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Kabelverschraubungen Progress® Messing Winkel 90°

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KAISER · Progress® Messing Winkel 90°

KAISER Progress® Messing Winkel-Kabelverschraubungen 90° kaufen

KAISER Progress® Messing Winkel 90° verbindet die eigentliche Kabelverschraubung direkt mit einem rechtwinkligen Kabelabgang. Das Kabel wird damit bereits innerhalb der Verschraubung umgelenkt, ohne dass zwischen Gehäuse und Kabeleinführung ein separater Winkeladapter benötigt wird. Die Ausführungen aus vernickeltem Messing arbeiten mit Kompressionstechnik und sind mit unterschiedlichen Gewindelängen sowie metrischen und PG-Anschlüssen erhältlich.

Wann ist eine integrierte 90°-Kabeleinführung sinnvoll?

Gerade Kabelverschraubung benötigt Platz vor dem Gehäuse Schematische Gehäusewand mit gerader Kabelverschraubung. Das Kabel führt gerade nach vorne und benötigt entsprechenden Freiraum. Gerader Kabelabgang Freiraum vor dem Gehäuse Leitung verlässt das Gehäuse gerade

Gerader Abgang braucht Platz nach vorne

Bei einer geraden Kabelverschraubung verläuft die Leitung zunächst in Verlängerung der Gehäuseöffnung. Soll das Kabel anschließend seitlich geführt werden, entsteht die Richtungsänderung erst außerhalb der Verschraubung.

Integrierte 90-Grad-Winkel-Kabelverschraubung führt das Kabel seitlich weiter Schematische Gehäusewand mit Winkel-Kabelverschraubung. Die Leitung wird innerhalb des Bauteils um 90 Grad umgelenkt und verläuft anschließend parallel zur Gehäusewand. Integrierter 90°-Abgang 90° Leitung wird direkt seitlich weitergeführt

Die Umlenkung steckt bereits in der Verschraubung

Beim Progress® Messing Winkel 90° erfolgt die Richtungsänderung innerhalb der Kabeleinführung. Das kann bei begrenztem Raum vor dem Gehäuse sinnvoll sein und vermeidet eine zusätzliche Winkelkomponente zwischen Gehäuse und Kabelverschraubung.

Schematische Darstellung; keine Vorgabe für den Kabel-Biegeradius. Der zulässige Biegeradius der eingesetzten Leitung bleibt unabhängig von der Winkelbauform zu beachten.

Kurzes Gewinde, langes Gewinde oder Befestigung mit Gegenmutter?

Drei Anschlussvarianten einer Winkel-Kabelverschraubung Drei schematische Anschlüsse zeigen ein kurzes Anschlussgewinde, ein langes Anschlussgewinde sowie ein langes metrisches Anschlussgewinde mit Gegenmutter. Kurz Lang Lang + Mutter weniger Gewinde mehr Gewinde mit Gegenmutter Befestigungsart und Wandaufbau entscheiden

Die Gewindelänge richtet sich nach der Gehäuseaufnahme

Neben Ausführungen mit kürzerem Anschlussgewinde stehen Varianten mit längerem Gewinde zur Verfügung. Für metrische Anschlüsse gibt es außerdem lange Ausführungen mit Gegenmutter. Welche Bauform passt, hängt davon ab, ob eine vorhandene Gewindebohrung genutzt oder die Verschraubung durch eine Gehäusewand geführt und entsprechend befestigt wird.

Ein längeres Anschlussgewinde ist nicht grundsätzlich besser. Entscheidend sind Wandstärke, vorhandene Gewindeaufnahme und die vorgesehene Befestigung.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Kabeldurchmesser und Dichteinsatz

Der tatsächliche Kabelaußendurchmesser muss innerhalb des vorgesehenen Klemmbereichs liegen. Je nach Baugröße kommen ein- oder zweiteilige Dichteinsätze zum Einsatz; bei passenden zweiteiligen Ausführungen kann ein Inlet einen zusätzlichen Bereich für kleinere Kabeldurchmesser ermöglichen.

Anschlussgewinde am Gehäuse

Metrische und PG-Gewinde sind unterschiedliche Systeme. Gewindeart, Nenngröße und bei metrischen Ausführungen die Steigung müssen zur vorhandenen Gehäuseaufnahme passen. Die Gewindegröße legt den Klemmbereich des Kabels nicht automatisch fest.

Platz für den Winkelkörper

Eine Winkelverschraubung benötigt seitlich anderen Bauraum als eine gerade Kabeleinführung. Deshalb nicht nur das Anschlussgewinde prüfen, sondern auch Gehäusekante, benachbarte Verschraubungen und den geplanten Verlauf des austretenden Kabels berücksichtigen.

Auswahlregel: Zuerst Kabelaußendurchmesser und gewünschte Austrittsrichtung festlegen. Danach Anschlussgewinde und Gewindelänge auf das Gehäuse abstimmen. Zum Schluss prüfen, ob der Winkelkörper und das austretende Kabel am vorgesehenen Montageort genügend Platz haben.

Technische Merkmale von Progress® Messing Winkel 90°

Merkmal Ausführung Bedeutung
Bauform Integrierter 90°-Winkel Die Kabelrichtung wird direkt innerhalb der Kabeleinführung geändert.
Werkstoff Messing vernickelt Metallische und laut Hersteller nicht durchgehend isolierende Bauform.
Klemmtechnik Kompressionstechnik Der Dichteinsatz übernimmt Klemmung und Abdichtung am Kabelmantel.
Dichteinsatz Je nach Baugröße ein- oder zweiteilig Bei dafür vorgesehenen Ausführungen erweitert ein Inlet den nutzbaren Bereich für kleinere Kabel.
Gewinde Metrisch oder PG Muss zur Gewindeaufnahme des Gehäuses passen.
Gewindelänge Kurze und lange Ausführungen; metrisch auch mit Gegenmutter Die Einbausituation bestimmt die passende Befestigungsvariante.
Schutzart IP68 Gilt unter den vorgesehenen Montagebedingungen mit passendem Kabel.
Einsatztemperatur −40 °C bis +100 °C Für den Gesamtaufbau gelten zusätzlich die Grenzen aller eingesetzten Komponenten.

Kurze Praxis-Hinweise zur 90°-Montage

Seitlichen Bauraum nicht vergessen

Ein häufiger Planungsfehler ist, nur Gewinde und Kabeldurchmesser zu prüfen. Vor der Montage auch kontrollieren, ob der Winkelkörper mit Gehäusekante, Tür, benachbarter Einführung oder einem anderen Bauteil kollidieren kann.

Langes Gewinde nicht pauschal wählen

Mehr Gewindelänge ist nur dann hilfreich, wenn Wandaufbau und Befestigung sie tatsächlich benötigen. Bei beengten Gehäusen kann unnötig weit hineinragendes Anschlussgewinde den verfügbaren Innenraum einschränken.

Welche andere 90°-Lösung passt zur Einbausituation?

Sicherheitshinweis: Arbeiten an elektrischen Anlagen gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Kabeldurchmesser, Gewinde, Dichteinsatz und Einbausituation müssen zur gewählten Verschraubung passen. Der 90°-Abgang hebt die Vorgaben des eingesetzten Kabels zum zulässigen Biegeradius nicht auf. Weitere Hinweise enthält die Sicherheitsinformation zur Elektroinstallation.

Häufige Fragen zu Progress® Messing Winkel 90°

Was unterscheidet die Winkel-Kabelverschraubung von einem separaten 90°-Winkel?

Bei Progress® Messing Winkel 90° sind Richtungsänderung, Kabelklemmung und Abdichtung in einer Kabeleinführung zusammengefasst. Ein separater 90°-Winkel besitzt dagegen Innen- und Außengewinde und benötigt zusätzlich eine eigene Kabelverschraubung.

Wann ist eine 90°-Kabelverschraubung sinnvoll?

Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Kabel direkt nach der Gehäuseeinführung seitlich weitergeführt werden soll oder vor dem Gehäuse wenig Platz für einen geraden Leitungsabgang zur Verfügung steht. Der zulässige Biegeradius des Kabels bleibt trotzdem zu beachten.

Was ist der Unterschied zwischen kurzem und langem Anschlussgewinde?

Die Gewindelänge bestimmt, wie weit der Anschluss in beziehungsweise durch die Gehäuseaufnahme reicht. Welche Ausführung passt, hängt von Wandstärke, vorhandener Gewindebohrung und der vorgesehenen Befestigungsart ab.

Wann wird eine Ausführung mit Gegenmutter verwendet?

Eine Gegenmutter ermöglicht eine Befestigung, bei der die Kabelverschraubung durch die dafür vorgesehene Gehäuseöffnung geführt und auf der Gegenseite gesichert wird. Die dafür angebotenen Winkel-Ausführungen verwenden ein langes metrisches Anschlussgewinde.

Warum gibt es unterschiedliche Klemmbereiche bei derselben Gewindegröße?

Das Anschlussgewinde bestimmt die Verbindung zum Gehäuse, während der Klemmbereich zum tatsächlichen Kabelaußendurchmesser passen muss. Bei dafür vorgesehenen Baugrößen kann ein zweiteiliger Dichteinsatz mit Inlet zusätzlich einen kleineren Klemmbereich ermöglichen.

Welche Schutzart haben die Progress® Messing Winkel 90°-Ausführungen?

Für Progress® Messing Winkel 90° ist IP68 ausgewiesen. Voraussetzung sind ein Kabel innerhalb des vorgesehenen Klemmbereichs, eine passende Gehäuseanbindung und die fachgerechte Montage der Dicht- und Anschlusskomponenten.