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Ratgeber · Schalter & Steckdosen

Aufputz-Steckdosen für Keller, Garage & Waschküche

Wo Leitungen sichtbar verlegt werden oder zusätzliche Steckdosen nachgerüstet werden sollen, sind Aufputz-Steckdosen eine praktische Lösung. Welche Ausführung passt, hängt vor allem vom Montageort, der Umgebung und der benötigten Schutzart ab.

Aufputz statt Unterputz

Wann sind Aufputz-Steckdosen sinnvoll?

Bei einer Aufputzinstallation sitzen Steckdose und Gehäuse sichtbar auf der Wand. Auch die Leitungsführung kann auf der Oberfläche erfolgen. Dadurch eignet sich diese Bauweise besonders für Keller, Garage, Werkstatt, Hauswirtschaftsraum und andere Bereiche, in denen eine verdeckte Installation nicht erforderlich oder nur mit größerem baulichem Aufwand möglich ist.

Aufputz-Steckdosen sind deshalb vor allem bei Nachrüstungen interessant. Müssen zusätzliche Steckplätze geschaffen werden, sind in vielen Situationen keine neuen Schlitze im Mauerwerk nötig.

Für Nachrüstungen

Zusätzliche Steckdosen können ohne verdeckte Leitungsführung eingeplant werden.

Für Nebenräume

Typische Bereiche sind Keller, Garage, Werkstatt und Hauswirtschaftsraum.

Für unterschiedliche Umgebungen

Je nach Einbauort sind verschiedene Gehäuse und Schutzarten erforderlich.

Einfach zugänglich

Leitungsführung und Gehäuse bleiben bei einer Aufputzinstallation sichtbar und zugänglich.

Typische Einbauorte

Wo werden Aufputz-Steckdosen eingesetzt?

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Raum deutlich. Während im Hobbyraum häufig die einfache Erweiterbarkeit im Vordergrund steht, spielen in Keller, Garage oder Waschküche zusätzlich die Umgebungsbedingungen eine Rolle.

Aufputz-Steckdosen in einer Waschküche

Waschküche & Hauswirtschaftsraum

Waschmaschine, Trockner und weitere Geräte benötigen passende Anschlüsse. Bei der Auswahl sind neben der Position der Steckdose auch Feuchtigkeit und mögliche Spritzwasserbereiche zu berücksichtigen.

Aufputz-Steckdosen im Hobbyraum und in der Werkstatt

Hobbyraum & Werkstatt

Werden Werkzeuge, Ladegeräte oder Arbeitsleuchten genutzt, entstehen schnell zusätzliche Anschlussstellen. Eine Aufputzinstallation lässt sich in solchen Räumen übersichtlich planen und bei Bedarf ergänzen.

Aufputz-Steckdosen in Garage und Keller

Keller & Garage

In Keller und Garage können Feuchtigkeit, Staub und Temperaturschwankungen stärker ins Gewicht fallen als in klassischen Wohnräumen. Gehäuse und Schutzart müssen deshalb zur tatsächlichen Umgebung passen.

Steckdose im geschützten Übergang zwischen Innen- und Außenbereich

Übergang zum Außenbereich

Garageneinfahrten, überdachte Bereiche oder Nebengebäude stellen andere Anforderungen als trockene Innenräume. Für echte Außenbereiche gelten nochmals andere Auswahlkriterien.

Aufputz-Steckdose in einem Hauswirtschaftsraum
IP-Schutzart richtig einordnen

Welche Schutzart sollte eine Aufputz-Steckdose haben?

Eine pauschal richtige Schutzart für jede Waschküche, Garage oder jeden Keller gibt es nicht. Entscheidend sind die tatsächlichen Bedingungen am Montageort.

In Bereichen, in denen mit Spritzwasser gerechnet werden muss, kommen häufig Steckdosen mit entsprechendem Schutz gegen Wasser zum Einsatz. Eine oft verwendete Ausführung ist beispielsweise IP44. Ob diese Schutzart für den konkreten Montageort ausreicht, muss aber anhand der Umgebung beurteilt werden.

Auch ein Klappdeckel kann Bestandteil einer entsprechend ausgeführten Steckdose sein. Entscheidend ist jedoch immer die Schutzart des vollständigen Produkts und nicht allein der Deckel.

IP44 bedeutet nicht automatisch „für jeden Feuchtraum geeignet“

Die erforderliche Schutzart richtet sich nach dem tatsächlichen Einbauort und der dort zu erwartenden Beanspruchung. Mehr zur Bedeutung der IP-Kennziffern gibt es im Ratgeber zu IP-Schutzarten .

Vor dem Kauf prüfen

Welche Aufputz-Steckdose passt?

Nicht nur Farbe und Ausführung unterscheiden sich. Für die Auswahl sind vor allem Einbauort, benötigte Steckplätze und die Bedingungen am Montageplatz entscheidend.

1

Montageort prüfen

Zuerst sollte geklärt werden, ob die Steckdose in einem trockenen Innenraum, einem Keller, einer Garage oder in einem Bereich mit möglichem Wasserkontakt montiert wird.

2

Schutzart bestimmen

Die IP-Schutzart muss zu den Bedingungen am Einbauort passen. Besonders in feuchteren oder spritzwassergefährdeten Bereichen ist dieser Punkt wichtig.

3

Steckplätze planen

Vorab festlegen, welche Geräte angeschlossen werden sollen. So lässt sich entscheiden, ob eine Einzelsteckdose, Doppelsteckdose oder eine andere Kombination benötigt wird.

4

Leitung und Stromkreis berücksichtigen

Die Anzahl vorhandener Steckplätze sagt nichts darüber aus, welche Verbraucher gleichzeitig betrieben werden können. Entscheidend sind die elektrische Installation, der Stromkreis und die angeschlossenen Geräte.

5

Gehäuse auswählen

In stärker beanspruchten Räumen sollte das Gehäuse zur Umgebung und Nutzung passen. Auch Leitungszuführung und Montagefläche müssen berücksichtigt werden.

6

Steckdose mit Schalter prüfen

Kombinationen aus Schalter und Steckdose können sinnvoll sein, wenn am selben Montageort zusätzlich eine Beleuchtung oder andere Schaltfunktion vorgesehen ist.

Planung von Aufputz-Steckdosen in Keller und Garage
Steckdosen nachrüsten

Aufputz-Steckdosen richtig planen

Eine gute Planung beginnt nicht bei der Steckdose selbst, sondern bei den Geräten, die später genutzt werden sollen. Dadurch lassen sich Anzahl, Position und Ausführung sinnvoll festlegen.

1
Geräte festlegen

Klären, welche Verbraucher regelmäßig oder dauerhaft angeschlossen werden sollen.

2
Montageorte bestimmen

Steckdosen dort vorsehen, wo sie gut erreichbar sind und zur späteren Nutzung passen.

3
Umgebung berücksichtigen

Feuchtigkeit, Spritzwasser, Staub und mechanische Beanspruchung am geplanten Einbauort berücksichtigen.

4
Elektroinstallation prüfen

Leitungsführung, Stromkreis und Anschluss müssen zur geplanten Nutzung passen.

5
Erweiterung mitdenken

Gerade in Werkstatt oder Garage lohnt sich die Frage, ob später weitere Anschlüsse benötigt werden könnten.

Beispiele aus dem Sortiment

Aufputz-Steckdosen für unterschiedliche Anwendungen

Je nach Einbauort und gewünschter Ausführung kommen unterschiedliche Aufputz-Steckdosen infrage. Die folgenden Produkte zeigen typische Varianten für Keller, Garage, Werkstatt und Hauswirtschaftsraum.

Busch-Jaeger Aufputz-Steckdose mit Klappdeckel IP44

Busch-Jaeger Steckdose mit Klappdeckel

Aufputz-Ausführung aus dem Busch-Jaeger ocean Programm mit Klappdeckel und Schutzart IP44.

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JUNG 820W Aufputz-Steckdose mit Klappdeckel

JUNG 820W Serie WG

Aufputz-Steckdose mit Klappdeckel aus der JUNG Serie WG für entsprechende Installationsbereiche.

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Busch-Jaeger Aufputz-Steckdose ocean IP44

Busch-Jaeger ocean Aufputz-Steckdose

Robuste Aufputz-Ausführung aus dem ocean Programm mit IP44 für geeignete Einsatzbereiche.

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JUNG 8220W Aufputz-Doppelsteckdose

JUNG 8220W Doppelsteckdose

Aufputz-Doppelsteckdose für Installationen, bei denen zwei Steckplätze an einem Montageort benötigt werden.

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Busch-Jaeger Kombination aus Aufputz-Steckdose und Schalter

Steckdose mit Schalter

Kombination aus Steckdose und Schalter für Montageorte, an denen beide Funktionen zusammen benötigt werden.

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Busch-Jaeger Aufputz-Steckdose Alpinweiß IP44

Busch-Jaeger ocean Alpinweiß

Aufputz-Steckdose mit Klappdeckel in Alpinweiß für passende Installationsbereiche.

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Elektrischen Anschluss fachgerecht ausführen lassen

Aufputzmontage bedeutet nicht, dass der elektrische Anschluss ohne Fachkenntnisse erfolgen kann. Leitungsführung, Stromkreis, Absicherung, Schutzmaßnahmen und Anschluss müssen zur geplanten Nutzung und zur vorhandenen Elektroinstallation passen.

Mehr zu Steckdosen und Schutzarten

Für Außenbereiche und andere Umgebungen gelten teilweise abweichende Anforderungen. Die weiterführenden Ratgeber helfen bei der Einordnung.

Häufige Fragen

Fragen zu Aufputz-Steckdosen

Was ist eine Aufputz-Steckdose?

Bei einer Aufputz-Steckdose sitzt das Gehäuse sichtbar auf der Wand. Anders als bei einer Unterputz-Steckdose wird der Einsatz nicht vollständig in einer in der Wand liegenden Gerätedose verborgen.

Kann eine Aufputz-Steckdose nachträglich installiert werden?

Ja. Aufputzinstallationen eignen sich besonders zur Nachrüstung, weil Gehäuse und Leitungsführung sichtbar auf der Oberfläche ausgeführt werden können. Ob und wie die Installation umgesetzt werden kann, hängt von der vorhandenen Elektroinstallation ab.

Welche Aufputz-Steckdose eignet sich für den Keller?

Das hängt von den Bedingungen im Keller ab. In einem trockenen Kellerraum können andere Anforderungen gelten als in einem feuchten oder besonders staubigen Bereich. Entscheidend sind Einbauort, Nutzung und erforderliche Schutzart.

Welche Steckdose eignet sich für die Garage?

In einer Garage sollten die tatsächlichen Umgebungsbedingungen berücksichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise Feuchtigkeit, Staub und die Position der Steckdose. Daraus ergibt sich die erforderliche Ausführung und Schutzart.

Ist IP44 für eine Aufputz-Steckdose in der Waschküche erforderlich?

Nicht jede Waschküche stellt automatisch dieselben Anforderungen. IP44 wird häufig dort eingesetzt, wo ein entsprechender Schutz gegen Spritzwasser benötigt wird. Welche Schutzart am konkreten Montageort erforderlich ist, hängt jedoch von den tatsächlichen Bedingungen ab.

Was bedeutet IP44 bei einer Steckdose?

Die erste Kennziffer beschreibt den Schutz gegen das Eindringen fester Fremdkörper, die zweite Kennziffer den Schutz gegen Wasser. Bei IP44 steht die zweite 4 für Schutz gegen Spritzwasser aus verschiedenen Richtungen.

Gibt es Aufputz-Doppelsteckdosen?

Ja. Aufputz-Steckdosen sind auch mit mehreren Steckplätzen erhältlich. Die Anzahl der Steckplätze sagt allerdings nichts darüber aus, welche elektrischen Verbraucher gleichzeitig am betreffenden Stromkreis betrieben werden können.

Gibt es Aufputz-Steckdosen mit Schalter?

Ja. Es gibt Kombinationen aus Steckdose und Schalter. Sie können eingesetzt werden, wenn beide Funktionen an derselben Installationsstelle benötigt werden.

Worin unterscheiden sich Aufputz- und Unterputz-Steckdosen?

Eine Unterputz-Steckdose wird in eine in der Wand liegende Gerätedose eingebaut. Bei einer Aufputz-Steckdose befindet sich das Gehäuse sichtbar auf der Wand. Dadurch unterscheiden sich vor allem Montageart und Optik.

Wer darf eine Aufputz-Steckdose anschließen?

Der elektrische Anschluss ist Bestandteil der festen Elektroinstallation und muss fachgerecht ausgeführt werden. Dabei sind unter anderem Leitungsführung, Schutzmaßnahmen, Absicherung und vorhandener Stromkreis zu berücksichtigen.