Fahrzeug und Lagerfläche
Hier stehen Beleuchtung, Garagentorantrieb und einige gut erreichbare Steckdosen im Vordergrund. Strom wird beispielsweise für Staubsauger, Ladegeräte oder kleinere Geräte benötigt.
Licht, Garagentor und ein paar Steckdosen – damit beginnt die Elektroinstallation in vielen Garagen. Später kommen oft E-Bikes, Werkzeug, Außenbeleuchtung, eine Wallbox oder Photovoltaik hinzu. Wer solche Möglichkeiten früh berücksichtigt, erspart sich später unnötige Umbauten.
Das hängt vor allem davon ab, wie die Garage genutzt wird. Für einen reinen Stellplatz reichen deutlich weniger Anschlüsse als für eine Garage mit Werkbank, Fahrrädern, Ladegeräten oder elektrischen Gartengeräten.
Deshalb lohnt es sich, vor der Installation einmal durchzugehen, welche Geräte heute schon genutzt werden und was in den nächsten Jahren dazukommen könnte. Eine zusätzliche Steckdose oder ein vorbereiteter Leitungsweg lässt sich während Bau oder Sanierung deutlich einfacher umsetzen als später.
Die eigentliche elektrische Auslegung übernimmt anschließend die Elektrofachkraft. Für die Vorbereitung reicht es zunächst, Nutzung und gewünschte Anschlüsse festzulegen.
Schon die Nutzung entscheidet darüber, wie umfangreich die Elektroinstallation ausfallen sollte.
Hier stehen Beleuchtung, Garagentorantrieb und einige gut erreichbare Steckdosen im Vordergrund. Strom wird beispielsweise für Staubsauger, Ladegeräte oder kleinere Geräte benötigt.
Wer in der Garage schraubt, sägt oder Fahrräder repariert, braucht mehr Steckdosen und vor allem Licht direkt am Arbeitsplatz. Auch stärkere Elektrogeräte können bei der Stromkreisplanung eine Rolle spielen.
Wallbox, Photovoltaik oder eine vernetzte Licht- und Torsteuerung erweitern die klassische Elektroinstallation. Dafür können weitere Leitungswege und Platz in der Verteilung benötigt werden.
Je nach Nutzung werden in einer Garage unter anderem Leitungen, Verteiler, Leuchten und Komponenten für die Ladeinfrastruktur eingesetzt.
Ein Rundgang durch die geplante oder vorhandene Garage reicht oft schon aus, um viele spätere Fragen früh zu erkennen.
Torantrieb, Beleuchtung, Werkzeuge, Ladegeräte, E-Bikes, Reinigungsgeräte und andere elektrische Verbraucher notieren.
Anschlüsse direkt dort vorsehen, wo sie später genutzt werden: an Werkbank, Regalen, Stellplatz oder neben dem Tor.
Nicht nur den Raum als Ganzes betrachten. Werkbank, Regale und Laufwege können zusätzliches Licht benötigen.
Einfahrt, Garagentor und der Bereich vor der Garage können Außenbeleuchtung oder eine Außensteckdose benötigen.
Eine Wallbox, weitere Werkzeuge oder zusätzliche Ladegeräte können den Strombedarf später verändern.
Soll das Garagendach einmal für Photovoltaik genutzt werden, können Leitungswege schon früh berücksichtigt werden.
Die markierten Stellen zeigen typische Bereiche für Steckdosen, Beleuchtung, Torantrieb und eine mögliche Wallbox.
Eine Lampe und zwei Steckdosen stellen andere Anforderungen als eine Werkstatt mit mehreren Elektrowerkzeugen. Kommen zusätzlich Torantrieb, Außenbeleuchtung oder eine Wallbox hinzu, wächst der Strombedarf weiter.
Mehrere Stromkreise können außerdem dafür sorgen, dass verschiedene Bereiche unabhängig voneinander funktionieren. Fällt beispielsweise ein Steckdosenstromkreis aus, muss nicht automatisch auch die Garagenbeleuchtung ausfallen.
Wie viele Stromkreise tatsächlich benötigt werden und welche Geräte getrennt versorgt werden, legt die Elektrofachkraft anhand der vorhandenen Elektroanlage und der geplanten Verbraucher fest.
Eine feste Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist vielmehr, wo Strom später wirklich gebraucht wird. Besonders schnell fehlen Steckdosen an der Werkbank, neben Fahrrädern oder an Regalen mit Akku-Ladegeräten.
Auch Geräte berücksichtigen, die nicht täglich genutzt werden: Staubsauger, Hochdruckreiniger, Kompressor, Ladegerät oder Gartengeräte brauchen ebenfalls einen Anschluss.
Liegen Steckdosen an den richtigen Stellen, werden später deutlich weniger Verlängerungsleitungen und Steckdosenleisten benötigt.
Die folgenden Artikel zeigen drei typische Bestandteile einer Garageninstallation: Steckdose, Installationsleitung und Abzweigkasten.
Mantelleitung für dafür vorgesehene feste Installationen innerhalb von Gebäuden.
NYM-J ansehen →
Kabelabzweigkasten für Leitungsverbindungen in Garage, Werkstatt und weiteren Installationsbereichen.
Hensel DE9320 ansehen →
Zweifach-Steckdose aus dem ocean Programm für dafür vorgesehene Installationsbereiche.
Steckdose ansehen →Für feste Leitungen innerhalb von Gebäuden wird häufig NYM-J Mantelleitung verwendet. Muss eine freistehende Garage über das Erdreich versorgt werden, kommen dafür vorgesehene Erdkabel wie NYY infrage.
Welcher Leitungstyp und welcher Querschnitt benötigt werden, hängt unter anderem von Leitungslänge, Verlegeart und dem späteren Strombedarf ab.
Gerade bei einer Wallbox oder stärkeren Maschinen sollte deshalb nicht einfach ein häufig genannter Kabelquerschnitt übernommen werden. Die Leitung muss für die konkrete Installation berechnet werden.
Für eine freistehende Garage führen NYY-Erdkabel zu den dafür vorgesehenen Kabeln im Shop.
Nicht jede Garage ist gleich. Eine trockene, geschlossene Garage stellt andere Anforderungen als ein Bereich, in den bei geöffnetem Tor Feuchtigkeit gelangt oder in dem viel Staub entsteht.
Deshalb entscheidet der Montageort darüber, welche Schutzart benötigt wird. Die IP-Kennzeichnung zeigt unter anderem, wie gut ein Gehäuse gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist.
Mehr zum Aufbau der Kennzeichnung erklärt der Ratgeber zu IP-Schutzarten .
Eine einzelne Leuchte in der Mitte der Decke funktioniert für einen Stellplatz, stößt aber schnell an Grenzen. Sobald seitlich am Fahrzeug gearbeitet wird oder eine Werkbank vorhanden ist, entstehen Schatten.
Besser ist es, die Beleuchtung nach Bereichen aufzuteilen. Die Grundbeleuchtung sorgt für Licht im gesamten Raum. An Werkbank, Regalen oder anderen Arbeitsplätzen kann zusätzlich eine eigene Leuchte eingesetzt werden.
Ein Bewegungsmelder kann das Licht beim Betreten der Garage automatisch einschalten. Gerade mit vollen Händen oder beim Einfahren mit dem Fahrzeug ist das angenehm.
Gleichmäßige Beleuchtung für Fahrzeug und Laufwege.
Zusätzliches Licht direkt am Arbeitsplatz.
Leuchten so positionieren, dass hohe Regale nicht unnötig Schatten erzeugen.
Länge, Lichtleistung und Schutzart unterscheiden sich je nach Leuchte. Für einen Stellplatz kann eine andere Ausführung ausreichen als für eine längere Garage oder einen Arbeitsbereich.
Kompakte LED-Wannenleuchte mit 4000 Kelvin für kleinere Beleuchtungsbereiche.
Brumberg 580 mm ansehen →
Längere LED-Wannenleuchte für die Grundbeleuchtung von Garage oder Werkstatt.
Brumberg 1190 mm ansehen →
LED-Leuchte mit hoher Schutzart für dafür vorgesehene Installationsbereiche.
SLV WATERPROOF ansehen →In der Garage lassen sich einige Abläufe automatisieren, ohne gleich das ganze Gebäude zum Smart Home umzubauen.
Ein Bewegungsmelder kann das Garagenlicht automatisch einschalten.
Elektrische Torantriebe können je nach System per Funk oder eingebundener Steuerung bedient werden.
Sensoren können anzeigen, ob das Garagentor geöffnet oder geschlossen ist.
Einfahrt und Garagentor können gemeinsam mit einem Bewegungsmelder beleuchtet werden.
Sensoren können Werte in der Garage erfassen und an ein Smart-Home-System übertragen.
Mit dafür vorgesehenen Komponenten lässt sich der Stromverbrauch einzelner Geräte oder Stromkreise messen.
Ein elektrischer Torantrieb gehört für viele Garagen inzwischen zur Grundausstattung. Bei der Elektroplanung sollte deshalb früh feststehen, wo der Antrieb sitzt und wie er mit Strom versorgt wird.
Funkantriebsset für dafür vorgesehene Garagentore.
Funkantriebsset ansehen →
Schalter aus dem ocean Programm für dafür vorgesehene Installationsbereiche.
Wippschalter ansehen →Auch wenn noch kein Elektroauto vorhanden ist, kann eine spätere Wallbox bei der Elektroplanung bereits berücksichtigt werden.
Besonders der Weg vom Verteiler bis zum späteren Standort der Wallbox lässt sich während Bau oder Sanierung leichter vorbereiten.
Welche Leitung und Absicherung später benötigt werden, hängt von Wallbox, Ladeleistung und vorhandener Elektroanlage ab.
Ein Garagendach kann zusätzliche Fläche für PV-Module bieten. Gerade wenn das Hausdach bereits belegt ist oder die Garage günstig zur Sonne liegt, kann die Fläche in die PV-Planung einbezogen werden.
Ob das tatsächlich funktioniert, hängt unter anderem von Fläche, Dachaufbau, Statik, Verschattung und Ausrichtung ab.
Auf kleineren Dachflächen spielen neben der Leistung auch Modulabmessungen, Dachaufbau und die geplante Belegung eine Rolle. Die beiden Module zeigen Beispiele aus dem Voltking Sortiment.
Beispiel für ein Photovoltaikmodul aus dem Voltking Sortiment für die Planung kleinerer Dachflächen.
PV-Module ansehen →
Monokristallines Doppelglas-Modul mit schwarzem Rahmen und bifazialer Zelltechnik.
Doppelglas-PV-Module ansehen →Für die erste Planung muss noch kein technischer Schaltplan vorhanden sein. Viel wichtiger ist, dass klar ist, wie die Garage später genutzt werden soll.
Leitungsquerschnitte, Stromkreise, Schutzgeräte und Anschlüsse müssen auf die vorhandene Elektroanlage und die geplanten Verbraucher abgestimmt werden. Anschluss, Absicherung und elektrische Prüfung gehören deshalb in die Hände einer Elektrofachkraft.
Das hängt davon ab, welche Geräte und Funktionen vorgesehen sind. Bei Beleuchtung, mehreren Steckdosen, Werkzeugen, Torantrieb oder weiteren Verbrauchern kann eine Aufteilung auf mehrere Stromkreise erforderlich oder zweckmäßig sein. Die konkrete Ausführung legt die Elektrofachkraft fest.
Dafür gibt es keine feste Zahl. Entscheidend ist, wo später Geräte angeschlossen werden. Werkbank, Fahrräder, Ladegeräte, Regale, Stellplatz und Garagentor sollten dabei einzeln betrachtet werden.
Das hängt vom Montageort ab. In trockenen Innenbereichen können andere Anforderungen gelten als in Bereichen mit Feuchtigkeit, Staub oder Wassereinwirkung. Die Schutzart wird daher für den jeweiligen Einbauort gewählt.
Häufig werden robuste LED-Leuchten eingesetzt. Für Werkbank oder Arbeitsbereiche kann zusätzlich zur allgemeinen Raumbeleuchtung eine weitere Leuchte sinnvoll sein. Die benötigte Schutzart richtet sich nach dem Montageort.
Wenn eine spätere Wallbox denkbar ist, können Leitungsweg, Montageort und Platz in der Elektroverteilung bereits beim Bau berücksichtigt werden. Leitung und Schutztechnik werden später anhand der konkreten Wallbox festgelegt.
Grundsätzlich können auch Garagendächer für PV-Module genutzt werden. Entscheidend sind unter anderem Fläche, Statik, Dachaufbau, Ausrichtung und Verschattung.
Nicht jede Garage benötigt eine eigene Unterverteilung. Bei mehreren Stromkreisen, größerer Entfernung zum Haus oder umfangreicherer Technik kann sie jedoch Teil der Planung sein.
Für dafür vorgesehene Erdverlegungen werden beispielsweise NYY-Kabel eingesetzt. Welcher Kabeltyp und welcher Querschnitt benötigt werden, hängt von Entfernung, Verlegeart, Belastung und geplanter Nutzung der Garage ab.