Gira 310600
Klassischer Aus- und Wechselschalter, dessen Wippe nach der Betätigung in der jeweiligen Stellung bleibt.
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Ähnliche Schaltfunktion, unterschiedliche Bedienung: Entscheidend ist, was nach dem Drücken mit der Wippe passiert und welche elektrische Funktion hinter dem Bedienelement steckt.
Wippschalter: Beim Betätigen kippt die Wippe in eine andere Stellung und bleibt dort. Gleichzeitig verändert der Schalter seinen elektrischen Schaltzustand und behält diesen bis zur nächsten Betätigung bei.
Tastschalter: Die Wippe springt nach jedem Drücken wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Der elektrische Schaltzustand bleibt jedoch bestehen und wird erst durch die nächste Betätigung wieder geändert.
Die drei Bauarten verdeutlichen besonders gut, warum Bedienbewegung und elektrische Funktion getrennt betrachtet werden müssen.
Klassischer Aus- und Wechselschalter, dessen Wippe nach der Betätigung in der jeweiligen Stellung bleibt.
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Tastschalter mit zurückspringender Wippe und dauerhafter Aus-/Wechselschaltfunktion.
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Echter Taster als Schließer – wichtig zur Abgrenzung vom elektrisch schaltenden Tastschalter.
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Universeller Wippschalter für Aus- und Wechselschaltungen innerhalb passender JUNG Schalterprogramme.
➤ Zum ArtikelDer wesentliche Unterschied liegt nicht zwingend in der elektrischen Schaltfunktion, sondern zunächst in der Mechanik des sichtbaren Bedienelements.
Ein Wippschalter behält seine betätigte Wippenposition. Beim Tastschalter springt die Wippe dagegen nach jeder Betätigung zurück, obwohl der elektrische Schaltzustand bestehen bleibt.
| Merkmal | Wippschalter | Tastschalter |
|---|---|---|
| Wippe nach Betätigung | Bleibt in der betätigten Stellung | Springt in die Ausgangsposition zurück |
| Elektrischer Schaltzustand | Bleibt bestehen | Bleibt ebenfalls bestehen |
| Nächste Betätigung | Ändert Wippen- und Schaltstellung | Ändert den Schaltzustand, Wippe kehrt erneut zurück |
| Typisches Erscheinungsbild | Wippe steht abhängig von der Betätigung unterschiedlich | Wippe befindet sich optisch immer in derselben Ruhestellung |
| Elektrische Varianten | Zum Beispiel Aus-, Wechsel-, Serien- oder Kreuzschalter | Je nach Hersteller ebenfalls unterschiedliche Schaltungsarten möglich |
| Zusätzliches Relais erforderlich? | Bei klassischer direkter Schaltung nein | Bei klassischer direkter Schaltung ebenfalls nein |
Beim Tastschalter sieht die Bedienung ähnlich wie bei einem Taster aus. Elektrisch verhält er sich jedoch wie ein Schalter: Der gewählte Schaltzustand bleibt nach dem Loslassen bestehen.
Genau diese Bezeichnungen führen besonders häufig zu Fehlkäufen. Tastschalter und Taster sehen in der Bewegung ähnlich aus, erfüllen elektrisch aber unterschiedliche Aufgaben.
Ein normaler Taster beziehungsweise Wipptaster betätigt seinen Kontakt nur während des Tastvorgangs und kehrt danach elektrisch in seinen Ausgangszustand zurück. Die eigentliche Schaltfunktion kann dabei beispielsweise ein Stromstoßschalter, ein Treppenlichtautomat oder ein anderes Steuergerät übernehmen. Ein Stromstoßschalter wechselt mit jedem Tastimpuls zwischen den Schaltzuständen, während ein Treppenlichtautomat die Beleuchtung typischerweise nur für eine festgelegte Zeit einschaltet.
Beim Tastschalter sitzt diese dauerhafte Umschaltfunktion dagegen bereits im Schalter selbst. Nach einem Tastendruck bleibt das Licht beispielsweise eingeschaltet, obwohl die sichtbare Wippe längst wieder in ihrer Ruheposition steht.
Merksatz: Der Tastschalter fühlt sich beim Bedienen wie ein Taster an, verhält sich elektrisch jedoch wie ein Schalter.
Eine weitere häufige Fehlannahme lautet: Wippschalter sei eine bestimmte elektrische Schaltung und Tastschalter eine andere. Tatsächlich müssen Bedienmechanik und Schaltungsart getrennt betrachtet werden.
Gira bietet beispielsweise sowohl einen klassischen Wippschalter als auch einen Tastschalter als Universal-Aus-/Wechselschalter an. Außerdem gibt es Tastschalter als Kreuz- oder Mehrfachschalter.
| Bezeichnung | Beschreibt hauptsächlich | Beispiel |
|---|---|---|
| Wippschalter | Art der Bedienung | Wippe rastet sichtbar in der jeweiligen Stellung |
| Tastschalter | Art der Bedienung | Wippe springt zurück, Schaltzustand bleibt erhalten |
| Wechselschalter | Elektrische Schaltungsart | Beleuchtung von zwei Schaltstellen aus bedienen |
| Kreuzschalter | Elektrische Schaltungsart | Zusätzliche Schaltstelle innerhalb einer Kreuzschaltung |
| Serienschalter | Elektrische Schaltungsart | Zwei getrennte Verbraucher beziehungsweise Lichtgruppen schalten |
Bei einer einfachen Ausschaltung kann die Wippenposition eines klassischen Wippschalters mit dem aktuellen Schaltzustand zusammenfallen. In Wechsel- oder Kreuzschaltungen lässt sich daraus jedoch nicht zuverlässig ableiten, ob das Licht gerade ein- oder ausgeschaltet ist, weil eine andere Schaltstelle den Zustand verändert haben kann.
Einen umfassenderen Überblick über Aus-, Wechsel-, Serien-, Kreuzschalter und Taster bietet der Ratgeber Schalterarten im Überblick.
Ist die benötigte Schaltungsart geklärt, wird die Entscheidung zwischen Wipp- und Tastschalter vor allem zu einer Frage von Bediengefühl, Optik und Systemkompatibilität.
Bei einem Wechsel zwischen Wipp- und Tastschalter sollte nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass vorhandene Wippen kompatibel sind. Hersteller können für Tastschalter mechanisch abweichende Bedienelemente vorsehen. Die konkrete Kombination muss anhand des jeweiligen Schalterprogramms geprüft werden.
Die Beispiele zeigen, dass Wipp- beziehungsweise Tastbedienung und die eigentliche Schaltungsart unabhängig voneinander betrachtet werden müssen.
2-facher Tastschalter als Beispiel für eine Mehrfach-Wechselschaltfunktion.
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Tastschalter mit Kreuzschalterfunktion für entsprechend aufgebaute Lichtschaltungen.
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2-facher Wippschalter für zwei Wechselfunktionen mit klassischer rastender Bedienung.
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Taster mit Wechslerkontakt für Anwendungen, bei denen tatsächlich nur tastend geschaltet werden soll.
➤ Zum ArtikelSicherheitshinweis: Arbeiten und Änderungen an der festen Elektroinstallation gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Vor einem Austausch müssen vorhandene Schaltungsart, Verdrahtung und Produktkompatibilität eindeutig geklärt sein.
Beim Wippschalter bleibt die sichtbare Wippe nach dem Schalten in ihrer neuen Stellung. Beim Tastschalter springt sie wieder zurück. Der elektrische Schaltzustand bleibt beim Tastschalter dennoch bestehen, bis der Schalter erneut betätigt wird.
Nein. Ein Tastschalter schaltet dauerhaft zwischen zwei Zuständen um, obwohl seine Wippe zurückspringt. Ein normaler Taster betätigt seinen Kontakt dagegen nur während des Tastvorgangs und dient häufig als Impulsgeber für ein Relais, einen Automaten oder eine Steuerung.
Bei einem klassischen mechanischen Tastschalter nicht grundsätzlich. Er besitzt selbst eine dauerhafte Schaltfunktion. Ein Stromstoßrelais wird dagegen typischerweise zusammen mit normalen Tastern eingesetzt, wenn deren kurzer Impuls einen dauerhaften Schaltzustand verändern soll.
Ja. Tastschalter sind je nach Hersteller in unterschiedlichen elektrischen Schaltungsarten erhältlich. Gira bietet beispielsweise Tastschalter als Aus-/Wechselschalter, Kreuzschalter und 2-fache Wechselschalter an.
Das kann bei passender elektrischer Schaltungsart grundsätzlich möglich sein, darf aber nicht allein anhand der Bedienform entschieden werden. Einsatz, Klemmenbelegung, Schalterprogramm, Abdeckung und vorhandene Installation müssen zueinander passen.
Nein. Bei einer einfachen Ausschaltung kann die Wippenstellung mit dem Schaltzustand zusammenfallen. Bei Wechsel- oder Kreuzschaltungen kann das Licht jedoch an einer anderen Schaltstelle umgeschaltet werden. Die Stellung einer einzelnen Wippe zeigt dann nicht zuverlässig den aktuellen Lichtzustand.
Ein wesentlicher Vorteil ist die immer gleiche Ruhestellung der Bedienfläche. Das kann insbesondere bei mehreren Schaltern nebeneinander oder bei designorientierten Schalterprogrammen für ein einheitlicheres Wandbild sorgen.