-Flächenscantechnologie aus und besitzt eine Lebenderkennung. Bis zu 99 Finger lassen sich verwalten. Innerhalb von Gira TX_44 ist die Fingerprint-Leseeinheit mit IP44 für den dafür vorgesehenen Außeneinsatz ausgelegt und kann sowohl eigenständig als auch innerhalb des Gira Türkommunikationssystems betrieben werden.

Wie funktioniert die Fingererkennung der Gira Fingerprint-Leseeinheit?

Hochfrequenz-Flächenscan

Die Erkennung basiert nicht nur auf einem oberflächlichen Abdruckbild. Gira beschreibt das Scannen tiefer liegender Hautstrukturen per Hochfrequenz und die Auswertung charakteristischer Merkmale des aufgelegten Fingers.

Lebenderkennung & 360°-Auflage

Die Fingerprint-Leseeinheit besitzt eine Lebenderkennung. Der Finger kann aus unterschiedlichen Richtungen aufgelegt werden; Gira weist eine 360°-Auflage aus. Eine dreifarbige Status-LED unterstützt Programmierung und Bedienung.

Bis zu 99 eingelernte Finger

Bis zu 99 Finger können verwaltet werden. Bei bis zu 30 gespeicherten Fingern nennt Gira ungefähr eine Sekunde Reaktionszeit, bei voller Belegung mit bis zu 99 Fingern ungefähr drei Sekunden.

Praxis-Tipp beim Einlernen

Zutrittsberechtigungen vor dem Einlernen strukturiert planen: Administrator, Nutzerfinger und gewünschte Schaltfunktion sollten eindeutig feststehen. Werden mehrere Finger derselben Person eingelernt, kann zusätzlich festgelegt werden, welcher Finger welche Funktion auslösen soll.

Können unterschiedliche Finger verschiedene Funktionen auslösen?

Die Fingerprint-Leseeinheit besitzt zwei integrierte potenzialfreie Wechslerrelais. Unterschiedlichen eingelernten Fingern können dadurch verschiedene Schaltaufgaben zugeordnet werden. Ein Finger kann beispielsweise den Türöffner ansteuern, während ein anderer Finger eine weitere dafür vorgesehene Funktion schaltet. Im Gira Türkommunikationssystem lassen sich außerdem geeignete Schaltaktoren und Türöffner in den Systemaufbau einbeziehen.

Fingerabdruck und Schaltfunktion getrennt planen: Das Einlernen eines Fingers definiert zunächst die Zutrittsberechtigung. Welche Funktion anschließend tatsächlich geschaltet wird, hängt von Relaiszuordnung, Türöffner, Schaltaktor und der konkreten Systemkonfiguration ab.

Technische Highlights der Gira TX_44 Fingerprint-Leseeinheit

Merkmal Angabe Bedeutung
Erkennung Hochfrequenz-Flächenscan mit Lebenderkennung Auswertung charakteristischer Merkmale des aufgelegten Fingers.
Fingerverwaltung Bis zu 99 Finger Mehrere Personen beziehungsweise mehrere Finger pro Berechtigungskonzept können eingelernt werden.
Reaktionszeit ca. 1 s bis 30 gespeicherte Finger;
ca. 3 s bis 99 gespeicherte Finger
Die Such- und Freigabezeit steigt mit der Anzahl der hinterlegten Finger.
Fingerauflage 360° möglich Der Finger muss nicht in einer einzigen festen Orientierung aufgelegt werden.
Relais 2 × potenzialfreier Wechsler Unterschiedliche Finger können verschiedenen Schaltfunktionen zugeordnet werden.
Relaisbelastbarkeit AC/DC 24 V · 1,6 A Angeschlossene Last und Spannungsversorgung müssen zu den zulässigen Kontaktwerten passen.
Spannungsversorgung DC 24 V ±10 % beziehungsweise
DC 26 V ±2 V aus dem Türkommunikationssystem
Versorgung richtet sich nach Einzelbetrieb oder Einbindung in das Gira Türkommunikationssystem.
Schutzart TX_44 IP44 Gilt bei vorgesehener Installation im Gira TX_44 Aufbau.
Einbautiefe 33 mm Platz hinter dem Einsatz und vorhandene Unterputzdose bei Bestandsanlagen berücksichtigen.
Umgebungstemperatur −20 °C bis +70 °C Temperaturbereich der vorgesehenen Installation beachten.
ESD-Festigkeit Bis 15 kV Dokumentierte elektrostatische Festigkeit der Fingerprint-Leseeinheit.

Einzelbetrieb oder Einbindung in die Gira Türkommunikation?

Einzelbetrieb

Die Fingerprint-Leseeinheit kann eigenständig an einer einzelnen Tür oder einem Tor betrieben werden. In diesem Aufbau übernimmt eines der integrierten Relais beispielsweise die Ansteuerung des Türöffners.

Gira Türkommunikationssystem

Über die vorgesehene Steckerleiste lässt sich die Fingerprint-Leseeinheit in das Gira Türkommunikationssystem einbinden. Dann können zusätzlich dafür vorgesehene Türöffner- und Schaltaktor-Funktionen innerhalb des Systems zugeordnet werden.

TKS-IP-Gateway & HomeServer

Über das TKS-IP-Gateway kann Gira Keyless In in geeignete HomeServer-Konfigurationen integriert werden. Dort lassen sich beispielsweise Zutrittsberechtigungen zentral verwalten. Die Fingerprint-Leseeinheit selbst ist dadurch jedoch kein direktes Ethernet-, WLAN- oder PoE-Gerät.

Was sollte bei Austausch und Erweiterung einer vorhandenen Fingerprint-Leseeinheit geprüft werden?

Neben TX_44 Rahmen, Unterputzdose und Anschlussart ist besonders die Gerätegeneration von Einsatz und Fingerprintaufsatz relevant. Gira weist ausdrücklich darauf hin, dass Einsatz und Aufsatz zusammengehören und Komponenten unterschiedlicher Gerätefamilien nicht automatisch kompatibel sind. Bei einer bestehenden Anlage deshalb Typenbezeichnung, vorhandene Spannungsversorgung, Relaisbelegung und eine mögliche TKS-Einbindung gemeinsam dokumentieren.

Praxis-Tipp bei unbekannter Bestandsanlage

Vor einer Ersatzbeschaffung nicht nur die sichtbare Fingerprintfläche fotografieren. Zusätzlich UP-Einsatz, Typenkennzeichnung, Relaisanschlüsse, Spannungsversorgung und Verbindung zur Türkommunikation dokumentieren. Dadurch lässt sich eine optisch ähnliche, aber elektronisch nicht passende Komponente vermeiden.

Sicherheitshinweis: Spannungsversorgung, Relaiskontakte, Türöffner, Schaltaktoren und die Einbindung in das Gira Türkommunikationssystem müssen zur konkreten Installation passen. Bei induktiven Lasten sind die vorgesehenen Schutzmaßnahmen für die Relaiskontakte zu berücksichtigen. Die Schutzart IP44 setzt die vorgesehene TX_44 Montage voraus. Arbeiten an fest installierten elektrischen Anlagen gehören in fachkundige Hände. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation .

Häufige Fragen zu Gira TX_44 Fingerprint

Wie viele Finger kann die Gira Fingerprint-Leseeinheit speichern?

Es lassen sich bis zu 99 Finger verwalten. Gira nennt eine Reaktionszeit von ungefähr einer Sekunde bei bis zu 30 gespeicherten Fingern und ungefähr drei Sekunden bei einer Belegung mit bis zu 99 Fingern.

Können unterschiedliche Finger verschiedene Funktionen schalten?

Ja. Die Fingerprint-Leseeinheit besitzt zwei potenzialfreie Wechslerrelais. Unterschiedlichen Fingern können dadurch verschiedene Schaltaufgaben zugeordnet werden, beispielsweise Türöffnung und eine weitere dafür vorgesehene Funktion.

Kann Gira Fingerprint auch ohne Türsprechanlage betrieben werden?

Ja. Gira beschreibt die Fingerprint-Leseeinheit ausdrücklich für den Einzelbetrieb an einzelnen Türen oder Toren sowie für die Integration in das Gira Türkommunikationssystem.

Ist die TX_44 Fingerprint-Leseeinheit für den Außenbereich geeignet?

Für die Installation im Gira TX_44 Rahmen ist IP44 ausgewiesen. Zusätzlich nennt Gira einen Umgebungstemperaturbereich von −20 °C bis +70 °C. Voraussetzung ist die vorgesehene fachgerechte Montage.

Ist Gira TX_44 Fingerprint ein IP-, WLAN- oder PoE-Gerät?

Nein. Die Fingerprint-Leseeinheit kann über das Gira Türkommunikationssystem und übergeordnete Komponenten wie das TKS-IP-Gateway in Netzwerkfunktionen eingebunden werden. Die Leseeinheit selbst besitzt dadurch jedoch keinen direkten Ethernet-, WLAN- oder PoE-Anschluss.

Was passiert, wenn der Administrator-Finger nicht mehr verfügbar ist?

Gira sieht dafür eine Master-PIN auf einer versiegelten Sicherheitskarte vor. Diese Sicherheitsinformation ist deshalb nach der Inbetriebnahme geschützt aufzubewahren und gehört zum vorgesehenen Administrations- und Rücksetzkonzept der Fingerprint-Leseeinheit.

Quellenbasis: Technische Angaben und Systeminformationen wurden anhand der zum Zeitpunkt der Erstellung verfügbaren Herstellerunterlagen von Gira geprüft, darunter Datenblätter, Systemdokumentationen und technische Anleitungen.