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Energie- und Lichtsäulen

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Automatische Lichtsteuerung

Licht automatisch schalten – ohne den falschen Melder zu wählen

Bewegungs- und Präsenzmelder können Beleuchtung abhängig von Anwesenheit und Umgebungshelligkeit steuern. Für die Auswahl ist aber weniger der Produktname entscheidend als der Einsatzort: Ein kurzer Flur, ein Arbeitsplatz und eine Hauseinfahrt benötigen unterschiedliche Erfassungsbereiche und Einstellungen.

Bewegung Präsenz Helligkeit Innen & Außen
Auswahlhilfe

Vier typische Situationen – vier unterschiedliche Anforderungen

Ein häufiger Fehlkauf entsteht, wenn nur nach „Bewegungsmelder“ gesucht wird. Sinnvoller ist die Auswahl danach, wo der Melder sitzt und welche Bewegung zuverlässig erkannt werden muss.

Durchgangsflur

Hier bewegt sich eine Person deutlich durch den Erfassungsbereich. Eine Wandlösung kann deshalb gut passen – besonders wenn bereits eine Gerätedose auf geeigneter Höhe vorhanden ist.

Wichtig: Nachlaufzeit nicht unnötig lang einstellen, wenn der Bereich meist nur kurz genutzt wird.

Büro oder Arbeitsplatz

Eine sitzende Person bewegt sich deutlich weniger als jemand im Flur. Für solche Räume ist eine feinere Präsenzerfassung meist die sinnvollere Grundlage.

Wichtig: Nicht nur die Reichweite am Boden betrachten, sondern auch den Erfassungsbereich auf Schreibtischhöhe.

Hauseingang

Im Außenbereich zählt neben dem Erfassungswinkel auch, welche Fläche überhaupt erfasst werden soll. Ein zu breiter Bereich kann beispielsweise seitliche Bewegungen unnötig einbeziehen.

Wichtig: Schutzart und zulässigen Temperaturbereich des konkreten Außenmelders prüfen.

Nachrüstung an Schalterposition

Soll ein vorhandener Schalterplatz genutzt werden, ist die vorgesehene Montagehöhe entscheidend. Bei System 3000 gibt es dafür unterschiedliche Aufsätze für niedrige und höhere Wandpositionen.

Wichtig: Aufsatz und Unterputzeinsatz müssen technisch zusammenpassen.

Bewegung oder Präsenz?

Entscheidend ist, wie sich Personen im Raum verhalten

Bewegungsmelder

Für Flure, Treppen, Keller, Eingänge oder Zuwege reichen häufig deutliche Bewegungen als Schaltkriterium aus.

Dort kommt es vor allem darauf an, dass typische Laufwege innerhalb des Erfassungsfeldes liegen.

Präsenzmelder

In Büro, Arbeitszimmer oder Besprechungsraum kann jemand längere Zeit nahezu still sitzen. Dafür ist eine feinere Erfassung kleiner Bewegungen wichtiger.

Deckenmelder können den Aufenthaltsbereich dabei rund um ihren Montagepunkt erfassen.

Vor der Bestellung prüfen

Gute Lichtautomatik beginnt beim Montageort

Drei Parameter bestimmen besonders stark, ob eine automatische Beleuchtung im Alltag angenehm funktioniert.

1
Erfassungsbereich Der tatsächliche Lauf- oder Aufenthaltsbereich muss innerhalb der Sensorerfassung liegen.
2
Helligkeitsschwelle Ist bereits genügend Tageslicht vorhanden, soll die Beleuchtung nicht unnötig eingeschaltet werden.
3
Nachlaufzeit Im kurzen Durchgang darf sie meist kürzer ausfallen als in einem Raum, in dem Personen länger arbeiten.
Typischer Planungsfehler: Ein großer nomineller Erfassungsbereich hilft wenig, wenn der Melder ungünstig zur tatsächlichen Bewegungsrichtung sitzt.
Wand- und Deckenlösungen

Montagehöhe passend zur vorhandenen Installation wählen

Im Umfeld von Gira System 3000 stehen unterschiedliche Sensoraufsätze zur Verfügung. Bei einer Nachrüstung sollte deshalb zuerst die vorhandene Einbauposition betrachtet werden.

1,10 m

Sinnvoll, wenn eine vorhandene Gerätedose auf klassischer Schalterhöhe genutzt werden soll. Der Melder erfasst aus einer vergleichsweise niedrigen Wandposition.

2,20 m

Die höhere Wandmontage verändert die Erfassungsgeometrie. Sie ist deshalb nicht einfach mit einer Ausführung für Schalterhöhe gleichzusetzen.

360°

Bei Deckenmontage lässt sich ein Bereich rund um den Montagepunkt erfassen. Das eignet sich besonders für zentrale Positionen innerhalb eines Raumes.

Einfache Einstellung

Standard reicht für viele Grundfunktionen

Für eine klassische bewegungs- und helligkeitsabhängige Lichtschaltung ist eine App nicht zwingend erforderlich.

Wer lediglich einen definierten Bereich automatisch beleuchten möchte, sollte deshalb nicht automatisch die umfangreichste Bedienvariante auswählen.

Mehr Einstellmöglichkeiten

Bluetooth kann die Feinabstimmung erleichtern

Bei dafür vorgesehenen Komfort-Ausführungen lassen sich Parameter wie Helligkeitsschwelle, Empfindlichkeit und Nachlaufzeit über die Gira System 3000 App konfigurieren.

Das lohnt sich vor allem dann, wenn das Verhalten später gezielter an Raum und Nutzung angepasst werden soll.

Passende Innenraumlösungen befinden sich unter Präsenzmelder und Bewegungsmelder . Die übrigen Funktionen des Systems werden unter Gira System 3000 behandelt.

Sensotec

Wenn berührungslose Bedienung Teil der Aufgabe ist

Sensotec arbeitet anders als ein klassischer PIR-Wandmelder. Die Hochfrequenzerfassung unterscheidet einen Fern- und einen Nahbereich.

Im Fernbereich erkennt das Gerät Bewegungen nach vorne bis etwa 6 m. Eine Handbewegung im Nahbereich von ungefähr 5 cm kann die Raumbeleuchtung auf volle Helligkeit schalten.

Beim Sensotec LED übernimmt eine integrierte Orientierungsleuchte die dezente Beleuchtung. Das kann beispielsweise in einem nächtlich genutzten Flur sinnvoll sein, wenn zunächst Orientierung gewünscht ist und die volle Raumbeleuchtung erst bewusst aktiviert werden soll.

Bei der Planung beachten: Gira weist darauf hin, dass unter anderem Reflexionsflächen sowie Metallrahmen den Erfassungsbereich beeinflussen können.

Gira Sensotec ansehen

Außenbereiche

Beim Cube lieber den Bereich passend begrenzen

Für Eingangsbereiche, Zuwege und Einfahrten stehen Cube-Ausführungen mit 120° oder 240° Erfassungswinkel zur Verfügung.

120° Für einen gezielteren Bereich, wenn nicht die gesamte Umgebung erfasst werden soll.
240° Für breitere Bereiche rund um Eingang, Fassade oder Zufahrt.

Die konventionellen Ausführungen sind für Wand- und Deckenmontage im Innen- und Außenbereich vorgesehen und besitzen IP54. Beim Cube 240 lässt sich die Nachlaufzeit beispielsweise zwischen 5 Sekunden und 15 Minuten einstellen.

Planungsbeispiel: Soll hauptsächlich der schmale Weg zur Haustür erfasst werden, kann ein gezielterer Winkel sinnvoller sein als eine möglichst breite Erfassung. Bei einer breiten Einfahrt oder größeren Fläche kann dagegen der größere Bereich entscheidend sein.

Gira Wächter und Cube ansehen

KNX-Lichtsteuerung

In KNX kann der Melder mehr als nur ein Licht einschalten

Ist bereits eine KNX-Installation vorhanden, können Präsenz- und Helligkeitsinformationen unmittelbar innerhalb des Bussystems ausgewertet werden.

Die aktuellen Gira KNX Präsenzmelder Standard und Komfort arbeiten mit einem 360°-Erfassungsbereich. Bei 3 m Montagehöhe nennt Gira beispielsweise rund 20 m Durchmesser auf Fußbodenhöhe und rund 12 m auf Schreibtischhöhe.

Gerade dieser Unterschied ist für Büro- und Arbeitsbereiche wichtiger als eine einzelne maximale Reichweitenangabe.

Gira KNX Präsenzmelder ansehen

Wann KNX sinnvoll ist

Nicht für jede Lichtautomatik ist ein Bussystem nötig

Wird lediglich in einem einzelnen Flur das Licht abhängig von Bewegung geschaltet, wäre eine vollständige KNX-Lösung allein dafür meist unnötig komplex.

Anders sieht es aus, wenn bereits KNX vorhanden ist und Präsenz beziehungsweise Helligkeit zusätzlich für weitere Funktionen der Gebäudeautomation verwendet werden sollen.

Die eigentliche KNX-Systemplanung befindet sich unter Gira KNX .

Vor dem Kauf

Drei typische Fehlentscheidungen lassen sich leicht vermeiden

Nur nach maximaler Reichweite auswählen

Ein großer Erfassungsbereich ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, ob die tatsächlich relevanten Wege und Aufenthaltszonen erfasst werden.

Montagehöhe erst später prüfen

Wandmelder für 1,10 m oder 2,20 m und Deckenmelder besitzen unterschiedliche Erfassungsgeometrien. Die Einbauposition gehört deshalb an den Anfang der Auswahl.

Licht- und Alarmmelder gleichsetzen

Ein Sensor zur automatischen Beleuchtungssteuerung ist nicht automatisch für eine Einbruchmeldeanlage geeignet. Sicherheitsanwendungen benötigen dafür vorgesehene Komponenten.

Häufige Auswahlfragen

Was vor der Bestellung häufig geklärt werden muss

Bewegungsmelder oder Präsenzmelder – was passt besser?
Für Flure, Treppen, Zuwege und andere Bereiche mit deutlicher Bewegung reicht häufig ein Bewegungsmelder. In Büros und Aufenthaltsräumen, in denen Personen längere Zeit sitzen, ist eine feinere Präsenzerfassung meist geeigneter.
Warum ist die Montagehöhe so wichtig?
Die Montagehöhe beeinflusst die Geometrie des Erfassungsfeldes. Deshalb sollten Ausführungen für 1,10 m, 2,20 m oder Deckenmontage passend zur tatsächlich vorhandenen Einbauposition gewählt werden.
Wozu dient die Helligkeitsschwelle?
Sie legt fest, bei welcher Umgebungshelligkeit die Automatik Licht einschalten darf. So kann vermieden werden, dass bei ausreichendem Tageslicht unnötig künstliche Beleuchtung zugeschaltet wird.
Was bewirkt die Nachlaufzeit?
Sie bestimmt, wie lange das Licht nach der letzten relevanten Erfassung eingeschaltet bleibt. In einem kurzen Durchgang ist häufig eine andere Einstellung sinnvoll als in einem länger genutzten Aufenthaltsraum.
Wann ist ein Cube 120 statt Cube 240 sinnvoll?
Der kleinere Erfassungswinkel eignet sich, wenn ein Bereich gezielter begrenzt werden soll. Für größere Flächen rund um Eingang oder Zufahrt kann die breitere 240°-Erfassung sinnvoller sein. Der konkrete Montageort bleibt entscheidend.
Was unterscheidet Sensotec von einem klassischen Bewegungsmelder?
Sensotec arbeitet mit Hochfrequenzerfassung und unterscheidet Nah- und Fernbereich. Dadurch lässt sich eine erkannte Bewegung im Raum anders behandeln als eine bewusste Handbewegung unmittelbar vor dem Gerät.
Muss bei einem Sensoraufsatz auch der Unterputzeinsatz passen?
Ja. Bei modularen Lösungen müssen Sensoraufsatz, Unterputzeinsatz und die zu steuernde Last miteinander kompatibel sein. Deshalb sollte nicht nur nach Design oder Sensorbezeichnung ausgewählt werden.