Heizung, Lüftung, Raumklima
Raumtemperatur regeln – vom klassischen Regler bis System 3000
Die Gira Komponenten für Heizung, Lüftung und Raumklima decken unterschiedliche Arten der Temperatur- und Klimaregelung ab. Dazu gehören klassische Raumtemperaturregler für 230 V und 24 V, Lösungen für elektrische Fußbodenheizung, thermische Stellantriebe sowie System-3000-Regler mit Display oder Bluetooth. Für komplexere Anwendungen stehen außerdem Komponenten zur Lüfter- und Fan-Coil-Steuerung zur Verfügung.
Nicht der Drehknopf, sondern die vorhandene Anlage entscheidet
Bei einem Raumtemperaturregler sollte zuerst geklärt werden, was tatsächlich geregelt werden soll. Eine wassergeführte Fußbodenheizung mit thermischen Stellantrieben benötigt eine andere elektrische Ansteuerung als eine direkt geschaltete elektrische Fußbodenheizung.
Ebenso wichtig ist die vorhandene Spannung. Im aktuellen Sortiment befinden sich Raumtemperaturregler-Einsätze für AC 230 V und AC 24 V. Zusätzlich unterscheiden sich Varianten beim Schaltkontakt sowie bei Funktionen wie Ausschalter, Kontrolllicht oder zusätzlichem Temperatursensor.
Die Kategorie dient deshalb als Einstieg in die gesamte Gira Raumtemperaturregelung. Die tieferen Bereiche Heizung , Lüftung & Raumklima und Zubehör trennen anschließend die verschiedenen Komponenten.
230 V, 24 V oder elektrische Fußbodenheizung?
Die Spannung ist eines der wichtigsten Auswahlmerkmale, reicht alleine aber noch nicht aus. Zusätzlich müssen Ausgang, angeschlossener Verbraucher und gewünschte Regelungsfunktion berücksichtigt werden.
Raumtemperaturregler für 230-V-Anlagen
Gira führt elektronische Raumtemperaturregler für 230 V in unterschiedlichen Ausführungen. Je nach Variante stehen beispielsweise Öffner beziehungsweise Öffner-/Schließer-Funktion, Ausschalter und Kontrolllicht zur Verfügung.
Regler für 24-V-Steuerungen
Für entsprechend aufgebaute Heizungsinstallationen existieren eigene 24-V-Ausführungen. Vor dem Austausch muss deshalb die tatsächlich vorhandene Versorgungsspannung eindeutig ermittelt werden.
Fußbodenheizung direkt regeln
Für eine elektrische Fußbodenheizung stehen speziell dafür ausgelegte Regler mit geeignetem Schaltausgang und Temperatursensor zur Verfügung. Sie sind nicht mit der Regelung wassergeführter Heizkreise gleichzusetzen.
Öffner und Schließer müssen zum Stellantrieb passen
Neben der Betriebsspannung spielt bei einer Heizungsregelung das gewünschte Schaltverhalten eine wichtige Rolle. Gira führt Raumtemperaturregler mit unterschiedlichen Ausgangsvarianten, darunter Öffner sowie kombinierte Öffner-/Schließer-Ausführungen.
Das ist insbesondere bei elektrothermischen Stellantrieben relevant. Je nach Aufbau arbeitet ein Ventilantrieb beispielsweise stromlos geschlossen oder stromlos offen. Der Regler muss diese Betriebsweise korrekt unterstützen.
Moderne Gira Regler können je nach Ausführung weitere Funktionen wie Frostschutz, Ventilschutz, Temperatursturzerkennung oder Umschaltung zwischen Heiz- und Kühlbetrieb bereitstellen.
Raumtemperaturregler und Stellantrieb arbeiten zusammen
Bei vielen wassergeführten Fußbodenheizungen oder Heizkreisverteilern steuert der Raumtemperaturregler nicht direkt die Wärmequelle. Stattdessen wird ein thermischer beziehungsweise elektrothermischer Stellantrieb am Ventil angesteuert.
Der Antrieb öffnet oder schließt den jeweiligen Heizkreis abhängig vom Ausgangssignal des Reglers. Gira führt dafür Stellantriebe in 230-V- und 24-V-Ausführung.
Vor der Kombination müssen neben Spannung und Ventilfunktion auch mechanische Eignung und elektrische Anschlussbedingungen geprüft werden.
Passende Komponenten befinden sich unter Gira Heizung und Stellantriebe .
Der Raumtemperaturregler misst beziehungsweise bewertet die Raumtemperatur und erzeugt das Steuersignal.
Der Stellantrieb setzt dieses Signal am Heizungsventil mechanisch um und beeinflusst dadurch den Durchfluss durch den Heizkreis.
Wann ein Fernfühler oder externer Temperatursensor benötigt wird
Nicht jede Temperatur soll direkt am Bediengerät gemessen werden. Bei einer elektrischen Fußbodenheizung kann beispielsweise die Bodentemperatur relevant sein. Dafür stehen Regler beziehungsweise Einsätze mit Fühleranschluss zur Verfügung.
Auch das Gira System 3000 arbeitet mit zusätzlichen Temperaturinformationen. Ein geeigneter Helligkeits- und Temperatursensor kann beispielsweise als externer Temperatursensor für die Raumtemperaturregelung eingesetzt werden.
Interner Sensor
Klassische elektronische Raumtemperaturregler erfassen die Temperatur direkt am Gerät und vergleichen sie mit dem eingestellten Sollwert.
Fern- oder Bodenfühler
Bei dafür vorgesehenen Reglern kann ein separater Sensor die Temperatur an einem anderen Messpunkt, beispielsweise im Bodenaufbau, erfassen.
Externe Temperaturmessung
System-3000-Sensorik kann zusätzliche Temperaturwerte drahtlos an dafür vorgesehene Bluetooth-Komponenten übertragen.
Messort beachten
Ein ungünstiger Montageort nahe Wärmequellen, Sonneneinstrahlung oder Zugluft kann die erfasste Raumtemperatur beeinflussen.
Display- und Bluetooth-Regler erweitern die klassische Temperaturregelung
Im Bereich Gira System 3000 Raumklima stehen Raumtemperaturregler mit Display sowie Bluetooth-Ausführungen zur Verfügung. Die Regelung kann weiterhin direkt am Bedienelement erfolgen; bei geeigneten Bluetooth-Varianten kommen zusätzliche digitale Einstellmöglichkeiten hinzu.
Gira sieht bei den Bluetooth-Reglern unter anderem programmierbare Schaltzeiten beziehungsweise Zeitsteuerungen vor. Dadurch lassen sich unterschiedliche Solltemperaturen an den Tagesablauf anpassen.
Der technische Unterputzeinsatz bleibt dennoch entscheidend: Der System-3000-Raumtemperaturregler-Einsatz mit Fühleranschluss ist ausdrücklich für elektrische Fußbodenheizungen und elektrothermische Ventilantriebe vorgesehen.
Heizen und Kühlen sind unterschiedliche Betriebszustände derselben Regelung
Geeignete Gira Raumtemperaturregler unterstützen nicht nur Heizbetrieb. Abhängig von der Geräteausführung und der angeschlossenen Anlage kann auch Kühlbetrieb vorgesehen sein.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Temperaturregler selbst Kälte erzeugt. Er verarbeitet den Soll- und Istwert und steuert eine dafür geeignete Heiz- oder Kühlanlage beziehungsweise deren Ventile.
Bei kombinierten Anlagen muss deshalb klar definiert sein, wie zwischen Heizen und Kühlen umgeschaltet wird und welche angeschlossenen Komponenten die jeweiligen Signale verarbeiten.
Lüfterdrehzahl und Fan-Coil-Systeme separat einordnen
Der Begriff „Lüftung“ umfasst in dieser Gira Kategorie nicht das gesamte Feld der Wohnraumlüftung. Das aktuelle Voltking-Sortiment enthält vielmehr Komponenten zur Lüfter- und Raumklimasteuerung.
Dazu gehört unter anderem ein System-3000-Drehzahlstellereinsatz. Für komplexere KNX-Anwendungen wird außerdem ein Fan-Coil-Aktor geführt, der zur Ansteuerung geeigneter Gebläsekonvektoren eingesetzt werden kann.
Fan-Coil-Systeme können abhängig vom Anlagenaufbau zum Heizen, Kühlen oder für kombinierten Heiz- und Kühlbetrieb verwendet werden. Der Aktor setzt dazu entsprechende Stellgrößen unter anderem in Lüfterstufen und Ventilstellungen um.
Hier geht es primär um elektrische Regel- und Steuerkomponenten für Raumtemperatur, Lüfter, Ventile und geeignete Klimatisierungssysteme.
Komplette Lüftungsanlagen oder beliebige Ventilatoren sind nicht der Kern dieser Gira Kategorie.
Von der gemessenen Temperatur bis zum Heizkreis
Eine funktionierende Raumtemperaturregelung besteht häufig aus mehreren Komponenten. Der Regler allein ist deshalb nur ein Teil der vollständigen Heizungssteuerung.
Temperatur erfassen
Ein interner Sensor oder geeigneter Fernfühler erfasst die aktuelle Temperatur am vorgesehenen Messort.
Sollwert vergleichen
Der Raumtemperaturregler vergleicht Messwert und gewünschte Solltemperatur.
Ausgang steuern
Abhängig vom Regler wird beispielsweise ein Stellantrieb oder eine elektrische Heizung angesteuert.
Heizleistung verändern
Ventil, Heizkreis oder geeigneter Verbraucher reagiert auf den Steuerbefehl und beeinflusst die Raumtemperatur.
Warum moderne Temperaturregelung mehr als Ein und Aus kann
Bei geeigneten elektronischen Gira Raumtemperaturreglern stehen zusätzliche Regelungsfunktionen zur Verfügung. Dazu gehört beispielsweise die Pulsweitenmodulation (PWM). Dabei wird die Heizleistung über zeitlich angepasste Schaltintervalle geregelt.
Frostschutz
Geeignete Regler können bei sehr niedrigen Temperaturen eine Frostschutzfunktion aktivieren.
Ventilschutz
Eine regelmäßige Betätigung kann helfen, geeignete Ventile auch außerhalb intensiver Heizphasen beweglich zu halten.
Temperatursturzerkennung
Bestimmte Regler können einen schnellen Temperaturabfall erkennen und die Regelung entsprechend anpassen.
Nachtabsenkung
Je nach Gerät und Installation können Solltemperaturen zeitabhängig beziehungsweise über externe Steuerfunktionen abgesenkt werden.
Fünf Punkte entscheiden über den passenden Temperaturregler
Vor allem bei vorhandenen Heizungsinstallationen sollte nicht nur die sichtbare Front betrachtet werden. Die technische Zuordnung ist wichtiger als eine optisch ähnliche Ausführung.
Spannung
Zuerst klären, ob die vorhandene Regelung mit 230 V oder 24 V arbeitet.
Heizsystem
Wassergeführter Heizkreis, elektrische Fußbodenheizung oder andere geeignete Heiz- und Kühltechnik unterscheiden.
Ausgang
Öffner, Schließer, Relaisausgang beziehungsweise vorhandene Stellantriebslogik prüfen.
Sensorik
Klären, ob der interne Raumfühler genügt oder ein Fernfühler beziehungsweise externer Temperatursensor benötigt wird.
Bedienung
Klassischer Drehregler, System-3000-Display oder Bluetooth-Ausführung passend zum gewünschten Bedienumfang auswählen.
Vorhandene Komponenten
Bei einem Austausch vorhandenen Regler, Stellantrieb, Anschlussart und gegebenenfalls Fühlerleitung vor der Bestellung identifizieren.
Raumtemperaturregelung und Gebäudeautomation nicht gleichsetzen
Viele Gira Temperaturregler arbeiten als eigenständige Raumregelung. Andere Komponenten sind Teil von System 3000 oder einer KNX-Gebäudeautomation. Diese Bereiche überschneiden sich fachlich, erfüllen aber unterschiedliche Such- und Planungsaufgaben.
Klassischer Temperaturregler
Für eine lokale Raumtemperaturregelung mit passendem Ausgang für die vorhandene Heizungsinstallation.
Erweiterte Bedienung
Display, Bluetooth und passende System-3000- Komponenten erweitern die lokale Regelung um zusätzliche Bedien- und Zeitfunktionen.
Gebäudeautomation
Für gewerkeübergreifende Vernetzung von Temperaturregelung, Aktoren, Sensorik und weiteren Gebäudefunktionen gehört die Detailplanung in den KNX-Bereich.
Passende Gira Komponenten nach Funktion auswählen
Die Unterkategorien trennen Heizungsansteuerung, Raumklima-Komponenten und Zubehör. Weitere Links führen nur dort in angrenzende Gira-Systemwelten, wo die technische Planung dies sinnvoll macht.