Dimplex M Flex 0916HBC
Reversible Luft/Wasser-Wärmepumpe für Gebäudeheizung und mögliche Kühlanwendungen.
M Flex ansehenWie funktioniert eine Wärmepumpe, welche Wärmequelle eignet sich und was bedeuten Vorlauftemperatur, Heizlast und Jahresarbeitszahl? Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen und Unterschiede moderner Wärmepumpensysteme.
Eine Wärmepumpe nutzt Wärme, die bereits in ihrer Umgebung vorhanden ist. Je nach System stammt diese Wärme beispielsweise aus Außenluft, Erdreich oder Grundwasser.
Ein elektrisch angetriebener Kältekreislauf hebt das Temperaturniveau dieser Umweltwärme an, damit sie zum Heizen beziehungsweise zur Warmwasserbereitung genutzt werden kann.
Anders als eine elektrische Direktheizung erzeugt die Wärmepumpe die gesamte Heizwärme also nicht allein aus Strom. Elektrische Energie wird vor allem benötigt, um den thermodynamischen Prozess anzutreiben.
Das Grundprinzip lässt sich in vier Schritte aufteilen. Dabei zirkuliert ein Kältemittel in einem geschlossenen Kreislauf.
Im Verdampfer nimmt das Kältemittel Wärme aus Luft, Erdreich oder Wasser auf.
Ein elektrisch angetriebener Verdichter erhöht Druck und Temperatur des Kältemittels.
Die Wärme wird auf das Heizsystem beziehungsweise Warmwasser übertragen.
Nach der Wärmeabgabe wird der Druck reduziert und der Kreislauf beginnt erneut.
Die Bezeichnung einer Wärmepumpe beschreibt meist, woher sie Wärme bezieht und an welches Medium diese Wärme weitergegeben wird.
Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt Außenluft als Wärmequelle und überträgt die gewonnene Wärme auf einen wassergeführten Heizkreis. Für die Wärmequelle sind keine Erdsonden oder Brunnen erforderlich.
Diese Bauart nutzt das Erdreich als Wärmequelle. Die Energie wird über Erdkollektoren oder Erdsonden aufgenommen und an den Heizkreis übertragen.
Eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser als Wärmequelle. Ob diese Lösung möglich ist, hängt stark von Standort, Wasserverhältnissen und den erforderlichen Genehmigungen ab.
Eine Warmwasser-Wärmepumpe hat einen anderen Schwerpunkt: Sie dient in erster Linie der Trinkwassererwärmung und ersetzt nicht automatisch eine Wärmepumpe für die Gebäudeheizung.
Ob eine Wärmepumpe zu einem Gebäude passt, entscheidet sich nicht allein am Baujahr. Wichtiger sind Wärmebedarf, Heizflächen, benötigte Vorlauftemperatur und der energetische Zustand.
Neue Gebäude lassen sich von Anfang an auf niedrige Heizlasten und passende Wärmeverteilsysteme auslegen.
Verbesserte Dämmung, neue Fenster oder größere Heizflächen können die benötigte Vorlauftemperatur reduzieren.
Auch hier ist eine Wärmepumpe nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Entscheidend ist eine konkrete Betrachtung von Heizlast, Heizkörpern und Systemtemperaturen.
Die Effizienz einer Wärmepumpenanlage ist kein fester Wert, der allein vom Gerät abhängt. Auch Wärmequelle, Außentemperatur, Heizflächen, Regelung und benötigte Vorlauftemperatur beeinflussen den Betrieb.
Je höher die Temperatur ist, auf die das Heizwasser angehoben werden muss, desto größer ist die Temperaturdifferenz, die die Wärmepumpe überwinden muss.
Große Heizflächen wie Flächenheizungen können mit niedrigeren Heizwassertemperaturen arbeiten als kleine Heizflächen mit hoher Leistungsanforderung.
Außenluft, Erdreich und Grundwasser haben unterschiedliche Temperaturverläufe über das Jahr.
Die Leistung der Wärmepumpe und die hydraulische Einbindung müssen zum tatsächlichen Wärmebedarf des Gebäudes passen.
Der COP beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung unter festgelegten Prüfbedingungen.
Die Jahresarbeitszahl betrachtet dagegen das Verhältnis von erzeugter Wärmemenge zu eingesetzter elektrischer Energie über einen längeren realen Betriebszeitraum.
Deshalb lässt sich aus einem einzelnen COP-Wert nicht direkt ableiten, wie viel Strom eine Wärmepumpe im konkreten Gebäude über ein Jahr benötigt.
Eine PV-Anlage kann einen Teil des Stroms bereitstellen, den die Wärmepumpe benötigt. Wie viel davon direkt genutzt werden kann, hängt von Erzeugungszeit, Wärmebedarf, Regelung und gegebenenfalls Speichern ab.
Reversible Wärmepumpen können zusätzlich einen Kühlbetrieb ermöglichen. Ob und wie dieser genutzt werden kann, hängt auch vom Wärmeverteilsystem ab.
Bei einer Heizungswärmepumpe kann die Warmwasserbereitung Teil des Gesamtsystems sein. Eine reine Warmwasser-Wärmepumpe ist dagegen speziell für die Trinkwassererwärmung vorgesehen.
Die folgenden Modelle zeigen unterschiedliche Konzepte innerhalb der Luft/Wasser-Wärmepumpen. Eine Produktauswahl sollte jedoch immer anhand des konkreten Gebäudes und der geplanten Anlage erfolgen.
Reversible Luft/Wasser-Wärmepumpe für Gebäudeheizung und mögliche Kühlanwendungen.
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Luft/Wasser-Wärmepumpensystem für die Außenaufstellung mit Komponenten für Heizung und Warmwasserbereitung.
LA 0712BW ansehen
Reversible Luft/Wasser-Wärmepumpe für die Außenaufstellung.
LA 9S-TUR ansehenEine Warmwasser-Wärmepumpe wird für die Erwärmung des Trinkwassers eingesetzt.
Sie sollte deshalb nicht mit einer Wärmepumpe verwechselt werden, die das komplette Gebäude über Heizkörper oder Fußbodenheizung beheizt.
Die Heizleistung sollte nicht allein anhand der Wohnfläche gewählt werden. Heizlast, Wärmequelle, Heizflächen, Vorlauftemperatur, Warmwasserbedarf, Aufstellort und Schall gehören gemeinsam betrachtet. Planung und Einbindung der Anlage sollten fachgerecht erfolgen.
Eine Wärmepumpe arbeitet nach einem anderen Prinzip als Heizlüfter, Radiatoren oder Infrarotpaneele. Deshalb sollten Anschaffung, Einsatz und laufender Betrieb nicht direkt anhand der Wattzahl verglichen werden.
Eine Wärmepumpe nimmt Wärme aus einer Wärmequelle wie Luft, Erdreich oder Wasser auf. Ein Kältekreislauf hebt das Temperaturniveau an, sodass die Energie zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung genutzt werden kann.
Zu den verbreiteten Bauarten gehören Luft/Wasser-, Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen. Zusätzlich gibt es spezielle Warmwasser-Wärmepumpen.
Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt Außenluft als Wärmequelle und überträgt die gewonnene Wärme auf einen wassergeführten Heizkreis.
Das kann grundsätzlich möglich sein. Entscheidend sind jedoch Heizlast, Gebäudezustand, vorhandene Heizflächen und die benötigte Vorlauftemperatur. Das Baujahr allein reicht für eine Beurteilung nicht aus.
Die Wärmepumpe muss das Heizwasser auf die benötigte Temperatur bringen. Je größer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizsystem ist, desto stärker muss der Kältekreislauf arbeiten.
Der COP beschreibt die Effizienz unter definierten Prüfbedingungen. Die Jahresarbeitszahl betrachtet dagegen das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom über einen längeren realen Zeitraum.
Ja. Solarstrom kann einen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpe decken. Wie hoch der direkte Eigenverbrauch ist, hängt unter anderem von Erzeugungszeit, Wärmebedarf und Regelung ab.
Reversible Wärmepumpen können zusätzlich einen Kühlbetrieb ermöglichen. Ob dieser genutzt werden kann, hängt vom konkreten Gerät, der Anlagenplanung und dem Wärmeverteilsystem ab.
Eine Warmwasser-Wärmepumpe dient hauptsächlich der Trinkwassererwärmung. Sie ist deshalb nicht automatisch mit einer Wärmepumpe für die komplette Gebäudeheizung gleichzusetzen.
Die erforderliche Leistung sollte anhand der Heizlast des konkreten Gebäudes bestimmt werden. Eine Auswahl nur nach Quadratmetern oder Wohnfläche ist zu ungenau.